12.03.2007 - 17:58 Uhr

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Vermischtes Licht

Text: KleinOrangenmaedchen

Viele Tage sind vergangen und ich denke an sie, währendem ich durch den Märzfrühling fahre und die Scheibe so aussieht, als wären es Blütenpollen, die das Licht vermischen. Und ich hätte sie gerne festgehalten, an der Hand, mit den Fingernägeln festgekrallt und kurz Leine gelassen, um zu atmen. Aber vielleicht werde ich in einem Jahr von ihnen träumen. Oder sogar morgen. Oder in siebenTagen. Und ich ärgere mich, dass der Computer ein bisschen rauscht, aber dass es kein Kaminfeuerrauschen ist. Und dass ich nicht in der Waldböschung bin und zuschaue, wie die Sonne mit den Tannenspitzen spielt und wie das Leben unter nackten Füßen wieder Farbe kriegt. Und ich denke daran, dass immer die Menschen von mir weggehen, die mich verstehen und die sagen, dass sie mich auch noch verstehen, wenn sie in der Welt bleiben, die fünfundvierzigkilometer weggedreht ist. Ich hätte gerne von Eiszapfen geschrieben. Und den Fragen, die in meinem Kopf von Tür zu Tür laufen. Flurkopf. Kopfflur. Und jetzt könnte ich von den kalten Morgen schreiben. Die sich so anfühlen, als würde auf den Wiesen neben mir irgendwo der Tau von den Halmen fallen und nach dem Winter suchen. Aber er ist weg. Und ich verstehe, dass ich nie mehr mit roten Backen und meiner Merlefreundin hinter dem Hügel Schlitten fahren werde. Und das Iglu. Das Iglu. Und es ist, als müsste ich die Bilder hier festnageln. And irgendwelchen Wänden, die vielleicht in meinem Kopf sind. Weil ich doch irgendwann fortgehen muss. Und es ist die Zeit, die sich dreht und dann bleibt sie stehen und ich stolpere darüber und du fängst mich auf. In Städten vergisst man, den Himmel anzuschauen. Und ich würde gerne loslassen. Aber nicht fallen. Der Boden ist noch hart. Vielleicht gibt es Eisschichten, vergraben, dort oben, bei den Schafweiden. Vielleicht ist man glücklich, wenn man nicht auf die Uhr schaut, um die Zeit weiter zu drehen. Vielleicht schreibt man Glück auch nicht mit g und fünf Buchstaben. Ich will neue Worte erfinden, um den Abend zu beschreiben, der doch wie der Morgen ist. Sein. Kann. Und die Streifen auf dem Hellblau, das ich mir manchmal dunkler wünsche. Schwarzweiß. Willst du mit mir zum Wald gehen? Es ist nicht weit. Es ist nicht weit. Aber vielleicht muss ich den Weg erst suchen. [Wir zählen dann in Buchstaben.]


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4 Kommentare

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Leben_leben_lassen
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Mag ich Mag ich nicht

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12.03.2007 - 19:16 Uhr
Leben_leben_lassen

"und wie das Leben unter nackten Füßen wieder Farbe kriegt"

wow der text ist voll von schönen wortkreationen... klasse! *

lilluvya
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.03.2007 - 20:54 Uhr
lilluvya

Spiel mit der Sprache

nerte
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Mag ich Mag ich nicht

0

13.03.2007 - 18:26 Uhr
nerte

Erzähl mir von dem Iglu. Bitte.

Den weg erkennst du daran, dass er schimmert und die dunkle Kälte dich erschaudern lässt. Später aber merkst du, dass es nur Nebelwolken waren, die dich wie sanftes Blau in den Schlaf wiegen können.

john_doa
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Mag ich Mag ich nicht

0

15.03.2007 - 14:31 Uhr
john_doa

&'


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KleinOrangenmae…

ist jetzt-Userin und hat diesen Beitrag verfasst.

//her mind, was a very big house, we got lost there for hours until august fell//