11.09.2006 - 22:15 Uhr

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9/11 - Die fetten Jahre sind vorbei...

Text: sophos

Also gut; heute ist der 09.11, mal wieder, da muss ich wohl auch etwas dazu schreiben, es lebe der Gruppenzwang. Eigentlich hat der 9.11 ja nichts mit Religion zu tun, weshalb es vielleicht nicht das prädestinierte Thema für meinen Weblog ist, aber nun gut. Sicher, die reaktionären Altnazis und wohl auch die neoliberalen Kapitalistenschweine dürften da anderer Meinung sein. Man hätte genau so gut eine christliche Gesellschaft in den "Nahen Osten" genannten Pott setzen und dasselbe würde geschehen, wenn nicht noch extremer. Und selbst Atheisten würden, wenngleich wohl bei geringerer Selbstmordrate, einen kräftigen Terror veranstalten. Nun bin ich aber kein Nazi- oder Kapitalisten-, sondern ein linkes Bolschewistenschwein. Daher weise ich viel lieber auf 18.000 Kinder hin, die täglich verhungern. Ja, 9/11 war das größte terroristische Attentat in der Geschichte, ja es starben 3.000 Menschen, ja es waren Kinder dabei, ja die USA haben eines ihrer Phallussymbole verloren. Aber wer sind denn die eigentlichen Terroristen? Jene, die im Normalfall ein paar, dutzend, manchmal auch hundert Leute töten und dabei auf gesellschaftliche Missstände hinweisen, oder diese die als Kartell, als kriminelle Vereinigung täglich 18.000 Kindsmorde begehen, damit durchkommen und außerdem noch Geld dafür bekommen, indem sie die von verhungernden Kinder hergestellten Billigprodukte für das Hundertfache hier verkaufen oder wahrscheinlich noch mehr an den Produktionsorten. Jene, die Jahre inaktiv bleiben, um dann einmal ein Auto hochzujagen, oder diese, die Diebstahl an uns, an den Billigarbeitern, an der Natur, an den Staaten, an der Welt begehen, die mit Menschenblut ihren Namen schreiben, diese, die uns die Arbeitsplätze nehmen, das Geld, die uns die Qualität nehmen und die am anderen Ende der Welt anderen das Geld nehmen, Chancen, Freiheit, Gleichheit, Würde, Leben. Ja, der Islamismus ist eine gefährliche Strömung, nein, ich will die Terroristen nicht rechtfertigen. Aber ja, ich will sie relativieren. an einem Tag, einer Ausnahme, starben 3.000 Menschen auf einen Schlag, aber trotz alledem starben am selben Tage das 6-fache an Kindern, was jedoch den Medien kein Wort wert ist, der Gesellschaft keinen Blick. Die wahren Gefahren sind der Neoliberalismus, der sich unter dem Mantel der Freiheit tarnt, die kapitalistische Globalisierung, der Imperialismus. Wir sind uns selbst die Mörder. Unsre eignen Kannibalen. Der ach so gesittete Westen ist die Manifestation des Unheils. Mehr und mehr entwickelt er sich zu einer globalen Timokratie, Oligarchie. Statt international zu kooperieren wird international ausgebeutet. Die Welt des Kapitalismus bläht sich mehr und mehr auf, bis sie implodiert. Wir befinden uns im Kriege. Wie wir dank Bush wissen, ohne ihn hätten wir es wohl nie erfahren, befinden wir uns im Krige gegen den Terrorismus. So ist auch die Zahl der 18.000 zu erklären: Sind nicht Kindersoldaten eine große Gefahr? Sollte dem nicht vorgebeugt werden? Die Idee, die Gefahr abzuwenden, bevor sie entsteht, ist sehr gut, leider Gottes werden jedoch genau diese Terroristen die überleben. Wem haben wir denn in diesem Kriege die größten Erfolge, die größte Verluste, die dem Feinde zugefügt werden konnten, zu verdanken? Unserem feinde selbst, tötet er sich doch oft genug beim Angriff. Es ist, als ob unsre einzgen Tore beim Spiel