27.04.2007 - 19:13 Uhr

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Mein Handy spinnt: die besten Wortdreher von T9 im Bild

Text: christian-helten

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel vor ein paar Tagen (von der Tagesthemen-Moderatorin Anne Will) für die SZ interviewt wurde, sprachen die beiden Damen auch über Kurzmitteilungen. Das hat uns gefreut (weil die Kanzlerin indirekt allen Lehrern des Landes einen Hinweis für entspannten Umgang mit Handys im Unterricht gibt) und auf eine Idee gebracht. Frau Merkel gesteht in dem Gespräch nämlich, dass sie die Worterkennungs-Software T9 benutzt. Und mit der müssen wir eh mal ins Gericht gehen: was uns das Handy da manchmal mit gleicher Tastenkombination vorschlägt, ist ein Skandal. Man muss sich das nur mal bildlich vorstellen, dann sieht man es sofort - und zwar hier. Wir haben die besten Wortverdreher von T9 ins Bild gebracht. Hier in der Bildergalerie anzuschauen. P.S.: T9 steht übrigens für Text on 9 keys. Die Software stammt von Tegic. Mit Hilfe dieses T9-Übersetzers kannst du es - auch ohne Handy - selber probieren P.P.S.: Hier der Auszug aus dem sehr schönen Merkel-Will-Gespräch: Frau Merkel, schreiben Sie so gerne SMS, weil Sie nicht gerne telefonieren? Oh, ich finde, SMS ist eine sehr interessante Form der Kommunikation! Die ist in der Tat zeitsparend, weil natürlich alle Höflichkeitsfloskeln, Guten Tag, wie geht's, wo bist du grade, wegfallen. Und weil der Absender nicht offenbaren muss, in welcher Situation er ist, aber auch der Empfänger sich aussuchen kann, wann er auf diese SMS antwortet. Das gibt Freiheit. Aber es ist natürlich auch so, und das ist auch meine Erfahrung beim SMS-Schreiben: Wenn man Botschaften versenden will, die sehr feinfühlig sind, oder wenn man Nuancen ausdrücken möchte, dann merkt man, dass es eine short message ist, die SMS - und dass das oft auch richtig danebengeht! Arbeiten Sie zum Beispiel mit Grinsemännchen, um zu zeigen: Das habe ich jetzt nicht so ernst gemeint? Also, den Smily habe ich jetzt gelernt! Sehr spät. Das Symbol ist manchmal hilfreich, weil man Scherz und bittere Wahrheit auseinanderhalten kann. Verbieten Sie inzwischen in bestimmten Koalitionsausschusssitzungen, dass das Handy mit dabei ist? Ach, das hat ja doch keinen Sinn. Dann gehen die Leute doch aufs Klo und schreiben da 'ne SMS. Wir sind ja nicht im Kindergarten. Entweder gibt es die Bereitschaft, etwas nicht weiterzutragen, oder es gibt sie nicht. Ich finde es zum Teil grenzgängig, wenn aus laufenden Sitzungen immer Halbheiten verbreitet werden. Man muss aufpassen, dass die Sitzungsteilnehmer vor allem noch dem eigentlichen Sitzungsverlauf lauschen und nicht alle beschäftigt sind. Aber: ein Verbot hilft da nicht. Können Sie eigentlich blind schreiben unterm Tisch? Nein. Es wird zwar manchmal behauptet. Aber ich kann es nicht. Arbeiten Sie beim Smsen mit dem Wörterbuch oder tippen Sie immer noch jeden Buchstaben einzeln? Aah, mit T 9 arbeite ich.
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