13.09.2006 - 19:00 Uhr

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Games Academy: Mit Spielen Geld verdienen

Text: tina-pickert

Sie haben „Guitar Hero“, „World of Warcraft“ und “Counterstrike” gemacht. Die Helden der Computerbranche sind die unzähligen Programmierer, Producer und Designer. In der Games Academy in Berlin kann aus dir auch einer dieser Helden werden.

Felix Wittkopf, 30 Jahre, Ausbildungsberater der Games Academy erklärt, warum sich dieses Studium lohnt.

Was ist die Games Academy? Wir sind die einzige Spezialschule für Spielentwicklung in Europa. Bei uns kann man in vier Studiengängen seinen ganzen Fokus auf Computerspiele lenken.
Lehr- und Spielmaterial: Screenshot aus einem an der Games Academy entwickelten Spiel, Fotos: Games Academy Welche Studiengänge sind das? Da gibt es den „Games Artist“, der die Animationen macht. Dabei werden am Anfang des Studiums klassisches Zeichnen und modellieren mit Ton gelehrt. Die Studienrichtung „Games Producer“ haben wir zum ersten Mal ab Oktober im Programm. Er ist auf Wunsch der Industrie entstanden und stellt ein Bindeglied zwischen Publisher und Entwickler dar. Er geht etwas in die Richtung BWL. Über den Studiengang „Games Designer“ stolpern viele Interessenten, denn sie denken es wäre Grafikdesign, dabei bekommt man in dem Studiengang Contentdesign vermittelt. Man lernt praktisch, wie ein Film-Regisseur seine Visionen mitzuteilen, die andere dann umsetzten. Der „3D-Programmierer“ ist der Motor des Spiels, er fügt alles zusammen. Wie viele Studenten haben Sie? Zur Zeit sind es etwa 80, aber im Oktober starten neue Kurse und dann haben wir wahrscheinlich 100 Studenten. Die Anmeldung für „Games Artist“ und „Games Designer“ laufen noch, also man kann sich noch bewerben. Wie viel kostet die Ausbildung? „Games Designer“ wir man in einem Jahr. Man zahlt dafür 890 Euro im Monat. Die anderen Studiengänge sind auf zwei Jahre und jeweils 760 Euro monatliche Gebühr, angelegt. Das ist viel Geld. Lohnt sich das? Ja, definitiv. Wir haben eine Vermittlungsquote von 70% direkt nach dem Studium. Die ganze Branche steht noch in den Kinderschuhen. Aber sie macht trotzdem jetzt schon mehr Umsätze, als die Filmindustrie. Das liegt daran, dass die Zielgruppe immer größer wird. Jedes Kind, das ein Handy hat, spielt auch. Das Einstiegsalter bei Computerspielen sinkt immer weiter. Auch die Älteren spielen heute häufiger als früher. Viele von ihnen haben mal mit einem C64 angefangen und spielen immer noch manchmal zur Entspannung. Sollte man vor dem Studium eine Ausbildung machen? Wenn jemand Talent besitzt, ist das nicht nötig. Aber verkehrt ist es auch nicht, sich schon vorher wichtige Fähigkeiten anzueignen. Viele ehemalige Informatikstudenten kommen zu uns, deren Vorbildung ist natürlich sehr gut. Welchen Abschluss bekommen die Studenten? Wir sind eine staatlich anerkannte Schule. Unsere Studenten sind Bafög-berechtigt. Sie bekommen zum Abschluss ein staatlich anerkanntes Zertifikat. Aber kein Diplom, Magister, Bachelor oder Master. Wir dürfen keinen solchen Abschluss verleihen, denn da wir sind unserer Zeit voraus sind, können die zuständigen Gremien nicht einschätzen, was wir tun. Mehr über Ausbildung: > games-academy.de Mehr über Games auf jetzt.de: > ein Porträt von Christoph Klimmt, der einer der ersten deutschen Computerspiel-Forscher ist. > ein Interview mit Javkhlan Tahery Boeini, der als Javman für Hertha BSC kickt - virtuell. > eine Übersicht über die Games-Convention 2006 in Leipzig > ein historischer Abriss über die Geschichte des Spiels Pong. > ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Wilfried Kaminsiki, der sagt: Videospile sind das Leitmedium der Gegenwart > eine Übersicht über die wichtigsten Fakten zum Konsolenkrieg. > ein Interview mit David DeMartini, der für ElectronicArts den Filmklassiker "Der Pate" zu einem Videospiel machte. > ein Fall für Zwei über die Rückkehr der Videospiel-Ikone Lara Croft > ein Interview mit dem E-Games-Moderator Alexander Albrecht, dem Marcel Reif des CPU.


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8 Kommentare

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haytrim
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 21:16 Uhr
haytrim

Wahrscheinlich die Einzige gute Möglichkeit in Deutsche Programmierentwickler teams zu kommen (wie Crytek,Sunflowers)

Aber die Schattenseiten eines Spielentwicklers sieht natürlich keiner, ich glaube (aus Erfahrung) dass es keinen Job gibt der mehr Überstunden machen MUSS.

barthes
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 22:52 Uhr
barthes

interessantes thema-schlechtes interview.

