Der Freund der Helfer
Jörg und sein Spezialkommando sollen bei der WM für Sicherheit sorgen – die Punks der Stadt erleben schon jetzt, wie das funktioniert
Punkkonzerte in München ziehen in letzter Zeit unverhoffte Aufmerksamkeit auf sich. Zum Beispiel vergangenen Freitag, als die drei Bands Kavaliersdelikt, Scrap Heap und Destination Failure im Partykeller des Jugendwohnheims Salesianum in Haidhausen spielen. Gegen 22.30 Uhr wird das Gebäude von 40 Beamten des Unterstützungskommando (USK) der Münchner Polizei umstellt. Die Polizisten in den schwarzen Kampfanzügen kommen nicht zum Musikhören. „Wir fahnden nach jemandem, der in der S-Bahn randaliert hat“, sagt einer der Beamten. Dieser Satz reicht, um die 70 Zuhörer zu potentiellen Verdächtigen zu machen. Jeder Gast muss sich für eine digitale Kartei ablichten lassen und seine Personalien angeben.
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zuerst, unreflektiert dargestellt, eine reißerische Darstellung einer Person eines Sondereinsatzkommandos. Dann unkommentiert die schweren Zeiten für Punks hintergestellt.
mehr sag ich da nicht zu
Da sollte sich auch keiner was vormachen, diese Leute werden extrem scharf gemacht. Teilweise werden die vor Einsätzen kaserniert, wo sie dann ein, zwei Wochen auf den Einsatz vorbereitet und heiß gemacht werden. Dann kommst du aus der Kaserne und jeder Hippie ist ein scheibar aggressives Monster, das dringend geschlagen werden muss. Da fühlt man sich halt toll, wenn man Menschen (meist ohne Konsequenzen fürchten zu müssen) hemmungslos verprügeln kann.
Und das schlimmste ist, dass diese Leute meist nicht reflektieren können, was sie da tun. Auch das ist Teil des (unterbewussten) Trainigs. Gewissensbisse nicht erlaubt. Wer sich auf die Staße traut, kann kein guter Mensch sein und muss (mindestens) geprügelt werden.
Dass diese Kampfmaschienen dann auch keine Gegner, sondern nur Opfer vor sich haben ist natürlich besonders krass. Ich kann auch in die Schule um die Ecke laufen und paar 16jährige nieder treten und mich dann toll fühlen. Und wenn ich dann sehe, wie auf Frauen, alte Leute und Jugendlich eingeprügelt wird, muss ich mich schon fragen ob die noch ganz normal im Scädel sind. Da wird billigend der Tod von Menschen in Kauf genommen. In Deutschland kommen ja jedes Jahr etliche Menschen durch (ungerechtfertigte) Polizeigewalt ums Leben. Sogar Amnesty International mahnte scon mehrfach die deutsch Polizei ab. Wegen Rassismus, Polizeiwillkür, brutale Überfälle auf Unschuldige, Folter in Polizeigewahrsam und und und.
Es ist eben der Freund und Helfer (von Staat und Kapital), ein Befehlsempfänger, welcher willfährig alles niedermacht, was sich gegen die ungerechten Verhältnisse auf der Welt auflehnt.
Und das machte oft mit gutem Gewissen, sind ja nur Dreckspunker, Hippieschlampen und Kommunistenschweine. Und zack, das Gewissen schaltet ab. Das sind in dem Moment nämlich keine Menschen mehr für diese Herren (und Damen). So war es auch schon im dritten Reich. Da hat man alles und jeden verbal erstmal entmenscht. Juden waren Ratten, Untermnschen, Bolschewisten, alles aber keine Menschen. So macht doch auch das Töten, Foltern und Erniedrigen doppelt so viel Spaß. Denn wer mag schon Ratten...
Und wenn ich den Beamten heut zutage so zuhöre, haben die eigentlich auch immer nur Einsätz, an denen keine Menschen beteiligt sind.
Nee nee, bei denen läuft schon einiges schief im Hirn, dabei sind sie ja eigentlich nicht selber zu 100% Schuld. Diese Ausbildungen haben es in sich. Dir wird schnell klar gemacht, dass du KEIN Bürger mehr bist, sondern der Staat. Und da hebst du so schon ab.
How ever, es braucht mehr couragierte Beamte, welche eben nicht wegsehen, wenn die Kollegen zu Sheriffs werden und Selbstjustiz ala Prügelstrafe begehen.
No Justice, No Peace!
Und wir lassen uns das einfach gefallen?????
Vor 65 Jahren hätten die Lager kontrolliert....
no nation, no order, fight law and order
Das ist das Schlimmste. Wenn polizeiliche Übergriffe wenigstens geahndet werden würden, wären sie zumindest nicht falscher als andere Gewalt. Aber so...
