12.09.2006 - 19:00 Uhr

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Die Fernbeziehungskolumne. Heute: It´s hard to become a Strohwitwer

Text: moritz-baumstieger

Wie Moritz erstmal alles erklärt, Kathrin in Kufstein einen Rekord bricht und bei einem Britpop-DJ einzieht, Moritz danach verputzen lernt, den Aschenbecher kaputt macht, sich beim Telefonieren verletzt und sie beide insgesamt viel zu wenig weinen.


Erstmal: Was los ist

Es soll ja Leute geben, die das mögen. Kai zum Beispiel. Seit dem Abi bis vor kurzem: Immer Fernbeziehungen. Denn: „Da kannste während der Woche Saufen gehen, an jedem zweiten Wochenende haste aber deine Freundin.“ Oder – ganz ein anderer Fall und ebenfalls bis vor kurzem – Thomas: Hat so eine Art Fernbeziehung geführt, obwohl seine Freundin in derselben Stadt wohnte. Immerhin am anderen Ende der Stadt, was aber Grund genug war, sich auf Stelldicheins am Wochenende zu verlegen. Ich hingegen: Bin nach drei Monaten bei meiner Freundin eingezogen. Auch, weil ich auf das elterliche Reihenhaus im Vorort keine Lust mehr hatte. Acht Monate später bin ich dann mit Kathrin nach Köln gezogen. Da leben wir jetzt. Richtiger: Da lebten wir bis jetzt. Denn Kathrin zieht weg. Zum Studieren nach Kufstein, zu den Österreichern. Und ich, ich bleibe in Köln, fertig studieren. Also dürfen wir jetzt bei dem große Experiment mitmachen, das so viele in unserer Generation bestreiten: Der berufbedingten Fernbeziehung, in unserem Fall sogar grenzüberschreitend.

Alpenpanorama in Kufstein? Nein, Fototapete und Kathrin in der alten Küche.

Was ist zu tun?

Als erstes: Kathrin eine Wohnung in Kufstein suchen. Das geht bei dem überschaubaren Kufsteiner Mietmarkt schnell. Der Mietvertrag wird rekordverdächtige zweieinhalb Stunden nach der ersten Ankunft in Kufstein unterschrieben. Der Mitbewohner der direkt am Inn in einem Postkartenmotiv-Häuschen gelegenen Wohnung ist zwar zurzeit in den Semesterferien, durch eine kurzen Internetrecherche lässt sich aber herausfinden, dass dieser Dominic a) Liebesgedichte schreibt b) gerne Wodka Bull trinkt und rote Gauloises raucht c) in Bad Tölz als Britpop-DJ aktiv ist. Klingt ja ganz nett. Der zweite Schritt: Eine neue Wohnung für mich finden. Damit ich nicht einsam in unserer ehemaligen Pärchen-Wohnung stehend, profane Lichtschalter streichele. Und dabei vor mich hin sage: „Hier hat sie stets das Licht angeknipst, meine Kathrin… Ach wär sie doch bei mir, und könnt` mit ihren samtenen Händen mich und den Lichtschalter berühren.“ Ein kurzer Blick in den Mietvertrag vertrieb dann sowieso sämtliche sentimentalen Zweifel und brachte stattdessen die Gewissheit, bei der rosarot-bebrillten Ankunft in Köln dem übelsten Miethai von NRW aufgesessen zu sein. Neue Wohnung gefunden, und schon fängt sie an:

Die letzte Woche zusammen in Köln

Eigentlich habe ich mir die letzte Woche zusammen in Köln so vorgestellt: Montag: Gemeinsame Lieblingslieder hören, zusammen weinen Dienstag: Für uns besondere Plätze besuchen, zusammen weinen Mittwoch: Fotoalben anschauen, zusammen weinen Donnerstag:Ein bisschen zanken, wem welche Sachen gehören, zusammen weinen Freitag: Zukunftspläne machen, zusammen weinen. Samstag, Sonntag: An besonderen Orten Fotoalben anschauen, weinend Zukunftspläne machen und um Sachen zanken.

