performance & inhalt. von zuviel und zuwenig. die empfehlungen des 05.02. mit noplacespecial
Text: uebersicht
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wer schon mal auf poetry-slams war, der weiß, was da so geht. häufig so einiges. und genau deshalb geht man hin. und weil das jeder weiß, trifft man dort auch all jene, die sich seit wochen nicht gemeldet haben und sich folglich auch an diesem tag nicht zu melden brauchen, weil man ja weiß, wo man sie trifft.
umarmung für die lieben, handschlag für die netten, ein flüchtiges hallo für den rest. und in dem ganzen gewusel aus wiedersehen ist zeitmanagement ein nicht unerheblicher faktor. noch zehn minuten, dann geht der slam los, mit der da hinten hab ich noch nicht gequatscht, aber dem da vorn muss ich noch hallo sagen und eigentlich bin ich doch mit der da drüben verabredet.
das gleiche problem haben die menschen auf der bühne. "wie werde ich möglichst allen gerecht?"
texte fließen, rollen werden ausprobiert, die richtige stimmung ist wichtig und pausen sind zu vermeiden. und am ende, wenn alles vorbei ist, war es nicht so gut wie sonst. von allem zuviel und im ganzen zuwenig. das fazit bleibt positiv: nächstes mal wird's besser!
jetzt.de - ein poetry-slam der anderen art
vorweg etwas, das gepusht werden darf. denn hände sind nicht weniger wert als füße. und die wichtigkeit eines runden dingsdas im netz ist mindestens so selbstverständlich wie der solidaritätszuschlag von mindestlohnempfängern. aus dem sportstudio77: Du bist Handball!
wo wir schon bei Identitätsfragen sind. wo kommen wir her, wo gehen wir hin? wird uns das Navi schon sagen. immerhin das einzige, was noch höflich ist und uns geduldig ausfahren lässt. deeli über die neue Herzlichkeit im Sozialstaat.
hin und wieder verfährt die Eman(n)zipation sehr eindeutig, was Gleichberechtigungsschemata betrifft. kruhl mit einem griffigen Beispiel über die Möglichkeit naheliegendes zu vereinen. Frauen, Menschen, Randgruppen
aufregend in seiner ursprünglichen Wortbedeutung kann man solcherlei Sendungen finden, die zwischen den Werbeblöcken in dieser sperrigen Kiste laufen, die zu viel Strom frisst und verblödet. nicht nur, dass da ständig Wiederholungen laufen, jetzt werden auch schon Tote ausgegraben. Tilian über den Begriff einer moderat(or)en Hirnforschung.
unterhaltsamer sind dafür diese Stillleben. zeitgenössische Kunst oder Realsatire? Ob Energieversorger auch in der Simon-Dach-Straße wohnt, bleibt offen. der Mund hoffentlich auch, denn Lachen ist erlaubt.
zu guter letzt ist die uebersicht stets drum bemüht, Diskussionsfortsätze zu entdecken und darauf hinzuweisen. als Antwort auf die letzte Mädchenfrage schrieb Adagiopiano folgenden Erklärungsansatz.
und damit die Frage niemals wiederkehrt, eine Antwort drauf:
nein, ich trete nicht bei Poetry-Slams auf. schreib nur ernst, nicht komisch.
in diesem sinne
spaß ist, was ihr draus macht.
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06.02.2007 - 02:24 Uhr
noplacespecial
wer mich besucht, kriegt kuchen.