Expedition ins Bierreich: Ein Deutschlandführer
Angestrichen:
„In einem brandneuen Einkaufszentrum aus Glas, Stahl und buntem Kunststoff in Magdeburg musste ich feststellen, dass die Deutschen keine Vorstellung davon haben, wer sie eigentlich sind.“

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kam bloss bisher noch nicht dazu es zu lesen.
19.02.2007 - 20:05 Uhr
der_heilige_bimbam
naja, ich kann das ja gar nicht beurteilen, weil "die deutschen" schliesslich keine ahnung davon haben, wer sie eigentlich sind. was ich allerdings vermute, ist, dass es einigermassen typisch amerikanisch ist, andere völker belehren zu wollen, weil die ja keine ahnung haben.
grüße
Was ist gegen "Amis" einzuwenden? Das ist einfach die gemeinhin komplett wertungsfreie Kurzform von "US-Amerikaner". Wer dagegen in der Slangregion von "Krauts" spielen will, der nennt die Amis nicht "Amis", sondern "Yanks".
Just sayin'.
endlich ein bill bryson für deutsche.
- na, hoffentlich nicht. zumindest nicht, wenn bryson von den englændern (darauf zielt der kommentar wohl ab) auch nur annæhernd so wenig ahnung hat wie von den deutschen, die er so gerne verbal mit scheisse beschmeisst.
Wie jeder der in den Spiegel schaut, sehen manche das Positive, andere das Negative und mancher ist von dem Anblick enttäuscht.
oxy: Sieh es einfach so, die Deutschen gelten als die Amerikaner Europas. Wollen allen Nachbarländern erklären wie man CO2 einspart, Müll sortiert und Umweltpapier druckt. Wollen noch im Amazonas den Regenwald schützen nachdem sie die eigene grüne Lunge komplett gerodet haben. der Vorwurf, "dass es einigermassen typisch amerikanisch ist, andere völker belehren zu wollen, weil die ja keine ahnung haben." greift also einigermaßen kurz.
Da lernt man ganz neue Ecken an der Stadt kennen.
die flotte amipop-schreibe mal weggelassen kommt keine interessant-pointierte beschreibung der deutschen volksseele zustande, sondern ein rali-manifest, wie es in den eckpunkten der BDI-nicht besser hätte formulieren können.
die deutschen werden in diesem buch sowas von abgewatscht, dass ich dem guten herrn hansen wirklich ankreide, wie man sich nur so arrogant-überheblich über ein anderes volk auslassen kann.
im endeffekt werden die deutschen auf feindlichkeit gegenüber neuem, nörgeln und leistungsfeindlichkeit herunterdefiniert und des deutschen patriotismus findet sich laut autor nur im schlechtmachen der anderen.
dabei ist an allem der staat schuld, mal in form der regierung, aber vor allem in form des sozialstaates. die 70er jahre, die alt-68 und der spiegel werden verunglimpft aber am allerschlimmsten sind natürlich die sozialisten, die gewerkschaften und die überregulierung.
die flotte schreibe sorgt dabei dafür, dass das buch trotzdem halbwegs erträglich bleibt, auch wenn man sich am ende wirklich durch die gebetsmühlenartige "deutschland ist nur so schlecht wegen seines (sozial)staates"-thesen quälen muss, da diese irgendwann durch den sehr flachen, überspitzten humor, ähnlich wie bei "stupid white men", nicht mehr überdeckt werden können.
so lässt sich mit viel freudlichkeit dieser autor gerade noch so zu einem michael moore des ralitums emporheben, dessen pointen genauso schnell die luft ausgeht, wie seinem linken gegenüber.
alles in allem keine neuen erkenntnisse über uns aus sicht eines unbeteiligten, sondern nur ein ewig wiedergekautes thema in kurzweilige us-pop-schreibe gehüllt.
...fällt einem hinterher auf, dass der abgeschriebene buchdeckel bei jetzt.de einen völlig falschen eindruck vermittelt und der redakteur das buch faktisch nicht gelesen haben kann und nur einen pressetext abgepinnt hat.
und ja, nach der lektüre dieses buches nennt man sein volk wirklich innig sein eigen, denn vor solch platter kritik möchte sogar ein deutscher unpatriot sein land schützen.








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19.02.2007 - 19:56 Uhr
barcelona88
was jetzt, bmw oder vw. und warum ueberhaupt so abgeschrieben?
das buch an sich klingt interessant und ist auch ganz gut vorgestellt.
was mich noch interessieren wuerde: werden die buecher vor oder nach der besprechung in die sz-mediathek aufgenommen?