Zeig mir deine Unterhose und sag mir wer du bist
Text: meredith-haaf - und DURS-WACKER
Immer zum Wochenende. Mädchen fragen Jungs fragen Mädchen. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.
Die Mädchenfrage
Jungs, ich muss euch was erzählen. Es gab Zeiten, da war ich so oberflächlich, dass man auf meiner kalten Seele problemlos hätte Eishockey spielen können. Zumindest, wenn es um euch ging. Einen ganzen Katalog unerheblicher Äußerlichkeiten hattet ihr zu erfüllen, um mein mehr oder minder ernsthaftes Interesse zu wecken. Euer Fahrradmodell oder eure Essgewohnheiten konnten darüber entscheiden, ob ich es in Erwägung zog, mit euch eine nähere Bekanntschaft einzugehen. Wurde die dann so richtig nah und ging über in Gürtellinienaction, gipfelte das ganze Ausschlusskriterienspielchen in der alles entscheidenden Frage: „Welche Art Unterhose trägt er?“ Was für eine Freude, wenn sich in der aufgeknöpften Jeans eine sympathisch lockere, baumwollene Boxershorts befand. Denn die stand in meinen Augen für Lässigkeit und ein angemessen entspanntes Verhältnis zu eurer Unterbekleidung. Dagegen diese enganliegenden Boxerbriefs, wie sie glaube ich im Fachjargon heißen! Sie repräsentierten Eitelkeit und überhaupt schlimmen Mangel an Stilempfinden. Welch eine Überwindung dort weiter zu machen, wo so ein körperbetontes Stoffstück saß.
Wie es eben immer ist traf ich doch irgendwann den Jungen, der zwar das Falsche drunter trug, mich aber trotzdem veranlasste, ständig an das Unter dem Drunter zu wollen. Bis dahin hatte ich gedacht, ein Mann in einer anliegenden Unterhose käme langfristig sexuell und auch sonst nicht in Frage. Ab dann war ich ein Mädchen mit ein paar Kilo weniger Voreingenommenheiten.
Trotzdem: Was ihr unter eurer Hose tragt ist ein Thema mit beachtlichem Überbau. So ziemlich jedes Mädchen kultiviert zu den unterschiedlichen Unterwäschemodellen verschiedene, durchaus wertende Assoziationsketten. Deswegen vollziehen wir gerne in der Anfangsstufe einer Herummacherei den Gummizugtest. Der geht so: Erst lassen wir einen unauffälliger Finger eben mal unter den Hosenbund wandern. Dann lauschen wir auf das was uns erwartet. Ein weißer Baumwollslip ohne Beinansatz schreit uns „Iih-Bäh Muttersöhnchen!“ entgegen, Boxershorts flüstern uns „Los, weitermachen“, zu. Offensichtlich irren wir uns aber auch manchmal. Das möchten wir vermeiden und deswegen fragen wir jetzt einmal diejenigen, die Tag für Tag unterhosenbezogene Entscheidungen treffen: Jungs, wie kommt ihr zu welcher Unterhose? Und was dürfen wir daraus schließen?
Auf der nächsten Seite lässt durs-wacker die Hosen runter. Lies seine Antwort.