Schlangen warten vor deinem Blog
Nur noch ein paar Tage, dann kommt in Amerika ein Film in die Kinos, über den schon so viel in der Blogosphäre diskutiert wurde, dass andere von dem Hype schon wieder völlig ermattet sind.
"Snakes on a Plane" heißt dieser Film mit Samuel L. Jackson und viel mehr muss man eigentlich nicht wissen.
Trotzdem: Neun Fakten über den Film, den Hype und die Schlangen im Netz.
2. Der Hauptdarsteller: Samuel L. Jackson unterschrieb seinen Arbeitsvertrag nur wegen des Arbeitstitels des Films: Snakes On A Plane (SOAP). Später wollte man diesen umändern in "Pacific Air Flight 121", doch Mr Jackson stellte sich quer. "We're totally changing that back. That's the only reason I took the job: I read the title."

3. Der Hype: Josh Friedman, der am Script des Filmes beteiligt war, postete Blog-Einträge während der Dreharbeiten und schon war es um die Blogosphere geschehen.
Sie wurde zur Fangemeinde. Man bastelte Film-Trailer, Poster, T-Shirts, Spiele und die Phrase „Snakes On A Plane“ wurde zu einem Synonym für „Shit happens“. Blog folgte Blog folgte Blog und am Ende entstand ein Internetphänomen namens „SOAP“ oder ein weiteres Beispiel für die rasende Verbreitung von Inhalten über das Netz.
4. Die Strategie: Im März diesen Jahres beschloss die Produktionsfirma New Line Cinema noch ein paar derbe Szenen hinzuzufügen, so dass der Film von der Motion Picture Association of America von der Kategorie PG 13 in die nächsthöhere Kategorie R (restricted) eingestuft wurde. Diese Einstufung erlaubt es Jugendlichen unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Elternteils oder Erwachsenen, den Film zu besuchen und macht „Snakes On A Plane“ gleich noch eine Spur reizvoller.
5. Der Satz: Genau unter diesen Episoden, die später hinzu gefügt wurden, befindet sich die Szene mit dem Satz, der den Hype kreierte. Der kommt von Samuel L. Jackson, der als FBI-Agent versucht, das Flugzeug von Schlangen zu befreien: "I want these motherfucking snakes off this motherfucking plane”.
6. Die Fans: Klar, dass das nur kleine Jungs toll finden können. Die Zielgruppe wird definiert als „young males“. Niemand erwartet, dass der Film besonders gut ist. Man(n) ist gespannt auf eine „god-awful time“ und auf richtigen „crap“.

7. Die Presse: Wird es nicht geben. New Line Cinema beschloss, die Pressevorstellungen im Vorfeld zu streichen. Zu Gunsten der Fans und zu Gunsten des Hypes. So wird keine schlechte Kritik im Vorfeld den Hype zerstören können.
Angeblich könnten sie das sowieso nicht. Kundige in der Branche beurteilen die Entscheidung der Produktionsfirma als brilliante Marketing-Strategie. Schließlich entstünden Sympathien für Film in diesem Genre nicht aufgrund guter Kritiken.
Das Magazin Wired erlaubte sich alleine aufgrund des Plots und des Konzepts die Beurteilung des Filmes als „best worst film 2006“.
8. Das Buch: Das Buch, das den Hype beschreibt, kommt zeitgleich mit dem Film auf den Markt: Snakes on a Plane: The Guide to the Internet Ssssssensation (Thunder's Mouth Press) von David Waldon. Angesichts der Vorfreude auf „SOAP“ im Internet wäre es am schlimmsten, wenn der Film das Publikum langweilen würde, meint Waldon. Die Fans erwarteten einen richtig guten oder richtig schlechten Film – Mittelmäßigkeit wäre der „worst case“.
9. Der Erfolg: Es gibt kein Zurück mehr. So wenig verständlich die ganze Aufregung um Snakes On A Plane ist, der Erfolg ist garantiert. Denn der Hype haftet nicht an einem Film. Der Hype haftet an dem Internet-Phänomen “Snakes On A Plane”.
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Stand hier im Teaser heute morgen nicht noch was von 10 Fakten?
Ich versteh den Hype jedenfalls nicht. Daß der Film schlecht wird, ist ja klar. Aber so schlecht daß er schon wieder lustig/gut/unterhaltsam wird? Kann ich mir nicht vorstellen. Andererseits gehöre ich auch nicht zur Zielgruppe.








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26.07.2006 - 12:10 Uhr
Alienbiber
http://www.chrudat.com/snakes_sequel.htm...
http://www.planetboredom.net/story.php?i...
viel Spass...