Mein Leben, meine Lieder - Ein Text mit Musicalcharakter
Text: Juli_
There's nothing I could say
To make you try to feel ok
And nothing you could do
To stop me feeling the way I do
And if the chance should happen That I never see you again
Just remember that I'll always love you
I'd be a better person
On the other side I'm sure
You'd find a way to help yourself
And find another door
To shrug off minor incidents
And make us both feel proud
I just wish I could be there
To see you through
You always were the one
To make us stand out in a crowd
Though every once upon a while
Your head was in the cloud
There's nothing you could never do
To ever let me down
And remember that I'll always love you
Linda, ein Brief an dich.
Eventuell der letzte. Oder der erste Brief an sie. Im Moment kann ich mich nicht entscheiden, wer meine Muse ist. Du warst es die letzten beiden Jahre. Soll ich dir mal was sagen? Du warst eine scheiß Muse! Doch du warst es und genau der Fakt, dass es jetzt sie sein könnte, die mich schon nach so kurzer Zeit zum Schreiben bringt, verwirrt mich. Dieses Gefühl ist nicht gut. Neue Gefühle für sie bedeuten alte Gefühle für dich aufzugeben. Und jemand anderen lieben hab ich in den letzten Jahren eindeutig verlernt. Nein, es gibt einen Unterschied zwischen verlernen und vergessen. Ich habe höchstens vergessen, wie es ist eine andere zu lieben. Dabei hab ich mich doch danach gesehnt. Du hast mir die verdammte Luft zum Atmen genommen, du beschissener Klammeraffe. Konntest du nicht mal loslassen? Was ist so schwer daran? Mit ihr ist es so anders. Die verbesserte, reifere Form unserer Beziehung.
Manchmal frage ich mich, ob ich je wieder so lieben werde, wie bei dir. Ich habe in diesen Augenblicken Angst. Faszination große Liebe. Die große Liebe läuft nicht irgendwo in dieser Welt umher, sie steckt als Potential in jedem von uns, wir brauchen nur einen Menschen, der sie uns entlockt. Der es schafft, dass wir dieses Potential ausleben und in ihn stecken. Das wurde mir nach dir klar. Du warst so lange mein Schatz. Es tat verflucht weh zu gehen, aber ich musste. Und ich schreibe wieder, also war es das Richtige. Ich schreibe immer noch über dich, also war es das Falsche. Meistens ist es Musik, die mich an dich denken lässt.
An deine perfekten Brüste, deine hingebende und leidenschaftliche Art mich zu lieben. Überall Hände und Zungen. „Armer Hirnhund“, Juli.
Anne, sie ist anders. Das ist so gut mit ihr, so selbstverständlich. Diese unglaubliche Nähe und die absolute Zufriedenheit, wenn ich sie sehe. Mein Herz ersäuft in ihr. Ertrinken ist eigentlich nur ein Überschuss an Wasser, ein passiver Tod. Die Aushebelung meiner intellektuellen Ansprüche. Großartig grotesk. Wunderbar wunderlich.
Jemand der mein Potential reizt? Es lugt schon hervor aus dem Ertrinkenden, wie ein Anker.
Heute nacht lief ich plötzlich alleine
Da wo vier waren nur noch zwei Beine
Trotzdem lief ich und stand
Dann im Wasser im Sand
Gespannt ob die See zu mir her sah
Und ich sah, dass der Strand
Nur das ende vom Land
Und nicht mehr der Anfang vom Meer war
Mein Kompass, mein Anker, mein Ufer
Mein Lotse, mein Leinenlos-Rufer
Und ich sah, dass der Strand
Nur das ende vom Land
Und nicht mehr der Anfang vom Meer war
Mein Kompass, mein Anker, mein Ufer
Mein Lotse, mein Leinenlos-Rufer
Wo bin ich wenn hier nicht mehr hier ist?
Wo bin ich, wenn du nicht mehr bei mir bist?
Jetzt räuspert die Stille sich spürbar
Dein Fleck an der Wand wo die Tür war
Macht mein Zimmer so klein
Du fällst mir nicht mehr ein
Ich durchsuche mich und kann dich nicht finden
Und ich bind mir zum Schein
Deinen Schatten ans Bein
Um für Stunden noch Schonzeit zu schinden
Mein Kompass, mein Anker, mein Ufer
Mein Lotse, mein Land-in-Sicht-Rufer
Wo bin ich wenn hier nicht mehr hier ist?
Wo bin ich, wenn du nicht mehr bei mir bist?
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