Mit Pferd Fred ist prächtig betteln
Arbeiten, um zu leben oder leben, um zu arbeiten? florian-lamp erzählt davon, wie sich sein Leben nach dem Studium verändert hat, welchen Jobs er nachgeht. Diese Woche steht er auf der Straße. Er bettelt. Mit ganz erheblichem Erfolg.
Heute bettle ich in Berlin-Mitte, alle Utensilien liegen bereit. Das treu blickende Pferd – hab` ich. Zirkusgeruch – hab` ich. Eine Thermostasse, in der das Kleingeld knackig klimpert – auch da. Es bleibt nur ein Problem: Wie schaffe ich den Gaul nach Mitte? Umzugstransporter? Das Mercedes-Cabrio eines Freundes? Es führt kein Weg an den öffentlichen Verkehrsmitteln vorbei. Im Morgengrauen nehme ich das Pferd in Empfang. „Es hat keinen Namen“ erklärt mir der Schlächter. „Was in die Wurst kommt, heißt meistens nicht!“. Ich taufe ihn Fred. Am Rathaus Spandau steigen Fred und ich in die U 7, Fred bekommt auch eine Einzelfahrkarte. Ein Mädchen fragt, ob sie auf Fred reiten dürfe. Eine ältere Dame erinnert mein Klepper an das Pferd, mit dem sie im Krieg auf der zugefrorenen Ostsee Richtung Heiminsrestreich floh. Am Hackeschen Markt stelle ich das Pferd mittig auf die Fläche zwischen S-Bahnhof und Touristenlokalen und hänge ihm mein mit naiver Malerei (Sonne, Blumen, Wolken) verziertes Schild um: „Hallo, ich bin Fred und ich tu gern Haferstroh essen!“
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02.05.2006 - 20:46 Uhr
annalabella
schade, da hätte man noch ein paar mitteschnitten in mitleidenschaft ziehen können.
ich frag mich was mit dem pferdi danach passiert ist? fred ist jetzt seife? nein wurscht. na da.
armes hottehueh.
er hat ihn sich garantiert nur ausgeliehen fuer journalistische zwecke und dann eben doch happa happa fred








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02.05.2006 - 19:03 Uhr
bauchgeburt