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Technik

| 09.01.2007 19:00  

Web-Verstehen: Zehn Dinge, die du über Social Shopping wissen musst

Ob bei der neuen Suchmaschine Wikiasaria oder bei anderen Projekten, die als Zukunft des Netzes besprochen werden: der Nutzer steht im Mittelpunkt. So auch beim so genannten Social Shopping. Was ist das? Warum ist die "Weisheit von Vielen" gerade beim Einkaufen gut? Warum sollte dich das interessieren? Die zehn wichtigsten Fragen zum Social Shopping.
1. Worum geht’s?
Social Shopping ist Einkaufen mit der Hilfe anderer. Bei der gleichnamigen deutschen Social-Shopping Webseite werden sie Dealjäger genannt: Menschen also, die anderen einen Tipp geben für ein günstiges Angebot, für ein besonders gutes Produkt oder die einfach nur auf eine besondere Aktion in einem Geschäft um die Ecke hinweisen.

2. Was ist daran neu? Das mache ich doch mit meinen Freunden schon seit Jahren.
Genau, Einkaufs-Empfehlungen sind nicht neu. Die Tatsache, dass immer mehr Webseiten das Verfahren online anbieten, hingegen schon. Und dadurch entwickelt sich natürlich eine neue Dynamik. Bevor es ebay gab, hat man alten Kram auf dem Flomarkt verkauft. Durch das Online-Auktionshaus steigern jetzt auch Menschen um einen rostigen Schlitten oder gebrauchte Schlittschuhe, die niemals auf einen Flomarkt gehen würden.



Einkaufen alt: Shopping mit Tüten in der Innenstadt. (Foto: ddp)

3. Wird Social Shopping ebay bedrohen?
Nicht bedrohen, aber sicher ergänzen. „Wer noch gar nicht so genau weiß, was er eigentlich sucht,“ erklärt Daniel Grözinger, einer der Gründer von dealjaeger.de, „kann bei uns einfach rumstöbern und findet immer einen guten Preis.“ Außerdem unterscheiden sich Angebote wie Daniels Webseite von ebay dadurch, dass man alle Produkte sofort kaufen kann – und zwar entweder auf einer Webseite oder in einem wirklichen Geschäft. Dealjaeger vermittelt nur und verkauft nicht.

4. Das klingt nach einer Preissuchmaschine.
Nicht ganz. Bei Angeboten wie billiger.de oder preisvergleich.de muss man vorher wissen, welche Produkte man vergleichen will. Außerdem findet man dort nur Angebote von großen kommerziellen Anbietern. Bei Webseiten, die auf die so genannte Weisheit der Vielen setzen, werden auch Angebote von kleinen, privaten Anbietern aufgelistet.

5. Weisheit der Vielen?
So heißt ein Buch des amerikanischen Autors James Surowiecki (kommt im Juli als Taschenbuch), das als Bibel derjenigen gilt, die auf so genannte kollaborative Webseiten setzen. Auf Angebote also, die aus dem Wissen Vieler Nutzen für den Einzelnen ziehen.



Einkaufen neu: Social Shopping genannt, zum Beispiel bei Dealjäger.

6. Welche Seiten sind das?
Das bekannteste Beispiel ist natürlich Wikipedia. Aber auch kleine Anwendungen zählen dazu. Bei der Einkaufsplattform SZ-Mediathek werden Nutzern, die nach Surowieckis Buch suchen, Bücher empfohlen, die andere Einkäufer ebenfalls erworben haben.

7. Gibt’s noch mehr Beispiele?
Die Lesenswert-Punkte bei jetzt.de funktionieren sehr ähnlich. Du hast einen Text auf jetzt.de gelesen, gibst ihm einen Lesenswert-Punkt und zeigst anderen Nutzern: dieser Text ist gut, schau ihn dir an.