Das nächste Schlimme ist, dass viele Bürger ja denken "Ein Glück haben die Ordnungshüter diese suspekten Kommunisten aufgemischt".
Ich finde es in diesem Sinne beschämend, wie junge Männer noch 2006 in Deutschland scharf gemacht werden. Hier in Berlin sehe ich am 1. Mai auch Po-lizisten, die den ganzen Tag zu zwölft in einem stickigen Transporter sitzen müssen um dann bei Einbruch der Dunkelheit richtig Gas zu geben. Im wahresten Sinne des Wortes.
Als richtig kleiner Scheißer habe ich mir immer Gedacht, hier in Deutschland gibt's sowas nicht, dass die Polizei einen grundlos fertig macht, weil man evtl. zur falschen Zeit am falschen Ort war. Und im Vergleich zu, ähh, Weißrussland stimmt das ja auch.
Jörg hätte sich ehrliche Arbeit suchen sollen. Oder er muss der Verantwortung, die sich aus der Macht, Polizist zu sein, gewachsen sein. Sont wird das nix mit dem Respekt.
ACAB
cool_roland
www.antifa-nordhessen.de.vu
Soll heissen: „Ich bin kein Typ, der sein Gehirn gerne einsetzt...“
25.06.2006 - 20:29 Uhr
Jarubi
und jetzt holt die knüppel raus...
geht doch einfach mal davon aus, dass es bei uns, vor allem bei der alterstruktur, genauso viele vorurteile gibt wie auf linker oder rechter seite.
ich kenne mittlerweile viele storys aus den 70´ern, wer so am anfang seiner karriere geprägt wurde, tut sich schwer mit stereotypen.
das kann natürlich nicht entschuldigen, wenn es zu übergriffen von beamten kommt.
ich tu mir immer schwer, etwas zu beurteilen, wenn ich nicht alles von anfang bis zum ende beobachtet habe. es kann, aber es muß nicht immer so sein, wie es aussieht. aber gerade in geschlossenen einheiten, kann man selten einzelfallentscheidungen treffen. dazu sind solche situationen viel zu dynamisch. stellt sich mal einer vor, dass 2000 beamte anfangen zu diskutieren, wie man wann was machen soll!?!? wenn z.b. geräumt werden soll, dann hat der einzelne beamte selten den einsatztgrund gesehen und muß sich auf die führung und/oder seinen "nachbarn" in der kette verlassen, die einen gesamtüberblick hat oder eine gefahr beobachtet haben. auch wenn gerade nichts in "meinem" sichtbereich geschehen ist, dann kann es durchaus 50m weiter zu störungen einer veranstaltung gekommen sein.
gerade die dynamik ist auch das problem bei solchen großeinsätzen; wenn einzelne straftäter sich in der gruppe verstecken und maßnahmen zunächst erforderlich sind, dann kann man schlecht einfach wieder zurücksteuern, wenn sich die einsatzlage plötzlich ändert.
Das einfachste einsatzprinzip für die polizei ist, eine dynamische situation statisch zu machen. wenn ich zwei "streithähne" sehe, dann trenne, eventuell fixiere, ich, wenn die beiden sich nicht beruhigen können. erst dann, meist auf der wache, kann man einen solchen sachverhalt "entwirren". wir kommen meist als aussenstehende in eine vorhandene situation und können den "bösewicht" nicht so ohne weiteres vom "guten" unterscheiden... und meistens haben beide seiten ihre "freunde" die "alles" ganz genau gesehen haben.
ach ja, gegen ausländer habe ich auch nichts. mein vater ist iraner und glaubt mir, dass es im ausland und unter ausländern wesentlich mehr rassismus und vorurteile gibt als hier.
bewerbt euch selber und macht es besser. so hab ich mir das damals auch gedacht. einseitig denken kann jeder.
25.01.2007 - 19:24 Uhr
nirvana2000
Na aba tausend...LOL
Allein rechtfertigen???
Der Penner schämt sich doch nur weil er ganz genau weiß das es nich so is.
Die Staatsanwälte glauben doch nur den Bullen, immer das selbe....
Tja,da denkt man wir leben im Rechtsstaat . Nur in Bayern leider nicht, in dem die USK "Identifikationsschutz" gewährt kriegt, sie also anonym mit Sturmhaube reinprügeln können und keine Konsequenzen fürchten müssen.
No Justice, No Peace
Die lieben leute die immer fleißig gegen rechts demonstrieren machen sich doch sehr oft deren falsche Art gebräuchlich.
Aber ihr habt Recht ohne Gesetzt und Polizei wäre dieses Land 10*besser. Wer brauch schon Ordnung und Arbeit..........








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27.03.2006 - 20:02 Uhr
janida