11.04.2007 - 23:41 Uhr

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[Jahrmarkt]

Text: KleinOrangenmaedchen

Gedanken, die auf einer Leine balancieren, doch sie können nicht fallen. Ich kann sie wegtreten. Mein Bein schläft öfters ein. Ein Schallplattenspieler steht jetzt in unserem Wohnzimmer. Aber ich habe noch kein Knistern gehört. Sie ruft mich wieder an und ich könnte ihr sagen, dass ich von ihr geträumt habe, während ich schlief. Aber ich sage nichts und versuche, dass meine Stimme so klingt wie vor fastdreiMonaten. Damit es so ist wie damals. Und vielleicht ein bisschen morgen dazu. Ich finde sie hübsch und sie lacht noch so wie damals und ich überlege, wie lange es her ist, dass ich mit jemand anderem auf unserem Bett saß. Ich sage ihr, dass es noch unsere Bettwäsche ist, die dort viel zu ordentlich liegt, und sie lacht und weiß nicht, was sie sagen soll. Wir reden über die Angst und über Namen und sie isst alten Zwieback, der eigentlich schrecklich schmecken müsste. An der Tür drückt sie mich. Und ich weiß, dass sie ein bisschen so ist wie ich. Nächte, in denen ich wach träumte. Und das Zimmer war schwarz mit weißen Strichen und die Kissen waren anders als all die letzten Jahre. Und ich hätte geschrieen, wenn meine Stimme nicht so müde gewesen wäre. Vielleicht wärst du gekommen. Die Vögel haben mir geantwortet, es war bestimmtschonsechs. Und ich lief durch das Dorf, um diesen Akzent aufzunehmen. Und ich ging und fotografierte, hielt fest in abgestandenem Braun. Vielleicht könntest du die Bilder lesen. Und sie würde ihnen Namen geben, weil sie doch weiß, wie sie ihre Kinder nennen würde. Und das Rot ihrer Haare sah aus wie Rosa und es erinnerte mich an diese Äpfel vom Jahrmarkt, die ich noch nie gegessen habe. Und ich habe noch nie das Wort Jahrmarkt gesagt. Ich wollte mal Worte sammeln. Aufgeschrieben habe ich dreioderzwei und ich habe sie vergessen und die Schrift ist nicht mehr meine. Willst du mir helfen? Wir könnten sie uns in den Nacken brennen. Ich schenke dir mein Halstuch für die Nacht. Ich muss viel schreiben in diesen Tagen. Und draußen springen Mädchen Seil. Ich kann keinen Purzelbaum. Und dann wird es doch dunkel und die Zeit läuft dem Ball hinterher. Wir wohnen auf einem Hügel. Da, bei dem blauen Schild rechts rein. Vielleicht wird sie wiederkommen und ich werde ihr neuen Zwieback kaufen. [Und du, du bist dabei, wenn sie erzählt.]


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4 Kommentare

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Schmetterlingskuss
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Mag ich Mag ich nicht

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12.04.2007 - 11:28 Uhr
Schmetterlingskuss

oh es ist eine wunderbare, zärtliche Sprache, die du dein Eigen nennen darfst, Mädchen.

"Ich muss viel schreiben in diesen Tagen. Und draußen springen Mädchen Seil. Ich kann keinen Purzelbaum."

nerte
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.04.2007 - 16:29 Uhr
nerte

"Wir könnten sie uns in den Nacken brennen. "
ja?

Wer ist sie, von der du erzählst?

Ich kann auch keinen Purzelbaum.

Amazing
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.04.2007 - 22:23 Uhr
Amazing

wundervoll.

prinzessophie
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Mag ich Mag ich nicht

0

29.04.2007 - 22:08 Uhr
prinzessophie

deine Sprache ist tänzelnd, leicht über dem boden. hebt ab. ich mag das.
danke dafür.
"Nächte, in denen ich wach träumte."


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//her mind, was a very big house, we got lost there for hours until august fell//