you i love
Ich fixiere das Rauchen verboten Schild während ich mir eine Zigarette anzünde. Fliegen in der Nacht ist wie ein langer Tunnel. Die Frau neben mir erinnert mich an meine letzte Freundin. Meine aller letzte. Inga. Ihre Wohnung war pink und ihre Lippen auch. Seltsam ist es, manchmal vermisse ich sie wenn ich meine Klamotten zusammen suche und noch vor Morgengrauen aus seiner Wohnung verschwinde. Jakob rief mich an und sagte ich solle kommen. Seitdem er ein Dj ist ruft er nur noch in der Nacht an und bellt Befehle. Komm nach München, heute noch. Ich denke nicht viel und stieg in ein Taxi. Dj Beathoven, ich lächle und drücke die Zigarette in den kleinen Pappbecher aus dem ich vor einer Minute noch getrunken habe. „Glauben sie an Schicksal?“ fragt mich die Frau neben mir die wie meine Ex Freundin Inga aussieht. „Nein, da ist nicht so ein Ding.“ „Und an die Liebe?“ „Aber natürlich.“ Im Spiegel sehe ich, dass mir das Neonlicht der Flughalle nicht bekommt. Jakob steht in einer Jacke am Gate, die ihn aus der Entfernung tschechisch aussehen lässt. Ich muss daran denken, dass ich in Peking einmal ein Milan Kundera Buch geschenkt bekam. An einer Haltestelle in Peking bekam ich, von einem Inder den ich kaum drei Tage kannte, ein ins Englische übersetztes Buch eines Tschechen geschenkt, der auf französisch schrieb. Ich glaube an Zufall. Daran muss ich denken als ich auf Jakob zulaufe. Und daran, dass auf die Innenseite des Covers mit Bleistift geschrieben stand: you i love. Auf meinem Heimflug radierte ich es weg. Ich glaube nicht, dass wir in dieser Nacht noch nach Hause fahren werden. Auf diese Bar wird eine andere folgen. Hier, ist ein Geburtstag. Ich habe einen Stempel auf der Hand weil der Typ der Geburtstag hat mich für Martin hält. Der Stempel ist dazu da Bier für lau zu bekommen und ich trinke sogar mehr als Jakob. Die Musik ist so laut, dass wir uns nur Blicke zu werfen und uns über die Tanzfläche winken. „Ich schwöre dir, ich bin nicht Martin.“ Sage ich zum 7 Mal und es wird mir immer noch nicht geglaubt. Ich will gehen. „Ich kann nicht bis zum Morgen bei ihm bleiben. Ich weiß nicht warum, es geht nicht. Denn, du weißt, irgendwann müsste ich dann sagen: Sie an jetzt hast du mein Herz gerissen.“ „Ich habe nicht vergessen wie wir und das eine Mal geküsst haben.“ „Ich weiß, dieser Kuss ist einer der Dinge die auch ich selten vergesse. Ein schöner Zufall war das. Der Richtige Ort, betrunken genug und das hier ist das erste Mal das wir darüber reden. Wir sind eben so, wir schließen einen Packt und halten uns daran.“ „Hast du dich je gefragt was gewesen wäre wenn wir darüber gesprochen hätten?“ „Vielleicht, es hätte gut werden können. Oder auch nicht, ein Zufall eben.“ „Es tut mir leid.“ „Ich weiß.“ Wieder ist es Nacht und ich habe lange nicht geschlafen. Ich vermisse ihn und nehme eine Valium um keine Angst davor zu haben. Nachts fliegen ist wie ein Tunnel. Eine Zeitzone, nichts geht verloren. Ich kann mich nicht mehr an sein Gesicht erinnern, aber in ein paar Augenblicken bin ich am Rand der Nacht.
- Captain + 10 & mich. 18.09.2008
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- 1234, 125, 789 21.09.2006
Aber letztlich ist Fliegen reine Zeitverschwendung und es tut mir leid das du es musst um deine Freunde zu besuchen.
Bei dir Lohnt es sich den Text zwei mal zu lesen.








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15.09.2006 - 09:48 Uhr
jane_lane