Wortschatztruhe: Das Wikipedia-Schiedsgericht
Wikipedia sucht Schiedsrichter, hieß die Meldung, über die wir diese Woche staunten. Worum geht es dabei genau? Eine Wortschatztruhe
Die Funktionsweise der Online-Enzyklopädie Wikipedia ist ein Phänomen für sich. Laut eigener Statistik arbeiten derzeit mehr als 7000 Autoren regelmäßig an der deutschen Version des Mitmach-Lexikons mit. Prinzipiell darf dort jeder, der sich dazu berufen fühlt, sein Wissen zur Verfügung stellen – ob es sich um das 1. Westpreußische Pionier-Bataillon Nr. 17 handelt oder um die Zyklotronresonanz. Nun ist es nichts Neues, dass es bei einer größeren Ansammlung von Menschen zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann. Auch nicht, dass diese bei Abwesenheit einer hierarchischen Ordnung, die im Zweifelsfall relativ schnell für klare Fronten sorgt, gerne mal in Streitigkeiten ausarten. Unsere 7000 Informationsengel bilden da keine Ausnahme. Der Großteil der Konflikte lässt sich zwar relativ problemlos regeln, aber „hin und wieder kommt es vor“, erklärt Matthias Schindler, Vorstandsmitglied von Wikimedia, „dass Menschen – ob nun willentlich oder nicht – nicht in der Lage sind, sich an einer Gruppenarbeit zu beteiligen.“ Das Schiedsgericht, das Wikipedia nun probehalber für ein halbes Jahr einführt, soll helfen, in solchen Streitfällen zu vermitteln und gegebenenfalls auch Sanktionen verhängen.
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06.05.2007 - 00:25 Uhr
thomas_magnum








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04.05.2007 - 23:26 Uhr
ChristophThomas2000