Psst!
He! Du! Wo ist dieser Scheiß-Typ aus der Sesamstraße? Ich würd nämlich gerne ein G kaufen. Vielmehr ein G gegen ein Ver eintauschen. Dann wär ich nicht mehr verliebt, sondern würde g-liebt.Schlauberger werden jetzt sagen, was nützt es mir, geliebt zu werden, wenn ich gar nicht mehr verliebt bin. Aber das ist zu kurz gedacht. Weil ich mich natürlich wieder verlieben würde, sobald ich ihr aufs Neue begegne. Tue ich ja auch so jedes Mal. Aber dann würde ich von ihr bereits geliebt werden und „Zack“ – Topf, Deckel, alles klar. Dazu brauche ich dieses blöde G, bzw. für Germanistikstudenten die Luxusausgabe: Das Ge. Der Tausch gegen das ver brächte viele Vorteile. Anstatt das die Situation verfahren ist, ich ihre Gefühle für mich nur verschwommen sehe, und ich mir ständig vorkomme, als ob ich mich verlaufen hätte, wäre ich einfach gefahren, geschwommen und gelaufen. Hätte dabei wahrscheinlich ein paar Kilo abgenommen und wäre viel näher am Ziel. Ich wär nicht verlassen und allein, sondern gelassen und nicht mehr lange allein. Okay, machen wir es anders, dieser Kerl aus der Sesamstraße macht eh zu viel Geschiß um seine Buchstaben. Ich schaffe mir meine eigene win-win-Situation, wie die Haffas in ihren besten Zeiten (als sie noch die Rechte an der Sesamstraße hatten ...). Und die geht so: Ich nehm das ge da weg, wo‘s mich stört, und gib’s dahin, wo ich‘s brauchen kann. Also nichts ist mehr geheim, wir haben nur noch ein friedliches Heim. Dafür überwinde ich es, in ihrer Nähe nicht mehr ganz dicht zu sein, hab statt dessen ein Gedicht. Da stehen Frauen drauf. Guter Deal, oder? Ich laß ihr einfach keine Buchstaben mehr und damit keine Chance: Sie kann sich nicht mehr gegen mich entscheiden und ich radiere alle Gefahren aus. So ein Gen und ein bißchen fahren kann ich ab. Dafür verliere ich die Angst, sie würde mich nur dulden, sowie diesen ewigen inneren Unruhestifter, der mir sagt: „Mach!“ und entscheide mich gemach fürs Gedulden. Oder noch besser. Auf gestern kann ich verzichten, den Tag hab ich verkatert auf dem Sofa verbracht, gering soll ihre Zuwendung auch nicht sein und gemein um Gottes willen ja auch niemand. Übrig bleibt ein Stern, ein Ring und damit ist sie dann mein. Die drei Ge leg ich wieder an. Los werden wollen wir definitiv die Worte nie und halt! Dafür gibt es Genie und Gehalt – win-win sage ich. Mit dem dritten ge machen wir aus schlecht Geschlecht und wenn ich noch eins hätte und vielleicht einen Punkt dazu kaufen könnte, dann ... Mh. Ne, dann sagen wieder alle, mir geht’s nur ums Ficken. Also machen wir dafür aus den Genitalien lieber unser erstes Urlaubsziel Italien, hätten dann allerdings ein N zu viel. Aber, aufgepaßt, die Haffa-Brüder sind mit ihrem EM-TV eh am Ende, also nehm ich mir das e und das m noch dazu, mische es durch, habe ein men. Und außerdem will ich – wie bereits angedeutet – nicht zunehmen, sondern sie für mich einnehmen. Flugs tauschen wir ein mit zu und machen so unterstützt von unserem men das Unmögliche möglich: Aus einsam wird zusammen. Voila.
- Ein bisschen Freiheit 25.05.2012
- Der grosse Arztroman: Neukölln Bipolar II 25.05.2012
- 5:40, Hellhellblau 24.05.2012
- Neukölln Bipolar disorder 23.05.2012
- Text schreiben Gruppe gründen 22.05.2012
Alle Kommentare anzeigen
Wenn, dann müssten wir geschlossen der nächsten Generation das schon so beibringen - aber wer weiß, ob sowas nicht schonmal gemacht wurde - und dann würden wir ja wieder alles falsch machen!
greets, weezl
Würde Dir ja einen lesenswertpunkt geben aber Du bedrohst meine Lesenswertpunkt-Alpha-Weibchen-Postion.
Na gut.
Kriegst ihn trotzdem.
ach ja. und wo bekomm ich jetzt _mein_ g her? *g*
naja dann könnten auch alle Bösewichte dieser Erde.. böse Dinge tun..
außer Bush, der ist zu dumm dafür..
Buchstaben austauschen dürften nur "die guten" *g- mein Vorschlag
Alle Kommentare anzeigen








0
05.11.2002 - 20:27 Uhr
schmetterling