Kaulquappen
Der Regen kam heute und es roch nach feuchtem Asphalt und nach der Erde unter unseren Füßen. Dabei ist es Montag und Sonntag ist Abschied. Und manchmal ist auch Abschied Sonntag. Und ich lief nicht durch Wiesen, nur über ein Grau, und sammelte Worte. Sie lagen mitten auf dem Weg. Die meisten sind mir verloren gegangen, ein Loch in der Hosentasche oder in meinem Kopf. Im Traum hineingeschossen, vielleicht. Vielleicht kann ich nicht schreiben, wenn es hinter Scheiben schwarz glänzt und man die Straßenlaternen nicht sehen kann. Hinter meinem Zimmer der Garten, der Teich und Kaulquappen. Schwarze kleine Frösche. Die Worte, die du mir heute schriebst, sie rieben über meine Haut und es war, als würden wir fliegen. Mit Sand an den Fußknöcheln, der schon festgekrustet ist. Es wäre anders gewesen, hättest du sie ausgesprochen, weißt du. Und manchmal wäre ich gern hinter beleuchteten Fenstern, gegen die keine Vögel fliegen. Vielleicht würde es draußen immer regnen und deine nassen Schuhe würden im Flur stehen. Wir würden uns andere Namen geben, jeden Tag einen anderen. Manchmal würden wir alles klein schreiben und lächeln, wenn wir uns vertippen. Weil Augen müde werden. Nasen, die sich gegen das Glas lehnen und der Atem würde langsam abkühlen. Wenn ich schweige, weißt du, dann sind meine Gedanken wie die Kaulquappen, die ich dir gezeigt habe. Das verstehst du doch. Sagst du. Und irgendwann gehöre ich in deinen Arm und du bist Schneckenhaus und unsichtbarer Flügel.Schlag.mich? Ich sollte schlafen und mir neue Worte ausdenken, mit denen wir uns zudecken können. Wenn wir irgendwann am Meer sind. [Wenn wir am Meer sind. Ich nenn dich irgendwann.]- Wild ist die See. // Out of balance. 24.05.2012
- 2 Wochen Osterferien - 15.04.2012
- Version 1.6 14.04.2012
- Wenn ich doch nur könnte. 18.03.2012
- Na danke. 18.03.2012
Das merk ich mir
!








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07.05.2007 - 22:36 Uhr
heavenly-jason