Zum Weinen sind wir nur ein einziges Mal gekommen. Tatsächlich war es auch gar keine gemeinsame letzte Woche, denn in Wirklichkeit sah es so aus:

Umzugshelfer

Montag: Noch nichts gepackt! Alles schnell in Kisten schmeißen. Folge: Lieblingsaschenbecher kaputt. Abends: Überraschungen hinter dem Wandbehang entdecken: Ein Freund hat beim Einzug feine Obszönitäten an die Wand gepinselt. Beim Versuch, die zu überstreichen, kommt uns die Tapete entgegen. Dem Putz gefällt es ohne seine alte Freundin Tapete auch nicht mehr an der Wand, er geht ebenfalls zu Boden. Große Löcher in der Wand und noch größere Ratlosigkeit bei uns. Dienstag: Morgens: Sperrmüll, Baumarkt. Elf Uhr: Übergabe neue Wohnung. Danach: Hektisches Kistengepacke, Baumarkt. Umzugshelfer einfangen. Drei Uhr: Sprinter abholen und umziehen. Mittwoch: Neun Uhr: Sich von Horst Verputzen beibringen lassen. Danach: Baumarkt. Ab 10 Uhr: Erstes Bier, Verputzen. Zwischendrin: Baumarkt. Fünf Uhr: Wohnungsübergabe alte Wohnung. Sechs Uhr: Kathrin zum Bahnhof bringen. Familienangelegenheiten zuhause. Sieben Uhr bis Mitternacht: Zimmer einräumen, Kisten auspacken.
Schritt eins in der neuen Wohnung: Weltkarte aufhängen. (Noch machen: Kufstein darauf suchen!) Donnerstag: Baumarkt, Küche bauen, auspacken. Zum Frisör gehen, Haube abschneiden lassen. Deckenverschalung aus dem neuen Wohnzimmer herausreißen. Im destruktiven Überschwang anfangen, die Wohnzimmertapete abzumachen. Installateur für alte Wohnung besorgen. Freitag: Acht Uhr: Elektriker und Fliesenleger kommen in die neue Wohnung. Später: Strom, Telefon und mich selbst ummelden. Noch später: Sehr schiefe Spüle bauen. Falsche Wasser-Schläuche gekauft, Überflutung, wieder Baumarkt. Jetzt pleite. Samstag, Sonntag: Tapetekratzen, Bier trinken. Leider keine Sportschau. Montag: Kathrin nicht vom Bahnhof abholen, weil: 26 Mitbewohner casten. Aber nur ein Zimmer frei. So kam es, dass

das typische Telefonat

sich diese Woche so anhörte:

Kathrin: „Hi, ich war grad mit meinen Eltern essen.“ Ich: „Könnt ich auch mal wieder. Vergess` ich grad immer.“ Kathrin: „Und, schon gut eingelebt?“ Ich: „Ach, die scheiß Tapete.“ Kathrin: „Immer noch nicht ab?“ Ich: „Nee. Auaaaaa!“ Kathrin: „Was ist denn los? Bastelst du wieder am Strom, ohne die Sicherung rauszunehmen? Du Spinner!“ Ich: „Nein, ich hab mir den Schraubenzieher in die Hand gerammt. Fuck, das blutet! Du, ich ruf dich später an, ja? Und könntest du dich noch um Installateur kümmern? So ne Kacke echt, ich sau hier alles voll. Kuss!“

Schön aber leer: Die neue Wohnung Zur Illustration und zum Abschluss

Köln-Kufstein in Zahlen

1.005.867 Einwohner hat Kufstein laut Statistik weniger als Köln. Bald sind es nur noch 1.005.865 weniger. 010017 ist die billigste Vorwahl nach Österreich 660 Kilometer trennen Köln, Kufstein, Kathrin und mich jetzt. 104,6 ist die Frequenz des besten Radiosenders in Österreich. 57,5 Euro kostet der ICE Köln-Kufstein, via München mit Bahn Card, einfach. 4 Jahre sind wir jetzt ein Paar. 3 Jahre davon haben wir zusammen in Köln gewohnt. 1 Woche ist es her, dass es zum ersten Mal geklappt hat, dass Kathrin nicht auf dem Bauch liegend, sondern mit dem Kopf auf meiner Schulter eingeschlafen ist. ¼ Stunde hat es gedauert, dann war mein Arm eingeschlafen.