8. Gut, aber das ist doch nicht neu. Warum wird da jetzt so ein Aufhebens gemacht?
Immer mehr Angebote setzen auf diese Weisheit der Vielen, die Idee setzt sich immer weiter durch. Doch Dealjäger-Erfinder Daniel Grözinger warnt: „Bei manchen Fragen hilft die Klugheit der Massen sicher nicht weiter, da braucht man eine Expertenmeinung oder die Einschätzung von jemandem, der sich schon länger mit dem Thema auskennt.“

9. Gerade beim Einkaufen braucht man doch eine solche Fachberatung.
Sicher, aber Daniel bezieht sich mit seiner Einschätzung eher auf Nachrichten und politische Einschätzungen. Hier rät er, eher auf die Meinung von Experten zu setzen, die bereits Erfahrung in einem Themengebiet haben. Und was das Einkaufen angeht: Für die meisten entscheidet da nur ein Fachwissen, bei dem es um den niedrigsten Preis geht.

10. Welche anderen (Social) Shopping Seiten gibt es außer dealjaeger.de im deutschsprachigen Internet?
Hier eine Übersicht über einige neue interessante Einkaufsportale:
- yieeha!
- schutzgeld.de
- A better tomorrow
- sozeug.net

Mehr zum Thema auf jetzt.de:
- Die Übersicht über die Vordenker des Internets von morgen vor
- Die zehn wichtigsten Fragen zum neuen Suchmaschinen-Projekt Wikiasaria


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evola 09.01.2007 | 19:13
"Social shopping ist Einkaufen mit der Hilfe Anderer"

Sind Anglizismen nicht letztlich Faschismen ? Denn solche für die breite Masse unverständlichen Begriffe zu verwenden bedeutet, diese deutschsprachigen Landsleute vor den Kopf zu stoßen und letztlich in ihrer Würde herabzusetzen. Genug davon!

Kann man nicht besser sagen: "unterstützter Einkauf" oder : "beratende Einkaufshilfe" ? Man sollte es schon erst einmal in der eigenen Sprache versuchen, sonst können wir irgendwann nichts mehr in ihr ausdrücken.

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evola 09.01.2007 | 19:17
Ansonsten ist diese Neuheit ja begrüßenswert....

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suey 09.01.2007 | 20:03
die weisheit von vielen kann man ja jeden tag hier bei yahooclever nachlesen.
nee danke. da such ich lieber allein weiter ...

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evola 09.01.2007 | 20:59
@suey,

grundsätzlich richtig, aber wenn jemand nun mal hilflos ist ?

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kikuju 09.01.2007 | 22:26
evola, auf landsleute wie dich können die meisten wohl ziemlich gut verzichten.

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evola 09.01.2007 | 22:46
@kikuju:

Wenn sie meinen...akzeptiert

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jurette 09.01.2007 | 23:01
Was verstehst Du unter faschismen?

Können Fremdwörter faschistisch sein?

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evola 09.01.2007 | 23:25
@jurette:

Natürlich kann das Verwenden von Anglizismen zB. "faschistisch" sein, wenn man unter Nazismus/Faschismus das Herabwürdigen und das Absprechen der Menschenwürde versteht. Lt. UNO - Deklaration ist die eigene Sprache ein Menschenrecht, damit ist A l l e s gesagt...

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kulturgut 10.01.2007 | 01:01
evola: Genau das meinte ich damit als ich hier mehrfach gewarnt habe, den unscharfen Begriff "Würde" in juristischen Texten zu verwenden, denn der ist gerade für Befürworter eines totalitären Regimens wie Dich dehnbar wie ein Kaugummi. Nein, noch dehnbarer.

Sprache ist zunächst mal eine individuelle Sache. Nur für die Verständigung mit ihm selbst ist es natürlich sinnvoll, dass ein Staat einen bestimmten Sprachcode vorgibt. Ansonsten sollte er sich aus der Nutzung und Entwicklung von Sprache komplett raushalten. Das ist Privatsache.

Und jetzt.de kann auch in einem mongolischen Dialekt erscheinen, das wäre kein Problem - außer eben insofern, dass die Redaktion nicht mehr bzw noch weniger verstanden würde.

Die Bedeutung zumindest der von DvG verwandten Vokabeln erschließt sich einem modernen Menschen jedoch ohne größere Mühen. Und zwar ganz egal, welcher Generation er angehört, jedenfalls wenn er ein Mindestmaß an Bildung erfahren hat.

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