27.03.2007 - 18:58 Uhr

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Sechzigsekundenblicke

Text: KleinOrangenmaedchen

Die Zeit vergeht im Frühling schneller, bestimmt, obwohl das Licht länger hellt. Manchmal ist es, als fliegen die Tage an mir vorbei. Hängen bleiben Sechzigsekundenblicke. Ich bin nicht alleine. Oft kommt die Angst zu mir und will mich beschützen. Geh weg, und es scheint, als würde ich mit mir reden. Als würde ich mal wieder mit mir reden müssen. Und dann bist du da und es ist, als könnten wir kurz Steine unter Räder schieben und daliegen und an Ewigkeit denken. Es riecht in diesen Tagen anders. Und die Menschen strecken ihre Gesichter zum Himmel und lassen sich ein Lächeln hineinscheinen. Ich könnte dich fragen, wo wohl der Schnee ist und bestimmt, bestimmt würdest du dir eine Geschichte ausdenken, die sich zugedeckt anfühlt. Ich würde die Buchstaben mit meiner Uhr auf der Wand leuchten lassen. Du musst manchmal ein bisschen leiser sprechen, damit ich besser höre, was wichtig ist. Kann man nur im Frühling wachsen? Ich bin zu viel drinnen, willst du mit mir zu den Feldern? Der Weizen, unser Bett. Und in braunem Licht, wie Cola, die zu lange in der Sonne steht, sieht das Draußen nach früher aus. Kaufen wir uns Tickets nach früher? Wir könnten die Nächte neben den Schlafenden liegen und uns erzählen, als ob wir noch fangen spielen würden. Ich glaube, ich könnte nicht mehr so viel rennen. Und deine Stimme wäre meine Spieluhr. Aber ich sollte aufstehen. Aufwachen, sagt der Wecker und die Zeit läuft zickzack bis hinter den Horizont. Schubs mich an, ichschubsdichwerzuerstlacht. Und dann lachen wir vielleicht ein bisschen die Angst aus. „Stell sie dir in Unterhosen vor.“, könntest du sagen. [Und wir wären zusammen allein. Und ein wir kann alleine stehen.]


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3 Kommentare

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lilluvya
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Mag ich Mag ich nicht

0

27.03.2007 - 22:51 Uhr
lilluvya

viele bilder
schöne bilder

durch und durch

nerte
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.03.2007 - 13:49 Uhr
nerte

Die Felder...

Wenn ich mich daran erinnere, ja, dann sieht es nach früher aus.
Weil der Schnee im Frühling Frieden wurde.

(Aber gerade möchte ich vielleicht keinen Frieden.)

Woran erinnerst du dich?
Wenn du dort bist?

prinzessophie
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Mag ich Mag ich nicht

0

29.04.2007 - 22:14 Uhr
prinzessophie

"und ein wir kann alleine stehen."

au. au. au. erinnerung an ein wir.

ich stell mir die angst in unterhosen vor, die mir da gerade in die seele kriecht...


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KleinOrangenmae…

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//her mind, was a very big house, we got lost there for hours until august fell//