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schwarzeseele
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:36 Uhr
schwarzeseele

lustig geschrieben!
rührend!
traurig!
ergo: text, vom feinsten!

kathrinaa
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:39 Uhr
kathrinaa

sehr schön.

sommerhaus
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:43 Uhr
sommerhaus

das ist wirklich sehr schön.

lilluvya
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:53 Uhr
lilluvya

oh scheiße
fernbeziehung....

kikuju
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:54 Uhr
kikuju

oho, das klingt nach sehr viel spaß und gernelesen!!!

schmonzette
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:58 Uhr
schmonzette

Moritz, ich werd eure Wohnung vermissen! Ein Raum nur zum drin kickern, das gibts nicht nochmal. Und wie werd ich erst die Kathrin vermissen...hach...

FrauStrunz
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 19:59 Uhr
FrauStrunz

kenn ich,kenn ich...fluch oder segen,kann jeder saelbst entscheiden,aber recht lustig verpackt...respekt und anerkennung,würde mein netter mitbewohner philipp jetzt sagen!

ninja
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 20:00 Uhr
ninja

mehr davon.

chocolatine
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 20:04 Uhr
chocolatine

Sehr schoener Text! Es kamen so ein paar Erinnerungen hoch :-)

musikuss
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 20:04 Uhr
musikuss

das klingt endlich mal nach guter kolumne hier!

katja87
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12.09.2006 - 20:30 Uhr
katja87

fantastisch!

Jollscherl
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 23:03 Uhr
Jollscherl

juhu, endlich wieder was über fernbeziehungen. hab mich schon gewundert, dass das nicht früher passiert ist.

octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 23:15 Uhr
octopussy

114 euro hin und zurück? das ist BILLIG

EvilNeedsCandyToo
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 23:17 Uhr
EvilNeedsCandyToo

passt ja richtig..am samstag hab ich meinen freund zum flughafen gebracht,ein jahr spanien für ihn, weil er dort studieren muss..

aber wirklich schön geschrieben:-)

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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12.09.2006 - 23:31 Uhr
ein_oxymoron

man darf sich wohl nicht über die lächerliche entfernung in ein nachbarland lustigmachen... und so oder so bin ich gespannt.

irrgaertnerin
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12.09.2006 - 23:57 Uhr
irrgaertnerin

das klingt so gut, obwohl es schlecht ist.

*

phili
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 08:12 Uhr
phili

köln-kufstein
Das sind ja weder ernstzunehmende Entfernungen noch ernstzunehmende Dauer für eine Fernbeziehung.
Aber immerhin ist der Text besser als die letzten 25 unsäglichen Reportagen zu Fernbeziehungen in den einschlägigen Zeitschriften

jurette
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 09:09 Uhr
jurette

phili, ab wann ist es denn erstzunehmen?

Azaki
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 10:27 Uhr
Azaki

Oh Mann, phili, dann müssen wir uns mit 450 km wohl auch schämen, hm? Warte, ich geh gleich in die Ecke. Tse.
Das einzige, das mich neidisch macht, sind die drei Jahre zusammen wohnen. Bei uns fing's gleich in der Fernbeziehung an und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Wirkt an manchen Stellen noch etwas bemüht, wird aber sicherlich eine interessante Kolumne.

Inigo
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13.09.2006 - 10:27 Uhr
Inigo

Schöner Text!
Kommt auch bald auf mich zu! Ein Jahr Venezuela ohne meine Freundin...

milagro
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 10:30 Uhr
milagro

hm, endlich dieses thema? das kommt doch mindestens einmal im monat hier vor.

funkelsternchen85
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13.09.2006 - 11:05 Uhr
funkelsternchen85

echt toll!!***

derheiligenikolaus
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13.09.2006 - 11:39 Uhr
derheiligenikolaus

aber schöne wohnungen hat er, der herr baumstieger...

OhDaeSu
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 12:04 Uhr
OhDaeSu

langweilig, fernbeziehungen sind nichts besonderes.

HerrIrgendwoAnders
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13.09.2006 - 12:13 Uhr
HerrIrgendwoAnders

na dann viel gück!

