Darum sollten engagierten Studenten die Studiengebühren erlassen werden
Ab dem Sommersemester verlangen zum Beispiel Baden-Württemberg, Bayern oder Hamburg 500 Euro im Semester an Studiengebühren. In Österreich gibt es Gebühren schon seit einiger Zeit. Nun kommt von der neuen Regierung in Wien die Idee, Studenten könnten die Gebühren abarbeiten – indem sie soziale Dienste verrichten. Unsere Autorin findet die Idee super, baut sie aus und macht einen Vorschlag für Deutschland
Okay, die Studiengebühren haben wir jetzt. Vor allem im Sommersemester 2007 steigt ein Bundesland nach dem anderen in die Studien-Maut-Erhebung ein. Die Gebühren: tun weh. Sie sind ein Steuerungsinstrument. Die Hochschulen wollen Geld einwerben, um ihre Lehre zu bessern. Wer aber sagt, dass wir mit den Gebühren nicht noch mehr steuern können? In Österreich hat der neue Bundeskanzler Alfred Gusenbauer vorgeschlagen, jedem Studenten die Gebühren zu erlassen, der sich 60 Stunden als Nachhilfelehrer oder auch Hospiz-Mitarbeiter verdingt. Klingt beknackt. Sollte man aber in Deutschland umsetzen – auch, weil es schon im Regelwerk für die deutschen Studiengebühren angedeutet ist. Die Idee: Wer freiwillige Dienste versieht, wer sich in Vereinen engagiert, wer sich sozial engagiert und in einem Land das Rad am Laufen hält, in dem sich der Staat aus mehr und mehr Verpflichtungen zurückzieht, der sollte dafür belohnt werden. Und wie soll das Gehen? So! Studenten bekommen bis zu 300 Euro der gezahlten Semestergebühr zurück, wenn sie einen Wisch vorweisen können, auf dem ein gewisser Stundensatz an sozialer Arbeit verzeichnet ist. Und sie bekommen auch Geld zurück, wenn sie vorweisen können, dass sie zu einem gewissen Stundensatz ehrenamtliche Arbeit als Betreuer oder Leiter in Vereinen oder Verbänden verrichten.
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damit wäre die sinnhaftigkeit der diskussion um studiengebühren kurz und prägnant zusammengefaßt.
http://www.studis-online.de/HoPo/art-463...
"Bereits jetzt werden in Bayern Studiengebühren erhoben, allerdings nur für Langzeitstudenten (mehr als 3 Fachsemester über Regelstudienzeit) und für ein Zweitstudium. Ab dem Sommersemester 2007 werden alle Studenten Studiengebühren entrichten müssen. [...] Diese Spanne reicht an Fachhochschulen von 100 bis 500 Euro pro Semester und an Universitäten sowie Kunst- und Musikhochschulen von 300 bis 500 Euro pro Semester."
http://www.studiengang-verzeichnis.de/st...
So, das wären also 500 Euro pro Semester, 1000 Euro im Jahr und 83 Euro im Monat. Ein ganzer Artikel, weil ihr nicht richtig recherchieren könnt, worst journalism at its best.
Chapeau!
MfG
Der "Ich google meine Info" Commodore
P.s.: Über folgende Themen hätte ich gerne in Zukunft schlecht recherchierte Artikel:
- Bürgergeld
- Werbeagenturen
- Prekäre Arbeitsverhältnisse von Studenten
ich erhalte hier ein stipendium in hoehe von ein paar tausend dollar. im gegenzug muss ich 25 stunden community service ableisten. das kann alles moegliche sein, ich z.b. hab deutschland als austauschland an meiner uni beworben, das zaehlte auch als community service. alternativ haette ich natuerlich auch feuerwehrautos schrubben koennen.
der einzige haken an der idee insgesamt: viele haben eh schon schwierigkeiten, sich ein studium zu leisten/zu finanzieren. die arbeiten nebenher, um fuer buecher, miete, nahrung blabla aufzukommen. wenn jetzt noch studiengebuehren obendrauf kommen, die man aber via dem deutschen pendant des community services zumindest teilweise loswird, dann geht das reine ausser-uni-arbeitspensum etwas arg hoch. ich bin mir nicht sicher, ob denen, die wirklich auf senkung der gebuehren angewiesen sind, letztendlich damit ein dienst erwiesen wird.
ich persoenlich zaehle ja immer noch auf die allgemeine faulheit der mehrheit. wenn ich mir meine exmitstudenten aus dtland anschaue... da haette sich fuer paar hundert euro kaum einer fuer den sozialen dienst krumm gemacht.
585 euro pro semester; studentenwerksbeitrag und verwaltungsgebühren bleiben ja erhalten.
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23.01.2007 - 19:19 Uhr
jurette