Meine Entscheidung: Wie sich Userin Jane entschloss, in die USA zu ziehen
jetzt.de widmet sich dem Thema Entscheidung. Im Text Generation Option beleuchten wir, ob uns die Vielzahl der Möglichkeiten, sei es privat, in der Ausbildung oder im Job zu Schaffen macht. Und künftig werden User, Redakteure und viele Andere unter dem Label "Entscheiden" von Situationen berichten, in denen sie sich entschieden haben. Den Anfang macht jetzt.de-Userin jane. Hier erzählt sie, wie sie sich der Liebe wegen entschloss, in die USA zu ziehen
Ich bin eine entscheidungsfreudige Jane. Nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Lebensstation setzte ich mir ein neues Ziel in den Kopf, ließ mich in seine Richtung treiben und kam immer an. 2004 überlegte ich mir, ein Praktikum in Amerika zu machen. Ich verschickte wahllos Bewerbungen und wurde kurze Zeit später bei einer kleinen Firma an der Küste Georgias eingestellt. Ich packte einen Koffer, einen Rucksack und eine Tasche. Ich fragte mich kein einziges Mal, was ich da eigentlich machte. Ich flog einfach und wurde belohnt mit heißem Wetter und weißen Sandstrände. Mit boiled peanuts und collard greens. Und mit einer neuen Liebe. Sechs Monate später kam ich nach Deutschland mit der Idee, der Liebe wegen Kisten zu packen und in die USA zu verschicken – mich gleich mit dazu. Um nicht ganz irre zu wirken, erklärte ich Eltern und Freunden das große „Eventuell“ in dieser Geschichte und ließ das kleine „Definitiv“ unter den Tisch fallen. Und dann verlobten wir uns einfach, die neue Liebe und ich. Am Strand breitete er eine Decke aus, reichte mir ein Glas Champagner, kniete nieder und hielt mir zitternd einen Diamantring entgegen, den ich freudestrahlend nahm. Es folgten wochenlange Vorbereitungen. Ich saß Stunden bei der amerikanischen Botschaft, um ein Visum zu erhalten, verkaufte meine Möbel, packte ein und wieder aus, schleppte Kartons, buchte Flugtickets, bewarb mich bei amerikanischen Universitäten und übersetzte unzählige Dokumente. Dazwischen baute ich einen Ferienjob ein, verbrachte ein Wellnesswochenende mit meiner Mutter, ging mit meinem Vater zum kältesten Fußballspiel aller Zeiten ins Stadion und telefonierte stundenlang mit dem Verlobten. Im Nachhinein denke ich mir gerne, dass die Entscheidung für Verlobung und Auswanderung durchdacht war, aber das wäre fast schon eine Lüge. Denn ich war gespannt und entspannt, erschrocken und glücklich, fühlte mich durcheinander und trotzdem völlig bei Trost. Freunde in Deutschland entmutigten mich, indem sie meine Entscheidung nicht nachvollziehen konnten. Die positiven Bemerkungen ließen sich an genau zwei Fingern abzählen. Trotzdem ging ich. So taten er und ich einen Schritt nach dem anderen, manchmal auch rückwärts; nach Hause wollte ich, wenn es schwer und fremd wurde. Dann schmiss ich den Ring durch die Gegend, packte meinen Koffer, stampfte aus dem Haus und dann gleich wieder zurück. Getroffene Entscheidungen sind nun mal getroffen und bei großes Entschlüssen hilft nur großes Vertrauen in die Richtigkeit der eigenen Taten. Die Liebe ist immer da. Ich gewinne jeden Tag mehr von diesem neuen Leben und verliere gleichzeitig meine alten Wurzeln. Ich bin gespalten und es macht Spaß. Ich kenne nun von zwei Seiten all meine Erlebnisse und Erfahrungen, einer deutschen und einer amerikanischen. Mein Leben hat sich verdoppelt und bisher bin ich nicht bereit, das wieder aufzugeben. Das habe ich mir so gedacht und es war gar nicht so schwer.- Entschieden: Wie aus Jürgen der Benediktiner-Frater Amandus wurde 17.07.2007
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damn...ich finde das originalzitat nicht mehr...aber so ähnlich ging das.
es lebe Afrika
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27.02.2007 - 20:31 Uhr
jomama