Sperlomat
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13.09.2006 - 12:50 Uhr
Sperlomat

Amüsant geschriebener Text zu einem an und für sich eher traurigem Thema. Wenn er nicht so geschrieben wäre, wie er es wurde, vielleicht auch schon bekannte Thematik. Freue mich dennoch schon auf die nächsten Episoden.

Und zu einigen Kommentaren fehlen mir doch tatsächlich die Worte! Ab wann ist eine Fernbeziehung denn bitte eine fernbeziehung, welches Lexikon definiert das bitte? Ich denke sobal man mal eben abends bei seinem Partner vorbei schauen kann, ist das eine Eins A Fernbeziehung und ob das so Eins A ist, das bezweifel ich aufs Ärgste. Positiv ist da nur, dass durch ein Studium die Zeit der "Trennung" begrenzt scheint, was jedoch dann abhängig ist vom späteren Arbeitsplatz.

Mal sehen, auch wenns ab Oktober bei mir/uns auch "nur" irgendwas um die 500km sind, Fernbeziehung nenne ich es dennoch!

Viel Glück euch, ihr macht das garantiert aufs Souveränste!

rotfront
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 12:52 Uhr
rotfront

ich finds niedlich..
besonders den schluss :D

*fernbeziehungenvermeiderbin*

DemandezLaLiberte
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13.09.2006 - 13:55 Uhr
DemandezLaLiberte

Oh cool, Fernbeziehung...

KatharinaK
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13.09.2006 - 13:57 Uhr
KatharinaK

Großes Lesevergnügen, großes Mitgefühl und große Bitte: weiterschreiben!

noplacespecial
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 14:41 Uhr
noplacespecial

@rotfront:
*fernbeziehungenvermeiderbin*

so dachte ich auch mal. aber wie hohl dieser gedanke wirklich ist...findet jeder für sich irgendwann heraus.

Violator
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 15:31 Uhr
Violator

16140 km trennen Berlin, Melbourne, ihn und mich

1.253,43 Euro kostet der Flug Berlin - Melbourne, via Singapur mit Frequent Flyer Card

8 Stunden Zeitverschiebung müssen zum Telefonieren einkalkuliert werden

1,5 Jahre lang wird das aller Vorraussicht nach so sein

Also mein Lieber, komm mir hier nicht mit Österreich als Ausland....
Würden wir Quartett spielen - ich denke ich hätte gewonnen ; )
Und mein Preis:

11 Tage bis er hier ist

35 Tage lang

philo19
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13.09.2006 - 16:08 Uhr
philo19

hahaha, ich lach mich krumm!!! dem putz gefiel es ohne seine freundin tapete auch nicht mehr an der wand :-) echt witzig!

kein_koks_fuer_sherlock_holmes
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13.09.2006 - 16:19 Uhr
kein_koks_fuer_sherlo…

DAS ist mal ein richtig klasse text. ich glaube, einer der besten, die ich hier bislang las.

five
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Mag ich Mag ich nicht

0

13.09.2006 - 16:47 Uhr
five

Guter Text, ich hoffe ihr packt das.

Ob nun Österreich oder am anderen Ende der Welt, es kostet ziemlich viel sich zu besuchen, man sieht sich selten. Ich hatte mal eine Fernbeziehung nach Hongkong, 6 Stunden Zeitunterschied. Wenigstens etwas, das euch erspart bleibt.
Das positive an Fernbeziehungen: wenn man Urlaub macht, weiß man, wo man umsonst übernachten kann und man sieht einen Ort, wo man sonst vielleicht nie hingekommen wäre.

Oh, ein Tip noch: du könntest vielleicht zumindest bis München mit dem Nachtzug fahren, wenn man früh bucht kriegt man sehr billige Plätze.

Ich hab noch eine Frage zur Fototapete: wo kriegt man sowas her und wie teuer ist das in etwa? Ein Freund von mir würde sich gerne einen Wald ins Schlafzimmer kleben.

datobi
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13.09.2006 - 17:38 Uhr
datobi

cooler text! ich erkenne mich selber etwas...
viel glück!

obsidian
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13.09.2006 - 17:40 Uhr
obsidian

Wow, der Text gefällt. Schön, schön - weiter, Weiter.

