Rührt euch endlich!
Warum wir Jungs wieder ans Gewehr sollen
Wir waren 13 Jungs, ein Jahr vor dem Abi, und alles war klar – Führerschein machen, die Entschuldigen nur noch selbst schreiben, sich von den Deppen unter den Lehrern nur noch mit „Sie“ anreden lassen, endlich erwachsen sein. Und natürlich, auch das war selbstverständlich: zur Musterung gehen, alles lächerlich machen und dem gequält guckenden Typen vom psychologischen Dienst auf die Frage, welche Truppengattung einen denn interessieren würde, rotzig antworten: „Ich verweiger´ sowieso.“ War alles klar.
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(Also zahlen anstatt Soldaten zu schicken. Dieses Modell wurde 1990 im Golf Krieg erfolgreich angewendet.)
Wieso drängeln sich die Politiker/Bundeswehr vor? Wer will schon freiwillig in einen Krieg? Außer Politikern? Aber die müssen ja nicht hin, die sitzen im Trockenen bzw. in Sicherheit.
Wenn Soldaten in Konfliktregionen sind führt dies doch nur zu Problemen, weil entweder kommen manche/viele (je nach Situation) in Särgen zurück (und das führt zu innenpolitischen Problemen).
Oder die Soldaten erschießen Leute dort und damit macht man sich außenpolitisch unbeliebt (wie. z.B. die Amis).
Folge dessen ist, dass sich z.B. die Visakosten für Reisende erhöhen (Amis und Briten müssen in der Regel mehr für ihr Visum bezahlen als Deutsche, v.a. im Nahen Osten, bzw. es ist ihnen fast unmöglich in bestimmte Länder zu reisen, wie z.B. den Iran) oder deutsche Exporte werden erschwert, was der Wirtschaft auch nicht hilft.
Scheckbuchdiplomatie (die Geschichte, sorry) ist dahingegen ideal, denn da gibt es weder tote Soldaten noch machen sich diese im Ausland unbeliebt. Und dass man seinen Verpflichtungen dadurch nachkommt, die Rechnung der Amerikaner zu bezahlen, honorieren zwar diese aber es geht an denen, die unter diesen Militäreinsätzen leiden müssen glücklicherweise vorbei.
das is total sinnlos! bist du dagegen, dass andere dagegen sind oder was? das gibt keinen sinn!
der erste teil deines artikels stimmt schon, aber war es denn echt so, dass wir alle verweigert haben, weil "man" das halt so gemacht hat?
also ich nicht! und andere die ich kenne auch nicht!
Genau an dieser Stelle kommt die wirklich bedeutende Frage auf. Was machen die denn da unten? Die Bundeswehr ist im Grundgesetz als reine Verteidigungsarmee verankert und Auslandseinsätze waren von vornherein ausgeschlossen. Darüber spricht heute niemand mehr.
Wenn man Soldaten in den Krieg schickt, dann ist die Wahrscheinlichkeit enorm hoch, dass Hohlköpfe dabei sind die auf unheimlich witzige Ideen kommen. Wer ist denn bitteschön schon so bescheuert, und meldet sich für so einen Einsatz? Ich kenne Leute die in Bosnien und in Afganistan waren. Das sind ausschließlich Jungs deren geistiger Horizont deutlich unter dem liegt, was man als inteligent bezeichnen könnte. Noch nicht einmal die mögliche Tragweite der Entscheidung für sich selber war ihnen bewusst. Ob mans glaubt oder nicht, viele haben als Hauptgrund angegeben, dass man einen Haufen Kohle dafür bekommt!
Kurzum, wer vermeiden will, dass in Zukunft Dinge passieren die nicht nur ein schlechtes Bild auf die Bundeswehr, sondern auf ganz Deutschland werfen, der sollte sich für die Abschaffung der Truppe einsetzen. Für den Katastrophenschutz gibts das THW und die Feuerwehren, zur Grenzsicherung gibts den BGS und für die Flugraumüberwachung, protokollarische Empfänge und Eirichtungen wie Bundeswehrkrankenhäuser oder Universitäten, brauchen wir keine Wehrdienstleistenden, sondern eine kleine Berufsarmee. Das geht aber leider nicht, weil sich Politiker von Waffenlobbyisten schmieren lassen und keiner den Verlust von Wählerstimmen in Kauf nehemn will, wenn Kasernen aufgelöst werden.
weiß ich sind auch nicht mehr Grundwehrdienstleistende (GWDL), sondern Freiwillig Wehrdiensleistende (FWDL),,,
17.11.2006 - 20:09 Uhr
hin
zu: "[...] weil die Bundeswehr den Großteil ihres Nachwuchses aus den unteren Gesellschaftsschichten rekrutiert."
nur: "[...] die ja gerade davon lebt, dass sie je nach Einzelfall über 9 bis 22 Monate (als FWDler) über einen Abiturienten oder einen Realschüler mit abgeschlossener Berufsausbildung im Mannschaftsdienst verfügen kann. Aus diesem Klientel rekrutiert sich übrigens auch ein großer Teil des Führungsnachwuchses." (jotaro)
Außerdem kenne ich einige "Jungs" die wahrlich nicht blöde sind (im Gegenteil) und sich dennoch, oder vielleicht gerade deswegen gemeldet haben!
Ist halt jedem seine Sache, aber ich lass mich nicht blöd anmachen, weil ich nicht irgendeinen Gewissensgrund vortäusche.
Für mich ist das nichts, so gerne ich mal einen Panzer gefahren wäre. Aber man kann nicht alles haben. Deswegen, wer sich dem gewachsen fühlt und das auf sich nehmen will, viel Spaß dabei.
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17.11.2006 - 18:40 Uhr
Jotaro
"Haben nicht schon, so lange es die Armee als solche gibt, eher die sozial Schwachen die Waffe in die Hand genommen und nur vereinzelt ein paar wenige gestandenere Charaktere eine Offizierslaufbahn eingeschlagen?"
Das mag ja für die unteren Dienstgrade einer Berufsarmee gelten (siehe US and A), aber nicht für eine Wehrpflichtarmee wie die Bundeswehr, die ja gerade davon lebt, dass sie je nach Einzelfall über 9 bis 22 Monate (als FWDler) über einen Abiturienten oder einen Realschüler mit abgeschlossener Berufsausbildung im Mannschaftsdienst verfügen kann. Aus diesem Klientel rekrutiert sich übrigens auch ein großer Teil des Führungsnachwuchses.
Grüße,
J.