25.04.2006 - 17:02 Uhr

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Wahrnehmung 2

Text: elias_b

Die Hosentaschengeschichte Das Leben ist eine Hose. Eine mit genau 2 Hosentaschen. Jedoch sind diese beiden so verschieden, wie nichts anderes. Die eine Tasche. Eine Tasche ist für unsere Hand geöffnet, wir können hineingreifen und zum Vorschein kommen so winzig kleine Puzzleteile, Teile unseres Selbst. Jedes trägt ein bischen von uns in sich, keins der Puzzle alles. Die Tasche ist voll, übervoll und platzt aus den Nähten. Bei jeder Begegnung greift unsere Hand hinein und zaubert ein kleines Teilchen hervor. Wir können uns nicht dagegen wehren. Die andere Tasche. In diese Tasche können wir nicht hineingreifen, nichtmal ansatzweise. Sie ist geschlossen für unsere Hand, jedoch füllt sie sich ebenso wie die erste Tasche. Dies ist die Tasche, in die wir von denen die uns begegnen ein Puzzle gesteckt bekommen, ob wir wollen oder nicht. Jedes Erlebnis ein kleines Teilchen, welches in dieser Hosentasche verschwindet. Wir können uns nicht wehren. Es sind die Puzzle aus dieser Tasche, die sich zu unserem Lebensbildnis formen. Immer wieder neu. Und wir puzzlen, wir puzzlen ein unendliches Bild zusammen, unser Leben. Und wir konzentrieren uns auf die Tasche in die wir nicht greifen können. Wir schauen ganz genau was da passiert, dass auch ja keiner ein *falsches* Puzzle hineinstecken wird. Jedoch sind wir im Grunde machtlos dagegen. Und vergessen, vergessen aus der Tasche in die wir greifen können, auch herauszunehmen. Uns zu verschenken, jeden Moment aufs Neue. Uns zu verschenken in kleinen Portionen, mit der Gewissheit, dass unsere kleinen Puzzleteile einfliessen in das Lebensbild unserer Freunde, unserer Begegnungen. Wir vergessen, dass die Teilchen die wir zugesteckt bekommen in unser Bild einfliessen. Zu einem Ganzen verschwinden, sich einfärben mit all den kleinen Begebenheiten und sich neu geformt in unserer Hosentasche wiederfinden. -In der, aus der wir uns nicht trauen herauszunehmen.- Verteilen verlernen, aus einer Angst die sagt: Du gibst dich her! Das wird irgendwann weh tun! Dabei sehen wir nicht die Freude, am Leben anderer mitzupuzzlen und selbst gepuzzlelt zu werden.


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blaaa
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Mag ich Mag ich nicht

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25.04.2006 - 17:08 Uhr
blaaa

ich verschenke mich zur zeit mit herz und haaren!
toller text!*

i_refuse_to_mute
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Mag ich Mag ich nicht

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25.04.2006 - 17:31 Uhr
i_refuse_to_mute

das mit dem sich-verschenken ist ein sehr schöner gedanke...schön verbildlicht.

roteLinie
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Mag ich Mag ich nicht

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25.04.2006 - 19:56 Uhr
roteLinie

genauso ist es... ja :-)

hendiadyoin
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Mag ich Mag ich nicht

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26.04.2006 - 09:42 Uhr
hendiadyoin

so oft thema zwischen uns.... das puzzle-es setzt sich zusammen.
und mein herz-es spricht zu dir. heute nacht, heute morgen, jetzt....

elias_b
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Mag ich Mag ich nicht

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26.04.2006 - 11:26 Uhr
elias_b

ja nur das ich das puzzle gleichnis schon seit jahren mit mir rumtrage...und im gespräch war es einfach mal wieder da...

fozzybaerchen
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Mag ich Mag ich nicht

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26.04.2006 - 14:24 Uhr
fozzybaerchen

nette idee auch wenn die metapher etwas hinkt :)

SternStaubLiesa
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Mag ich Mag ich nicht

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26.04.2006 - 17:45 Uhr
SternStaubLiesa

Wie wahr!

Ich mag es *

Augustino
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Mag ich Mag ich nicht

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27.04.2006 - 01:30 Uhr
Augustino

Ich denke, du beschreibst einen Dualismus, in dem beide Seiten aufeinander angewiesen sind. In welcher Tasche sind nach deiner Meinung die meisten Teile? Wer sagt, das Puzzel kommt in die Tasche, jenes in die andere und wann nimmt man welches heraus? :)

giovialita
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Mag ich Mag ich nicht

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27.04.2006 - 10:39 Uhr
giovialita

wie immer super :)

La_Tristesse
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Mag ich Mag ich nicht

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27.04.2006 - 23:37 Uhr
La_Tristesse

Schöne Metapher zum träumen. Aber nach meinen Geschmack ein Stück weit zu gefühlvoll und geschwollen. Klingt wie eine Textauszug aus einem weiterem Lebensratgeber in der Spiegel Bestseller-Liste.

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elias_b

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