18.05.2006 - 19:00 Uhr

1 59 Über Twitter weiterempfehlen

Meine Theorie: Spanien, schlechtes Land

Text: fabian-fuchs

So, die Pauschalurlaube im spanische Hotelbunker sind gebucht, der FC Barcelona hat die Championsleague gewonnen. Und damit ist Spanien schon wieder am Ende seiner Kräfte, denn mehr als Ferien und Fußball hat das Land einfach nicht zu bieten.

Spanien schmarotzt Spanien ist trotz Vorzeige-Wirtschaftsboom immer noch dankbares Nehmerland der EU. Nahezu alle spanischen Regionen kriegen Zuschüsse aus den EU-Struktur- und Kohäsionsfonds, insgesamt erhalten die Spanier in diesem Haushalt 8.733 Millionen Euro mehr aus der europäischen Kasse als sie einzahlen. Ein großer Teil des Spanischen Wirtschaftsschubs zu Beginn des Jahrtausends (z.B. 2,3 Prozent-Wachstum in 2003) mit dem Ex-Präsident Aznar damals gerne angegeben hatte, gründete statistisch auf diesen Zuschüssen. Aus Angst davor, auf den angenehmen EU-Tropf im Zuge der Osterweiterung verzichten zu müssen, fiel Aznar schließlich nichts mehr anderes ein, als politisch Erpressung: Zustimmung zur Erweiterung nur gegen Sicherung der Subventionen. Bevor er das durchboxen konnte, wurde er abgewählt und die regierenden Sozialisten stehen jetzt vor dem Problem, dass der Wirtschaftsboom eben nur boomt, wenn die EU genug überweist. Gewachsene Wirtschaftskraft – Fehlanzeige. Haushalts-Prognose des gestrigen Wirtschaftswunderlands für 2005: ein Prozent Defizit. Und das ist noch vorsichtig geschätzt.
Spanische Sieger: Die beste Vereinsmannschaft Europas kommt aus Spanien, die Spieler des FC Barcelona feiern den Sieg im Champions-League-Finale am Mittwoch abend in Paris. Spanien hat keine Kultur Schlimmer noch als Italien zehrt Spanien von ausgelutschten, goldenen Zeiten des Kulturschaffens, vom ach so triumphalen „Siglo de oro“. Damals, zwischen 1550 und 1600 landeten Dichter wie Cervantes, Lope de Vega und Calderon sowie Maler wie El Greco und Murillo einige kulturhistorische Volltreffer. Seitdem geht es mit der spanischen Kultur bergab und sie wird vom eigenen Volk auch wenig geschätzt, der geniale Maler Goya (1746-1828) ging deshalb ins Exil nach Bordeaux und Dali - na ja. Die spanische Gesellschaft ist heute, nach den Schrecken des Franco-Regimes, beseelt von einem behäbigen und selbstgerechten Populärliberalismus: vor allem selbst leben und die anderen eben auch leben lassen. Zur intellektuellen Seelenruhe gereicht ihnen auch die nächsten hundert Jahre noch der olle Don Quijote – das Buch wird jedes Jahr unter großer medialer Anteilnahme von prominenten und Politikern laut vorgelesen.
Spanische Gastgeber: Häuserschluchten in Benidorm in der Nähe von Alicante an der spanischen Mittelmeerküste. Spanier sind zu dumm für Umweltschutz Das Land hat spektakuläre Landschaften, riesige Küstenstreifen, ursprüngliche Gebirgslandschaften. Der Spanier aber schätzt illegal errichtetet Ferienhauswüsten aus Fertigbeton, mit denen er seine Küste unattraktiv zementiert, unterstützt von korrupten und gierigen Lokalpolitikern. In Marbella beispielsweise hat der ehemalige Bürgermeister eben mal 30.000 Hochhauswohnungen auf städtischem Grund errichten lassen - unerschwinglich für die andalusische Bevölkerung und schlichte Spekulationsobjekte für ausländische Investoren. Heute stehen sie weitgehend leer, wie an den Küstenorten allgemein üblich. Die (EU-geförderte) Region Valencia verabschiedet Baugesetze, die so ziemlich allen geltenden EU-Normen widersprechen, in Benicassim werden kleine Grundbesitzer nahezu zwangsenteignet, um auf den erzwungenem Grund Golfplätze zu bauen. Naturschutzgebiet heißt in Spanien „parque natural“ – das Wort Schutz wird vorsorglich ausgespart, es würde ohnehin nur zu Verwirrung führen, denn jede Gemeinde kann es nach eigenem Gutdünken interpretieren. Spaniens Küche ist fad Zwar ist der Spanier Ferran Adriá der anerkannt beste Koch der Welt, aber was er in seinem Restaurant „El Bulli“ an der Costa Brava (ausgebucht für eineinhalb Jahre) auftischt, hat mit spanischer Landesküche zum Glück nichts zu tun. Die besteht nämlich zum großen Teil aus Pommes Frites als Beilage zu lieblos gewürztem Fleisch und Fisch und einem fettigen Fladen aus Ei, Kartoffeln und Zwiebeln namens Tortilla. Paella und Manchega meinetwegen, aber sonst: Zweitklassiges Olivenöl, zweitklassiger Rotwein und ein bisschen Paprikawurst – verglichen mit der Größe des Landes und der Vielfalt seiner Landschaften eine äußerst dürftige Palette an Spezialitäten.


