Merkel, Schmidt und Friedman: Fernsehen in Netz
Text: stefan-winter
Lange wurde über die Zukunft des Fernsehens im Internet philosophiert. Jetzt ist sie online. Ein erster Programmführer
Angela Merkels Video-Podcast
Welches Programm? Der Video-Podcast von Regierungschefin Angela Merkel läuft wöchentlich auf bundeskanzlerin.de (schon seit einer Weile, wie der aufmerksame jetzt.de-Leser weiß).
Gibt es einen Vorspann? Impressionen aus dem Berliner Regierungsviertel. Dazu fliegen eine schwarzer, ein roter und ein gelber (im Amtsdeutsch: goldener) Block durchs Bild. Vor allem der roten Kasten sieht aus, als sei er großkoalitionär aus einer SPD-Werbung geliehen.
Was gibt es zu sehen? Die Kanzlerin mit drei Handbewegungen, die sie ständig wiederholt. (Hände mit gespreizten Fingern zusammenführen, wieder auseinander, beide Hände nach vorne und zurück. Und von vorn) Das ganze wird garniert mit zahlreichen Flosklen („Wir wissen ein Land alleine kann das Problem nicht schultern“)
Was macht die Kamera? Kurz vor Schluss gibt es einen Zoom auf den Kopf der Kanzlerin. Geschnitten oder womöglich eine zweite Einstellung gibt es nicht.
Wer schauts an? Nachwuchskräfte der jungen Union (um Handbewegungen und Floskeln zu lernen), Marketingsstrategen aus dem politischen Berlin (um am Puls der Zeit zu sein) und Freunde der Kanzerlin.
Welche Formate gibt es? Den Kanzlerin-Cast gibt es auch als reines Audio-MP3. Denn zu sehen gibt es tatsächlich nicht viel. Ansonsten kann man ihn in einem integrierten Flash-Playern oder mit dem Windows Media Player angucken.
Wie sich Harald Schmidt online schlägt, liest du auf der nächsten Seite.