30.04.2006 - 01:41 Uhr

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Gerichtgedicht

Text: Kolkrabe

Als ich meine Tante verbrannte, meine Oma umrannte Und das Baby des Nachbarn in den Kühlschrank verbannte Da regte sich zaghaft ein erster Protest. Als ich Bomben erwarb, Terrorlehrstunden gab Und wegen mir schließlich der Tiger ausstarb Da hielt man mich für geraume Zeit fest. Ich wollte entfleuchen, die Atmosphäre verseuchen Und fies wie Darth Vader durch meine Gasmaske keuchen Doch leider fand sich ein relevantes Attest Ein Arzt sagte still, dass das was ich will Nur Suppe sei mit Lauch und mit Dill Das hatte er durch Folter aus mir gepresst. Der Richter voll Dank, sagte das sei doch krank Und sperrte mich in einen Eichenholzschrank Wo ich heute noch warte, dass man mich entlässt.
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