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
fabian-fuchs
Mehr Texte zum Label
MeineTheorie
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
59 Kommentare

speichern

Alle Kommentare anzeigen

GLUBBERER
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

07.07.2010 - 22:35 Uhr
GLUBBERER

SCHEISS Spanien ihr ARSCHLÖCHER

DanielMadrid
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

08.07.2010 - 03:27 Uhr
DanielMadrid

Bin gerade *zufällig* auf diesen Artikel gestossen. Es freut mich zu sehen das mein tiefsitzender Frust von Anderen geteilt wird. Hier mein Beitrag:

Spanien hat vor allem EIN grosses Problem: Die Spanier!!!
Es mangelt ihnen an Bildung, Intelligenz, Verstand, Benehmen, Anstand, Werten und ein zu langes Et cetera. Es ist nicht nur das sie den Zipfel Afrikas mit Griechenland verwechseln oder zum Teil an akuten Faulheitserscheinungen leiden und sich dazu noch wundern das der Lehrer aufgrund ihrer äusserst schlechten Leistung verärgert ist, nein, es ist vor allem ihre absolute Unfähigkeit des Denkens.


Ich stelle mich erst mal vor. Mein Name ist Daniel, ich bin Deutscher und habe das Glück (oder Pech, je nach Perspektive) schon 13 Jahre in diesem von Unkultiviertheit und Dummheit besiedeltem Land namens Spanien zu leben. Die meisten Leute die hier Urlaub machen wissen gar nicht was Spanien ist, es genügt ihnen wenn es die allso bekannten Stereotypen von Sonne, Strand und "Fiesta" erfüllt, diese sind die Erwartungen an dieses Sonnenland und keine Anderen. Um genau zu wissen wie diese spanische Gesellschaft funktioniert genügt es längst nicht wenn man jedes Jahr sein Urlaub hier verbringt, oder einige Monate als au pair hier lebt. Man muss sich unter sie mischen, möglichst in grossen Städten, so leben wie sie leben. Wer das schafft wird dann auch verstehen wieso dieses Land nicht in der Lage ist sich selbst, alleine, weiter zu entwickeln. Wie schon in vorhergehenden Beiträgen glanzvoll beschrieben ist der Spanier ein Mensch der unheimlich arbeitsscheu (faul) ist und danach strebt so gut wie möglich auf Kosten anderer zu leben ohne dabei den geringsten auch nur Hauch eines Anscheins von Skrupel zu zeigen. Es ist ihre Art, es ist ihre Mentalität. Sie waren schon immer so, ein kurzer Blick in die spanische Geschichte genügt um dies zu untermauern.