SP: An die km/h - Distanz/Zeitunterschied Poser: Fern = Fern, Nah = Nah und Fernbeziehung = Fernbeziehung.

koni
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 17:47 Uhr
koni

So hart es klingt, Fernbeziehungen gehen mittelfritig nie gut. Ich spreche aus eigener Erfahrung (nach sieben gemeinsamen Jahren hat es ein Jahr berufsbedingte Entfernungsbeziehung bis zur Trennung gebraucht) und zahlreichen Beispielen aus meinem Umfeld. Die einzige Chance, dass es gutgeht, ist: Man muss genau wissen, wann man wieder zusammenziehen wird (z.B.: in 8 Monaten, wenn die Ausbildung fertig ist o.ä.).

Ceridwen
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13.09.2006 - 18:32 Uhr
Ceridwen

toll!

+

kikuju
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Mag ich Mag ich nicht

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13.09.2006 - 18:36 Uhr
kikuju

da muss ich koni ma ganz entschieden wiedersprechen:
ich hatte auch eine fernbeziehung, bei der wir noch nichtmal wussten, wann wir uns überhaupt das nächste mal sehen, geschweige denn, ob und wann wir mal in einer stadt sein werden.
und es hat der bezeihung nicht geschadet. so schlimm es oft war, aber es verbindet auch sehr und prüft die beziehung. wenn sie das dann nicht übersteht, dann war sie viell eh zum scheitern verurteilt.

88EdlingtonLane
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13.09.2006 - 19:35 Uhr
88EdlingtonLane

Traurige Situation, aber schön geschrieben.

Was mich hier jetzt nur stört sind diese "Ab 600 km fängt ne Fernbeziehung an"- oder "er ist viel weiter weg und der Flug ist viel teurer als deine Reisekosten"-Kommentare. Ein einfaches "ich kann das nachvollziehen" wär da wohl netter als das was da geschrieben wurde. Letztendlich ist egal wie weit man auseinander ist oder wie teuer es ist, aber einige haben wohl den Sinn des Textes nicht so wahrgenommen.

Naja, nix für ungut...

Silmaril
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13.09.2006 - 20:56 Uhr
Silmaril

a%3A4%3A%7Bs%3A5%3A%22refid%22%3Bs%3A6%3A%22336846%22%3Bs%3A8%3A%22funktion%22%3Bs%3A12%3A%22kommentarneu%22%3Bs%3A12%3A%22seitenanzahl%22%3Bs%3A1%3A%224%22%3Bs%3A15%3A%22kommentarinhalt%22%3Bs%3A327%3A%22So+mach+ich+doch+gleich+mal+den+Anfang%3A%0D%0ANach+zwei+Jahren+%5C%22kleiner%5C%22+Fernbeziehung+jetzt+ein+Jahr+%5C%22gro%DFe%5C%22+Fernbeziehung.+Bei+der+letzten+gemeinsamen+Woche+musste+ich+ziemlich+schmunzeln+denn+das+war+bei+uns+genauso.%0D%0AEgal%2C+Kopf+hoch%2C+%5C%22Das+h%E4lt+eh+nicht%5C%22-Spr%FCche+gekonnt+%FCberh%F6ren+und+das+Beste+draus+machen%0D%0A%0D%0AEarendil%0D%0A%0D%0A%22%3B%7D

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13.09.2006 - 21:00 Uhr
Silmaril

So mach ich doch gleich mal den Anfang:
Nach zwei Jahren "kleiner" Fernbeziehung jetzt ein Jahr "große" Fernbeziehung. Bei der letzten gemeinsamen Woche musste ich ziemlich schmunzeln denn das war bei uns genauso.
Egal, Kopf hoch, "Das hält eh nicht"-Sprüche gekonnt überhören und das Beste draus machen

octopussy
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13.09.2006 - 22:37 Uhr
octopussy

@88EdlingtonLane

ach ja? es ist eine traurige Situation, und wenn man sagt, dass das eine durchaus überbrückbare Ferne ist (und zwar auch mal auf die relative Schnelle), dann hat man den Sinn des Textes nicht wahrgenommen?

