18.05.2007 - 19:00 Uhr

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Jungs, wie ist das mit euren Vätern?

Text: meredith-haaf

Immer zum Wochenende: Mädchen fragen Jungs fragen Mädchen. Weil manches kapiert man einfach nicht bei denen.

Die Mädchenfrage:
Achtung Jungs, es wird tiefenpsychologisch. Passend zum Wetter und dem vergangenen Feiertag haben wir für euch ein schwieriges Thema, immer wieder literarisch verarbeitet: Der Vater. Es gibt ihn in blass und einflussarm. Es gibt ihn in dominant und überfordernd. Aber vor allem gibt es ihn für die Generation Scheidungskinder, die wir ja nun mal zum größten Teil bilden: irgendwie viel zu wenig. Nach vielen Jahren und Gesprächen mit euch glaube ich Folgendes: Wir Mädchen gehen mit diesem ganzen Emotionalkomplex etwas anders um als ihr. Unsere Vaterfixierung machen wir als Vierjährige durch. In der Zeit wollen wir unsere Väter heiraten und können mit unseren Müttern gar nichts anfangen. In den allermeisten Fällen geht das aber wieder vorbei und danach entwickeln wir je nach Glück und Vater ein liebevolles oder ein nonchalantes Verhältnis. Und selbst, wenn wir irgendwann uns ziemlich entfremdet von ihnen fühlen, kommen wir damit ganz gut zu recht. Unsere Väter sind vielleicht Orientierungshilfen für das, was wir in unseren Partner haben oder vermeiden möchten. Doch sie sind selten die Personen, mit denen wir uns intensiv auseinandersetzen müssen, denen wir etwas zu beweisen oder recht zu machen haben. Dafür sind meistens unsere Mütter zuständig. Bei euch ist das anders. Zu euren Müttern pflegt ihr eher eine lockere, innige oder schlimmstenfalls Söhnchenbeziehung; mit euren Vätern geht es dagegen verwurstelt bis kombatativ zu. Irgendetwas ist immer schief: Einerseits berichtet ihr uns entnervt von dem spießig-entfremdeten Knochen, der euch gezeugt hat. Andererseits entpuppt ihr euch bei einem Treffen als sein kleiner Klon. Entweder ihr stellt sie auf den Vorbildpodest und freut euch trotzdem wie ein Schnitzel, wenn ihr mal nicht auf ihren Rat gehört habt. Oder ihr proklamiert in regelmäßigen Abständen zu genau dem, was ihr niemals werden wollt – und ruft sie dann trotzdem als erstes an, wenn ihr die Führerscheinprüfung bestanden habt. Keine Ahnung, ob das alles nur für Scheidungssöhne gilt, es gibt uns jedenfalls ein Rätsel auf: Wie genau, liebe Jungs, steht ihr zu euren Vätern? Die Jungsantwort steht auf der nächsten Seite!
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