Als Kolonialmacht herrschten sie über eines der grössten Reiche der Menschheitsgeschichte die ihnen NUR zur Ausbeutung ihrer Schätze und dadurch zum Garant ihrer Macht durch das Gold dienten. Keine Arbeit, nur Raub, Ausbeutung. Anders als andere kleinere, und welch ein Zufall, Mitteleuropäische Kolonialländer die zusätzlich an der Entwicklung ihrer Kolonien interessiert und beteiligt waren verlor Spanien all seine Kolonien bis 1898 und begann das 20. Jahrhundert als ein rückständiges Land in welchem Wissenschaft und Bildung sowieso kaum Platz hatten und jetzt ihre Einnahmequelle durch das Plündern anderer Länder nicht mehr vorhanden war, sie konnten nicht mehr auf Kosten ihrer Kolonien leben. Während Mitteleuropa das Zentrum wissenschaftlicher Errungenschaften war, wurde Spanien zu einem Dritte-Welt-Land.

--- Die wiederkehrende Geschichte ---

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts (1986) wird Spanien ein Mitgliedsstaat der EU und bekommt als einzigstes Mitglied unmengen an Fördergeldern (bis zu 55 Mrd. Euro pro JAHR!) regelrecht in den Rachen geworfen. Hauptsächlich Deutschland ist dafür zuständig Geld "rüber zu pumpen" wann immer Spanien danach schreite. Ein zu gutgläubiges EU-Rechtssystem und zu naives Deutschland erschufen die idealen Bedingungen für eine parasitäre Nation namens Spanien die angekurbelt durch ihre Mentalität des "Schmarotzens" bestens Gedeihen konnte. Geschenktes Geld und ein ganzes Land voller hungriger Schnorrer, zwei Elemente die sich bestens versöhnen lassen und wenig Aussicht auf ein korrektes und effizientes Nutzen dieser Fördergelder für die Entwicklung des Landes (vor allem Bildung) bieteten. Um es *ganz* kurz zu fassen:

"In den letzten 10 Jahren, seit 2000 bis heute, befanden sich zusammen in Dubai und Marbella rund 70% aller Kräne Weltweit"


Die Politiker dieses Landes, weit entfernt davon ihre eigene Gesellschaft zu einem besseren Entwicklungsstand zu verhelfen erkannten schon sehr zeitig welche Vorteile es hat ein Land voller gescheitertern Bildungsabsolventen zu dirigieren:

"Wer dumm ist muss alles glauben"



Daniel

DerRaeuber
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

08.07.2010 - 03:40 Uhr
DerRaeuber

Spanien hat in der EU nix zu suchen

uther_the_puter
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

03.09.2010 - 12:35 Uhr
uther_the_puter

Dali - naja.


was soll denn das bitte heißen?

Spanier
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

01.06.2011 - 17:39 Uhr
Spanier

Ich finde Ihren Artikel fremdenfeindliche, widerlich und beschämend. Ich bin Spanisch, die ich in Deutschland für 6 Monate und ich muss sagen gelebt haben, obwohl Sie große Dinge haben, können wir von Ihnen lernen, wie Umweltschutz, Industrie Wachstum und so weiter, RESPEKT ist nicht einer von ihnen.
Oh, ist das größte deutsche Kolonie von Einwanderern in Spanien, ohne Berücksichtigung der betrunkene Schlampen und dumbass, die auf Sommer kommen "Mallorca".
Ich mag Deutschland und die Deutschen, aber Sie paaren, du bist nur ein Schwanzköpf.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

01.06.2011 - 17:41 Uhr
Spanier

Du kannst aus # Spanishrevolution was Bildung und Respekt bedeutet zu lernen.