YaBasta
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Mag ich Mag ich nicht

0

14.09.2006 - 09:59 Uhr
YaBasta

1.Kann mich Barthes und Haytrim nur anschließen. Maloche ohne Ende 50/60 Stunden die Woche sind keine Seltenheit sondern eher die Regel und das für super wenig Geld und vielleicht sogar noch als Praktikant.
2.Und Umsatz ist nicht gleich Gewinn....wo geht der Gewinn denh hin?
3.Die Spieleentwickler werden von den Publishern geknebelt. Und weil die sich vor den finanziellen Risiken einer Spieleproduktion regelmäßig in die Hose machen, gibt es seit Jahren nur noch schwachsinnige Egoshooter. Technologisch ist alles immer hui, inhaltlich befinden wir uns im Mittelalter.

CommodoreSchmidtlepp
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Mag ich Mag ich nicht

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14.09.2006 - 11:18 Uhr
CommodoreSchmidtlepp

"denn da wir sind unserer Zeit voraus sind, können die zuständigen Gremien nicht einschätzen, was wir tun."

Haha, also so viel Geld bezahlen und dann ein Fantasiezeugnis in der Hand haben? Eins muss man dem Mann lassen, gut schwätzen kann er.
In Berlin hängen in der U-Bahn cirka 50 verschiedene Werbungen für diverse "Akademien", die Games Akademie ist auch darunter.
Da kann man von Design über Mediengestaltung auf zig Schulen alles mögliche lernen. Und meistens ist es nur abzocke, der Unterricht ist ein Witz und die Leute in der Branche lachen sich über die Abgänger solcher Schulen kaputt. Kann natürlich sein das es bei der Games-Akademie anders ist, aber ich denke nicht.
Es ist nun mal so das jeder Horst ne GmbH gründen kann, sich dann "Akademie" auf sein Firmengebäude draufschreibt, beliebt ist auch "Medienakademie" und dann werden Leute die "irgendwas mit Medien oder Computer" machen wollen über den Tisch gezogen.

Und dann dieses unqualifizierte Interview, tss...

MfG

Der Commodore

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Mag ich Mag ich nicht

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14.09.2006 - 11:22 Uhr
CommodoreSchmidtlepp

Des weiteren ist die Bezeichnung "Student" irreführend.
Ein Student strebt auf einen akademischen Grad zu, den es ja auf dieser Schule nicht gibt. Richtiger wäre als "Schüler" oder "Kursteilnehmer".
Durch die Bezeichnung "Student" wird eine Wissenschaftlichkeit geschaffen, die es dort gar nicht gibt.

joni
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Mag ich Mag ich nicht

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14.09.2006 - 17:47 Uhr
joni

nuja wenn das mit den 70% vermittlungsquote stimmt, dann kanns so eine abzocke nicht sein...

YaBasta
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Mag ich Mag ich nicht

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18.09.2006 - 11:30 Uhr
YaBasta

Ich würde das nicht als Abzocke bezeichnen, auch wenn die monatlichen Gebühren happig erscheinen und sich das leider nicht jeder leisten kann. Ausbildung ist nun mal nich billich. Da die GA eine private Einrichtung ist, muß das Geld ja irgendwo herkommen.
Jedoch gibt es mittlerweile auch in Deutschland Möglichkeiten an richtigen Unis in diese Richtung zu gehen. Und in Zukunft werden es sicher noch mehr! Darum: Auf jeden Fall ein Studium in Erwägung ziehen, wenn die Eignung zu einem solchen vorhanden ist. Das Lernen geht hier sicherlich noch ein ganz großes Stück tiefer. Die Ausbildung an der GA ist deshalb nicht mit einem Studium vergleichbar, auch wenn diese auf hohem handwerklichem Niveau ist. Da ich schon mehrfach vor Ort war, denke ich, daß es richtig ist, daß die angebotenen Abschlüsse nicht einem BA oder MA gleichgesetzt werden können. Student als Begriff finde ich auch too much und irreführend (marketing), "Schüler" ist also richtig, klingt aber nicht so gut.

Alternative wäre eine Berufsausbildung als Mediendesigner mit Spezialisierung auf Game, wobei ich die Ausbildung bei Games Acadamy demgegenüber umfangreicher einschätze, sozusagen Elitehandwerkerausbildung. Außerdem hat die GA tatsächlich gute Beziehungen zur Industrie und die Chancen einen Job zu bekommen sind groß. Jedenfalls lacht sich die Branche über die Abgänger der Games Academy nicht kaputt!

Rolli84
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Mag ich Mag ich nicht

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01.09.2007 - 12:51 Uhr
Rolli84

Dazu kommt noch, daß die Abgänger der "GA" ein übersteigertes Ego haben (wie einige andere aus der Medienbranche leider auch)...

...bleibt auf dem Teppich Jungs!


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tina-pickert offline

tina-pickert

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