22.03.2007 - 13:04 Uhr

0 0 Über Twitter weiterempfehlen

die höhle der lügen

Text: tigix

Ein kleiner Mischlingshund, Pepino, emigriert aus dem armen Galicien und dem Geburtsort Herbón nach Venezuela. Einziges Gepäck ist eine Hand voll Peperoni, dieses pikante Zeug , was in jener Gegend produziert wird. Er ist so lächerlich, dass niemand, der ihn sieht, sich zurückhalten kann. Ein Riesengelächter empfängt den armen Pepino, wo auch immer er hinkommt. Nur ein taubstummes Krokodil namens Machu Picchu macht sich nicht über ihn lustig, lacht nicht, als es den Kleinen sieht, diesen komischen Pepino. Natürlich verliebt sich Pepino unsterblich in das Krokodil. Und so pflanzen sie scharfe Peperoni und bringen ein Kind zur Welt, das Cancodrilo nennen. Kaum dass er das Licht der Welt erblickt, sieht der kleine Cancodrilo den Vater an und findet ihn so komisch, dass er nicht umhin kann, in unbändiges unendliches, unersättliches Gelächter auszubrechen, eines von diesen Gelächtern, die einem die Tränen in die Augen treiben. Und man merkt, dass Cancodrilo goldene Tränen produziert. Ein unverhofftes Glück, das alles verändert. Nun ist Cancodrilo der König des Peperoni, der Anführer des Dorfes, der Milliadär, der Ausbeuter der Einheimischen. Er lacht unaufhörlich wie ein VErrückter, vergrößert seinen Riechtum, und je mehr er lacht und je reicher er wird, desto trauriger werden die anderen und fangen an, ihn zu hassen. Doch eines schönen Tages tritt Superchangp auf den Plan, ein rebellischer und libertärer Gott, der Cancodrilo zu einer teuflischen Pratie Tischfussball herausfordert. Wer letztendlich gewinnt, weiß man nicht, aber beide Gegner beenden die Begegnung niedergeschlagen von einer unendlichen Traurigkeit, einer unglaublichen Lebensmüdigkeit. Was für Cancodrilo allerdings das Ägerlichste ist: seine Tränen sind verschwunden, es ist kein Gold mehr da. Sie beschließen, sich auf die Suche nach dem verlorenen Lachen zu machen, und schiffen sich in Richtung Vreacruz ein, auf einem Schiff voller Akkordeons. Doch eines dieser Akkordeons entpuppt sich als Teufel in Person, El Diablo. Er ist es, jede Wette, der den Orkan Hortensia entfesselt. Die Göttin von Atlantis. Die letzte Welle spielt ihre Rolle und es kommt zum unvermeidlichen Untergang. Die einzigen Überlebenden sind , wie durch ein Wunder, Cancodrilo und Superchango. Böse zugerichtet, finden sie sich an der Küste am Ende der Welt wieder, am Cap Finistère, diesem äußerseten Zipfel Spaniens, der über Portugal kauert und von dem die ALten tatsächlich dachten, dass hier die Welt ende. In diesen Granitfelsen, die mit dem Meer spielen, erkennt Cancodrilo, weiß der Teufel, wie, das Profil seines Vaters Pepino wieder; als er ihn also vor sich sieht, bricht er erneut in heftiges, untröstliches, todtrauriges Gelächter aus. und diesmal sind die Tränen aus Teer. Aber das macht nichts: er beschließt, sich nuederzulasen, um alles zu ändern, diese Küste des Todes in ein Paradies der Freude zu verwandeln.Sein Freund ist der allmächtige Gott des Bösen und der Lüge, der Polyp Oktopus, der für die Verwüstung des Landes und die Traurigkeit seiner armen BEwohner verantwortlich ist. Der böse Oktopus ernährt sich vor allem von zahmen Kühen, die er ohne Unterlass verschlingt. Und diese verrückten Kühe enden nacheinander weinend und todtraurig in einem großen Holocaust in der Höhle des Oktopus hinter der großen Tür des Festivals der Lügen. In eine von ihnen, Roxina, verliebt Cancodrilo sich unsterblich. Als aus sie durch die letzte Tür schreitet, ist Cancodrilo wieder allein und untröstlich. Seine Teertränen verschmutzen die Küste, töten die Fische und die Meeresgeschöpfe, drohen, zu der größten Verschmutzung anzuwachsen, die man je gesehen hat, ein ökologisches Desaster von unendlichen Ausmaßen. An diesem Punkt muss Superchango nicht nur seinen Freund retten, sondern auch die Welt. Hoch oben auf dem heiligen Ber in der Nähe von Santigao de Compostela, trifft er Mangui le Lutin, eine Legendengestalt der phantastischen Erzähliungen. Gerade aus der großen Stadt am Mittelpunkt der Erde gekommen, verrät Mangui dem Gottdes Festes ein paar Tricks: wenn man dem hinterhältigem Polypen auchtundreisigmal einen Quarzstift ins Auge sticht, wir man sich endlich von ihm befreien können. Der Kampf ist heldenhaft brutal, der arme Superchango wird Prüfung über Prüfung aus sich nehmen müssen, die Tentakel des Polypen sind tödlich: eine Zeitung, eine Spritze, eine Atombombe, ein paar Dollars, eine Fahne, ein Kreuz, ein Halbmond, ein roter Stern, eine E-Gitarre und ein Richter, der das Große Gesetzbuch der Betrüger in der Hand hält. Nicht umsonst ist der Polyp der Gott der Lügen. Dann gibt es auch noch einen letzten unsichtbaren Tentakel.... Doch am Ende gewinnt Superchangos Mut die Oberhand. Oktopus stirbt und seine Höhle wird zerstört. Daraufhin stoßen alle zusammen, der Held Superchango , unser Cancodrilo und alle anderen an. Mit dem ganzen Volk. sie machen Musik , trinken Wein und essen die Spezialität der Gegend, Oktopussalat.


Neue Texte zum Label 'märchenstunde':
Textoptionen
Mehr Texte von
tigix
Mehr Texte zum Label
märchenstunde
Abonniere Kommentare oder Texte von tigix
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
0 Kommentare

speichern
Mehr lesen:

Jetzt-Mitglied

tigix offline

tigix

ist jetzt-User und hat diesen Beitrag verfasst.

Mazze
markgröningen