Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Besser Spicken
Die einen besuchen sie neun, die anderen zwölf Jahre: Die Schule prägt uns ein Leben lang. Eva Schulz steckt noch mitten drin im Leben zwischen Lehrerzimmer und Spickerschreiben. Und darum geht es heute auch. Im Label Schulkolumne finden sich noch mehr Texte über die Schule.
Bald fängt meine letzte Klausurphase für dieses Schuljahr an. Ausgerechnet mit einem Fach, das mich gerade am meisten gruselt: Mathe! Schon jetzt habe ich den mathetypischen Druck im Kopf, endlich mal den Stoff aufzuarbeiten, und dann kommt noch der Stress zwei Tage vorher und zuletzt morgens vor dem Gang in die Aula, wenn einem plötzlich durch den Kopf schießt, was man schon wieder vergessen hat: das Tafelwerk, den Taschenrechner oder Zirkel und Geodreieck? Der Klausurphase, die sich immer wie ein fieser dicker Brocken zwischen alle Alltagsroutine schiebt, geht die Lernphase voraus. Die ist – je nach Schüler – unterschiedlich lang und intensiv. Es gibt jene, die schon drei Wochen zuvor stundenlang pauken, bei Wasser und Brot, ohne sich von irgendwem oder irgendetwas ablenken zu lassen. Oder die Karteikartenmädchen, die in den Pausen und auf dem Nachhauseweg ihre Stapel aus Pappkärtchen durchgehen, auf die sie sich in arg komprimierter Form sämtlichen Stoff notiert haben. Im Gegensatz dazu sind da auch noch solche, die die „Faselfächer“-Methode (für Deutsch, Religion, Philosophie...) einfach auf alle Fächer anwenden. Sie „lesen sich das so insgesamt einfach noch mal durch“, am Abend vorher. Und zu guter letzt gibt es auch noch die Leute, die einfach spicken.
- Eintrag aus dem Klassenbuch (Schluss): Schule, warum ich dich hasse und liebe 21.06.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Warum ich mit Chemie nie konnte 14.06.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Für was ist Schwänzen gut? 07.06.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Zettelchen und Bimmel-Bingo 31.05.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Der Elternsprechtag 24.05.2007
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Zum Abschreiben empfehle ich offene, lange Haare... ;) Da kann man unauffällig mal einen Blick zum Nachbar werfen.
Glaub mir ruhig, die meisten "gelungenen" Spickversuche liegen daran, dass der Lehrer angestrengt wegschaut.
So würde vielleicht Lieschen Müller Politik verstehen,aber als angehende Abiturientin ist von dir durchaus meh rzu erwarten!!!
Oder auch Mathe,3 Punkte:Guten Rutsch durchs Abitur...
und dass die meisten lehrer mehr sehen als die schueler denken hab ich mir auch schon oft gedacht. einige schauen extra nicht hin.
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17.05.2007 - 19:15 Uhr
christowski
Bei meinen Klassenkameraden bewährt es sich, alles mögliche aufs Geodreieck zu kritzeln. Das wurde, glaube ich, noch nie bemerkt. Aber das mit diesem komischen UV-Stift ist natürlich wild.