der USA und es Westens gegen den Terrorismus Eigentore des Terrorismus sind, wenngleich er natürlich deutlich mehr Tore schießt. Mal davon abgesehen, dass die USA weder Tor noch Gegenspieler sehen. Da werden die USA schon mit Gewalt auf ihre Fäulnis gestoßen, sie jedoch will nicht daraus lernen. Erklärt etwas Krieg, das sie nicht sehen kann. Hauptsache der Feind bleibt geschont. Und Saudi-Arabien natürlich, schließlich brauchen wir ja unser Öl, wie wollen wir sonst weiter die erste große experimentelle Untersuchung zum Klimawandel durchführen? Was ist so schlimm an der wahrheit? Gut sehe ich ein. Aber was ist so schlimm am Erkennen? Einzelne wenige Leute kämpfen gegen ein Land. Und was tut dieses? Was tut unser Westen? Er kämpft gegen die Religion, die Bevölkerung, den Staat, die Nation. So muss der Terrorismus wurzeln können. Jeder Tote durch Terrorismus ist ein Toter mehr auf der schier endlosen Liste des Westens und seiner Sitten. So wie er früher bereits von Gott den AUftrag erhielt, anderen Ländern und Völkern zu helfen, hilft er ihnen immer noch. So wie er damals den rechtmäßigen Anspruch des Europäers auf Besitztum gegenüber dem unterentwickelten Wilden vertrat, so lebt er ihn heute. Und nicht allein der Westler wird international, der Wilde selbst kommt ins eigne Land, nur sein Name ist neu: Arbeitsloser, Proletarier, Menschen ausländischer Herkunft. Nicht Gott, vielmehr der Teufel bläst dem Westen ein, dass er sich auf alles stürzt, was' zu verzehren gibt, dem Schwächeren die Rechte nimmt, die Wlet auf sich zentriert, sodass sie auch auf ihn stürzen möge, auf dass er zugrunde gehe unter dem Elend, dass er geschaffen, dass er Freiheit nennt. Der kleine Gott der Welt bleibt stets vom gleichen Schlag, Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag. Ein wenig besser würd er leben, Hättest du ihm nicht den Schein des HImmelslichts gegeben; Er nennts Vernunft und braucht's allein, Nur tierischer als jedes Tier zu sein. Spielt Klotho, die des Lebens Faden gibt, Lachesis, die des Faden Länge zuteilt, Atropos, die ihn schneidet, so soll die Welt Tisiphone ihm nur sein. Wie er verteilt, was für viele reicht, auf wenige, und die Armen immer ärmer werden, sodass sie die Rechte und Gleichheit nicht erlangen, die Freiheit muss ihnen genügen. Das ist die hässliche Gestalt des Westens, die er geschickt unter dem Mantel des Heilsbringers zu tarnen versteht, der Glück anbietet und Verderben gibt. Bedenket Ihr, die Ihr nach Wahrheit lechzet, Eurer Ideale! Haltet Ihr, die Ihr das Lichte wollt, Euer strahlendes Banner über Euer Haupte, sodass die Welt erstrahle! Gehet Ihr, die Ihr die Einheit wollt, Euren Weg gemeinsam! Es gibt keinen Gott, der Euch richten wird, den habt Ihr längst getötet; so müsst Ihr selber Eure Richter sein, auf dass Ihr nicht Eure Henker seid! Dem Wille folgt der Rufe, dem Rufe folgt die Tat! So mögen sie Euch Gleichheit, Rechte, Freude, Hoffnung, Umwelt, Würde, Freiheit, Ehre nehmen, doch so Ihr alleine wollt, so wird die Welt auch wollen, und so die Welt will, so gibt es kein Hindernis, dass Wir nicht überwinden! Wolle!


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Leben_leben_lassen
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Mag ich Mag ich nicht

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16.09.2006 - 12:35 Uhr
Leben_leben_lassen

irgendwie bissal viel durcheinandere gewirbelt...
aber denkenswerter gedanke am anfang!

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