Der Text ist gut geschrieben, lässt schmunzeln und sich wiederfinden. Aber wenn man selbst jahrelange Erfahrung in "ich nicht mal eben einfach hin" Fernbeziehungen hat, dann sieht man das Ganze eben auch noch etwas relativer.

Ansonsten @koni...
Ich denke jede Beziehung sollte eine gewisse Zeit an Ferne überbrücken können. Und ich denke, jede reife und erwachsene Beziehung kann das auch. Ich sage nicht, dass es einfach ist oder stressfrei, neenee. Es ist Arbeit und viel gegenseitiger Respekt und Verständnis. Und Geduld. Und und und...

jane
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13.09.2006 - 22:49 Uhr
jane

tooooll, herrlich geschrieben und illustriert.
lobloblob.

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13.09.2006 - 22:52 Uhr
jane

p.s.: bitte updaten, was da so los ist, mit dir und der kathrin und kufstein und lauter k's. ausserdem waldmanns heil, das haut schon hin, zumal ihr eine hervorragende ausgangsbasis habt.

louis82
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14.09.2006 - 00:42 Uhr
louis82

Hahaha, jetzt kann ich ihn endlich mal rauslassen:

DIE ENTFERNUNG IST FÜR DIE LIEBE WIE DER WIND FÜR DAS FEUER: DAS SCHWACHE BLÄST ER AUS, DAS STARKE MACHT ER UNBESIEGBAR!

Rätsch-bumms!

mimmo_mimoso
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14.09.2006 - 03:38 Uhr
mimmo_mimoso

Die Statistik spricht gegen euch. An der FH KuTi hat noch keine Fernbeziehung gehalten =)

durs-wacker
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14.09.2006 - 07:27 Uhr
durs-wacker

foto-tapete. super.

Violator
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14.09.2006 - 08:16 Uhr
Violator

Och Mensch, Leute das war doch ein Scheeeherz...

Der Text ist toll, schön bebildert und lustig statt tragisch, mit einem Wort: Herrlich! Und es interessiert ja keinen Menschen, wer jetzt was als Fernbeziehung bezeichnet. Also bitte drüber lachen!
Danke.
=)

kaetae
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14.09.2006 - 08:49 Uhr
kaetae

@88EdlingtonLane: Aber warum sowas nicht mal nutzen, seine eigenen Zahlen zu listen? Ich find's spannend und bewundernswert. Den "Sinn des Textes" bestimmen immer noch die User, und damit jeder für sich!

koni
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14.09.2006 - 11:47 Uhr
koni

@octopussy:
sicher kann jede erwachsene und reife Beziehung ein voneinander entfernt sein überbrücken - auf Zeit. Aber es sollte immer eine Perspektive geben. Sei es, dass man weiß, dass man mittelfristig wieder zusammen sein wird, oder dass man weiß, dass man für immer zusammen bleiben möchte. Diese Perspektive geht halt leicht verloren, wenn andere Dinge wie Karriere und Selbstverwirklichung in den Vordergrund rücken. Eine neue Stadt bedeutet halt auch ein neues Freundesumfeld usw. Und wenn beide eine stressigen Job haben, einer womöglich auch noch oft an Wochenenden arbeiten muss, kann es irgendwann praktisch sehr schwierig werden, sich regelmäßig zu sehen - und die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt.

fliwatuet
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14.09.2006 - 15:59 Uhr
fliwatuet

einen romantischen, rauchenden, saufenden im urlaub befindlichen DJ als WG genosse.......bist du deppert??

ist doch nur eine frage der zeit bis es da knistert.....

ansonsten aus herzem: viel glück!!

matsa
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Mag ich Mag ich nicht

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17.09.2006 - 20:38 Uhr
matsa

Klasse geschrieben, Schwager!

wünsche euch das beste und lass uns doch bald mal ein paar bier in der neuen butze trinken ;-)

brizz
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Mag ich Mag ich nicht

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20.09.2006 - 09:27 Uhr
brizz

großartiger text, vor allem für mich als kufsteinerin ; ) euch das beste und weiter leben genießen (und was halt von der liebe übrig bleibt...)

liebe grüße, britta

Mosaik
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08.10.2006 - 14:29 Uhr
Mosaik

schöner traurig-lustiger Text...ich wünsche euch, dass ihr das durchsteht


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