Das Unsagbare sagen
Text: absurda
„Heute fehlen mir wieder einmal die Worte.“ sagte García und blickte zu Boden. „Aber ich bin froh, dass du gekommen bist, Eliza.“
Eliza nickte. Sie wusste, dass manchmal das, was man sagen wollte, viel stärker war, als die Worte, die man kannte.
„Das passiert mir in letzter Zeit immer wieder, dass ich mich einfach nicht ausdrücken kann. Weil mir die richtigen Wörter nicht einfallen. Oder, die richtigen Wörter, die gibt es gar nicht.“
„Ja.“ antwortete Eliza. „Und dann fängt man an, zu umschreiben, und redet um den heißen Brei herum, während das Wesentliche verloren geht.“
„Heute war es besonders schlimm.“ erzählte García nach einer kurzen Pause. „Ich bin morgens aufgewacht und es war, als hätten sich die wichtigsten aus meinem … aus meinem Heer von Wörtern einfach aus dem Staub gemacht. Ich wollte dich schon anrufen, und dir sagen, dass du heute nicht kommen sollst. Aber es ist gut, dass ich es nicht getan habe.“
„Ich glaube, dass jeder Mensch einen Punkt in sich hat, nein, eine Grenze, hinter der man mit Worten gar nicht mehr weiterkommt. Nur die meisten zeigen es nicht.“
„Aber sag’ mal, Eliza, erzähl mal, wie machst du das, wie kannst du über so viele … über so viele schlimme Dinge aus deinem Leben so mühelos reden?“
„Das war nicht immer so.“ antwortete sie und überlegte eine Weile. „Ich glaube das war, als ich es akzeptieren konnte, meine Vergangenheit meine ich. Ja, ich glaube, als ich nicht mehr nach Gerechtigkeit und Schuld fragte, ist es mir gelungen, zu erzählen.“
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05.05.2006 - 14:59 Uhr
FrozenStrawberryMarga…
ziehst du damit in den kampf?
trotzdem guter text!