10 Gründe gegen ein Handy-Verbot an der Schule
Das bayerische Kultusministerium will Mobiltelefone an Schulen im Freistaat verbieten. Grund für das Verbot: Angeblich tauschen eine Vielzahl von Schülern brutale Handyvideos untereinander aus. Trotzdem brauchen Schüler ihre Handys. Wir haben zehn Gründe gegen das Verbot aufgeschrieben.
1. Würde man die Rechner von Schülern durchsuchen, fände man sicher noch mehr abartiges Zeug. Würde man ihre Schränke durchsuchen, ebenfalls. Durchsuchungen sollten aber den Eltern überlassen bleiben und PCs und Schränke weiterhin erlaubt sein. Auch an Schulen. Warum mit Handys anders umgehen? 2. Wie beim Pop kommt die Hysterie hier aus England, da wurde Happy Slapping erfunden – und zu einem bedrohlichen Phänomen gemacht. Der britische Forscher Graham Barnfield hat das angebliche Problem untersucht und ist zu dem Schluss gekommen: "Es gibt keine quantitative Analyse dazu. Im Internet kursieren immer dieselben 30 Spots, die Hälfte davon ist gestellt. Ich will hier bestimmt nichts kleinreden, warne aber nachdrücklich vor einer Hysterie." Außerdem sagt Barnfield: "Ich denke nicht, dass durch Happy Slapping neue Gewalt entsteht, sondern dass bestehende sichtbar gemacht wird". Oder anders ausgedrückt: Gewalt gab es immer, nur Kameras gibt es jetzt mehr. 3. "Das ist eine heikle Geschichte, weil Schulen schnell mit solchen Geschehnissen in Verbindung gebracht werden", begründete ein Schulleiter gegenüber der Frankfurter Rundschau sein offensives Vorgehen gegen Brutalo-Videos. Es geht also gar nicht um die armen Kinder, sondern ums Image.
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Lieber Herr Weißbrot: Kannst du mir bitte den Namen der Uni nennen, an der du studiert hast? Bzw. welches Fach? Ethno- oder Soziologie vielleicht?
Und noch ein Aufreger:
"Was manche Oberstufenschüler in ihre Handys tippen ist spannender, authentischer und größere Literatur als das, was momentan so aus manchen Literaturhäusern kommt. Wäre doch schade um die schönen Geschichten."
Da ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken. Hoffe ich. Überhaupt hoffe ich ganz generell, dass der Autor den Artikel mit einem Augenzwinken verfasst hat.
Wenn nicht, dann gute Nacht: Wie viele bescheuerte Meinungen und Ansichten gibt es eigentlich auf dieser Welt?
Interessant die Verknüfung von Handy und Pille... d.h. die Geburtenrate würde - zumindest unter Schülerinnen - wieder steigen?
(Wo ist denn das zufällig-anwesende-Amateurfilmer-Argument?)
http://www.mobile2morrow.de/de/home/
Den muß man doch verbieten, da wird doch die Jugend animiert, sich noch mehr Unsinn auszudenken. Das sich die Fraunhofer Gesellschaft für so was hergibt ...
Hallo Herr Weisbrod, übrigens herzliche Glückwunsch zu Ihrem wirklich gelungenen Artikel. Er spricht mir sozusagen aus der Seele.
Liebe Grüße
Ilona
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30.03.2006 - 10:42 Uhr
the-wrong-girl