Bist du noch ein Mädchen?
Text: stefan-winter
Immer zum Wochenende. Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht bei denen.
Die Jungsfrage
Da man mit 18 all das darf, was man mit 16 eh schon ständig tut, hat der 20ste Geburtstag ein wenig von seinem Charme und seiner Besonderheit verloren. Trotzdem war ich unlängst Zeuge eines solchen Jubel-Tages, der mir nochmal die ganze Dimension von Zahlen vor Augen geführt hat: Die Freundin meiner Freundin verabschiedete sich mit einem großen Fest vom Teenagersein, hatte dazu groß auf- und im Laufe des Abends auch eingefahren, so dass sich spätnachts eine alkohol- und lautstarke Diskussion an der Frage entzündete: Ist man mit 20 noch ein Mädchen oder bereits eine Frau?
Mir war das damals so egal wie ich müde war: nämlich sehr. Tags drauf arbeitete meine Freundin (schon über 20) ihren Restalkohol ab und mit mir den Abend auf. Herauskam: Ihr ist das verdammt wichtig. Sie will - wie das Geburtstagsmädchen - in keinem Fall "Mädchen" und in jedem Fall "Frau" geheißen werden. Ich sagte ihr, dass sie für mich immer "mein Mädchen" bleiben würde, dabei knuffte ich sie fernfahrermäßig in die Seite. Doch das half nichts.
Ich glaube, uns Jungs ist es egal, ob man uns "einen jungen Mann" oder "einen Jungen" heißt. Im Zweifel lassen wir sogar "Typ" durchgehen. Diese geschmack- und farblose Notlösung gibt es in weiblich nicht. Deshalb meine Frage: Ist dieser Knackpunkt vom Mädchen zur Frau tatsächlich so wichtig? Und wenn ja: Wann knackt es denn dann? Und wenn dann auch unumkehrbar? Oder seit ihr manchmal Mädchen und manchmal Frauen? Erklärt's mir Mädchen-Frauen!
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