30.10.2006 - 19:00 Uhr

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AIDS: Eine Verschwörung der Pharma-Industrie? Der große Report

Text: kathrin-hagemann

Hartnäckig behaupten verschiedene Wissenschaftler, Aids sei nichts als eine groß angelegte Verschwörung der Pharma-Industrie und ruhmsüchtiger Ärzte. In Wahrheit gebe es keinen Beweis, dass das HI-Virus für die Krankheit Aids verantwortlich sei. Die Geschichte einer Schwindel erregenden Debatte zwischen legitimem Zweifel und ideologischer Verbohrtheit - erzählt im Online-Magazin "daheim" (Link am Ende des Textes) und auf jetzt.de.

„Analsex ist gegen die Natur“ Aus den alternativen Erklärungen der Krankheit Aids lassen sich nämlich durchaus weltanschauliche Aspekte herauslesen. Die Perth Group gibt die Überreizung von Darmzellen durch den Kontakt mit fremdem Sperma beim Analverkehr als eine Ursache für die Immunschwächung an. Die Darmschleimhäute seien anders als Vaginalschleimhäute nicht für diesen chemischen Kontakt konzipiert. Die Kurzfassung dieser Argumentation lautet: „Analsex ist gegen die Natur“ – eine Abwandlung wäre: „Sünder sind selbst schuld“. Die Website „Aids-Info“ wirbt in einem Atemzug mit der Aids-Kritik für „sanfte Methoden alternativer Heilweisen“. Legitimer Zweifel an Mehrheitsmeinungen – denn es ist davon auszugehen, dass der Mensch die Mehrzahl der natürlichen und sozialen Phänomene noch nicht in ihrer ganzen Komplexität durchschaut hat – mischt sich also hier wie in vielen so genannten Verschwörungstheorien mit der Aussendung von eigenen nicht hinterfragbaren „Wahrheiten“. Dem angesichts so vieler widerstreitender Wahrheiten ratlosen Individuum sei jedenfalls empfohlen, bis zur endgültigen Klärung der Verhältnisse beim Analsex ein Kondom zu benutzen, um nach beiden Theorien auf der sicheren Seite zu sein. Oder aber – einfach die nächste Wahrheit abzuwarten. +++
Den Text entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung der aktuellen Ausgabe des Online-Magazins daheim, die sich mit dem Thema "Verschwörung" befasst. "daheim" versteht sich als "unabhängiges Online-Magazin. Jede Ausgabe widmet sich einem Thema und beleuchtet dieses aus verschiedenen Perspektiven. Das Magazin möchte Denkanstöße geben und sich dabei die Zeit nehmen, aktuellen Debatten und Fragestellungen auf den Grund zu gehen." Ein Porträt des Daheim-Magazins erschien auf bereits auf jetzt.de.
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