Helen1111
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.08.2011 - 20:34 Uhr
Helen1111

höchst unprofessionel... und bringt so ein kommentar dich weiter im leben??
anstatt das man sich etwas besser und tiefgehender mit dem land auseinandersetzt; einfach nur drauf scheissen. Bin selber kein Spanien fan aber hab hier nix neues gelesen als blosse langbekannte Klischees und Stereotypen.
Scheiss auf die Deutschen die den Spanier an erster Stelle das Geld geben, wobei doch jedes letzte Arsch zu wissen scheint, dass das Land korrupt und ungeeignet ist Geld zu verwalten, geschweige denn zurückzuzahlen.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.08.2011 - 20:56 Uhr
Helen1111

''Ein zu gutgläubiges EU-Rechtssystem und zu naives Deutschland erschufen die idealen Bedingungen für eine parasitäre Nation namens Spanien die angekurbelt durch ihre Mentalität des "Schmarotzens" bestens Gedeihen konnte. ''

Ein von den Deutschen geschaffenes EU-Rechtssystem und zu gieriges Deutschland erschufen die idealen Bedingungen nicht-industrielle Länder im Europäischen Raum zu ihrem eigenen Gunsten auszubeuten, indem sie deren Politiker korrumpierten, und deren Landwirtschaft (unter anderen) ausser Gefecht setzten.
Das Geld von der EU kommt nicht dort an wo es sollte, und daran sind die Staatshäupte Schuld, aber Deutschland schert das nicht im geringsten.
Bekannte Ego-Nation die seit den Versailler Verträge (und davor?) sich versucht zur Weltmacht hochzuarbeiten, egal auf welcher Weise egal auf welche Kosten, Hauptsache der Anderen.
Von Ethik und Moral haben sie immer noch nichts gelernt trotz rezenter Geschichte??
Jedes Land hat seine Eigenschaften und Kultur und verändert diese nicht so schnell.. Dazu braucht es drastische Konditionen und Veränderungen. Deswegen versteh ich warum die Spanier seit Kolonialzeiten (und davor) immer noch die selbe ''Arbeitsweise'' und Denkweise haben.
Aber ich versteh nicht warum die Deutschen sich nicht verändert haben, obwohl sie was aus 2Weltkriegen und dem Holokaust was hätten lernen MÜSSEN.

IgorL
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

17.09.2011 - 03:52 Uhr
IgorL

Wie kann man ein Volk so verbal zerstören?

Die Spanier sind ein nettes, freundliches und arbeitende Volk!
Einfach gesagt ein Multi-kulturelles und kosmopolitisches Land mit viele Facetten....bin Spanier und ich bin nicht besser als viele die behaupten Gott zu sein, um andere zu beurteilen..., komm nach Asturien, Kantabrien, Galicien, Baskenland, Kastilien-Leon, da hast die spanische Schweiz, da siehst Du kein Papier am Boden, etc, bin ein arbeitender der auch um 6:00 aufsteht um arbeiten zu gehen (wie viele Millionen Spanier)...bin Informatiker und arbeite für eine deutsche Firma S(A)P. es gibt wirklich in diesen Forum unkultivierte Personen, die behaupten sie kennen Spanien! Es tut mir weh zu lesen das die Spanier faulen sind! Ich werde kein Land kritisieren, weil jedes Land hat sein Reiz! Komm mit mir nach Spanien, und lass den Hass zu Hause! Und lass Dich nicht von Politiker in Fernsehen beeinflussen ;-))
Dein Neid mach Dich krank! Sei glücklich und sehe dein leben positiv!
Bei ein Spanier bist immer Willkommen!
ICH GLAUBE DEUTSCHLAND BRAUCHT HOCHGEBILDETE FACHLEUTE (Bsp. jungen gut gebildeten Spanier,die leider mit falsche spanische Politik kein Arbeit in eigene Land haben) UND NICHT MENSCHEN DIE NICHTS ANDERS ZU TUN HABEN ALS ANDEREN ZU KRITISIEREN!
P.S: Ich entschuldige mich, wegen mein deutsche Grammatik, ich habe deutsch in paar Monate mit intensiv Kurs gelernt!

Mit freundlichen Grüsse
Igor

Zurück Seite 1 ... 4 5 6

Alle Kommentare anzeigen


Speichern
Mehr lesen:

Jetzt-Mitglied

fabian-fuchs offline

fabian-fuchs

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.