Im Todestrakt von Texas
Sebastian Mez, 23, und Jochen Cholin, 29, sind vergangene Woche aus Texas zurückgekehrt, wo sie eine Dokumentation über die Todesstrafe gedreht haben. Auf jetzt.de erzählten sie unter dem Label DoTheRightThing von ihrer Reise und stellten Fotos online.
Unter anderem berichteten sie von ihrer Begegnung mit Brian D. Price, einem ehemaligen Gefängniskoch, der für über 100 zum Tode Verurteilten das letzte Mahl zubereitet hat, und von ihrem Besuch beim Radiosender KDOL, der für die Insassen des Todestrakts sendet. Wir haben Sebastian gefragt, was es mit dem Film dahinter eigentlich auf sich hat. Wie kam es dazu, dass ihr für einen Film über die Todesstrafe nach Amerika gefahren seid? Das Label hier auf jetzt.de war eigentlich nur für Freunde und Bekannte gedacht, damit sie verfolgen können, was wir so machen. Deswegen haben wir gar nicht weiter erklärt, worum es eigentlich geht. Jochen, ein Freund von mir hatte seine Diplomarbeit in Sozialpädagogik vor sich und wollte dafür unbedingt einen Film drehen. Wir beide haben öfters kleinere und größere Filme zusammen gemacht und ich hab sofort gesagt, dass ich dabei bin. Die Idee hatte ich schon länger im Kopf: ein Film über die Todesstrafe. Wie bist du gerade auf dieses Thema gekommen? Ich bin durch einen Spielfilm dazu gekommen: Dead Man Walking. Seitdem habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Sister Helen, die im Film von Susan Sarandon gespielt wird, wollten wir auch interviewen. In den USA hat es nicht geklappt, jetzt treffen wir sie in Dresden. Ich hatte früher aber keine richtige Position zur Todesstrafe. Nach unserer Reise bin ich aber der Meinung, dass niemand das Recht hat über Leben und Tod zu entscheiden. Trotzdem muss man beide Seiten der Medaille sehen, das macht auch einen professionellen Film aus. Es ist zu einfach zu sagen „Die Todesstrafe ist Scheiße“ und dann so richtig vom Leder zu ziehen. Man darf die Meinung dem Zuschauer nicht vorservieren. Natürlich haben wir auch mit vielen Leuten gesprochen, die gegen die Todesstrafe sind - selbst eine Mutter, deren Tochter fünfmal vergewaltigt und dann erschossen wurde.

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Natürlich habe ich mir Ihre Statements durchgelesen und nun gut sprechen wir also davon, dass Sie sowohl Interview als auch Bericht für reine Selbstverherrlichung halten.
Wie ich also der Meinung bin, dass Sie den Film zerreissen?
Wer garantiert mir denn, dass, wenn Sie bereits völlig uneins mit den Berichten sind, Sie nicht vorurteilsfrei an den Film herangehen würden?
Also drehen wir doch mal die Situation um: Sind Sie vielleicht einfach selber auf der Suche nach der Bestätigung IHRER Vorurteile. Denn anzunehmen ist dies, das Sie offensichtlich der Überzeugung sind, dass kaum einer in der Lage ist, Amerika vorurteilsfrei zu betrachten.
Doch, ich bin durchaus der Meinung das es möglich ist die USA halbwegs fair zu betrachten. Ich sage aber auch das es schwierig ist und ich bezweifel das der Film es tun wird. Meine Zweifel speisen sich aus dem Label, das ist ziemlich einseitig.
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31.03.2006 - 09:04 Uhr
mr_mulilo
Wo habe ich von dem Film geredet???
Es ging ums Interview und um das Label/die darin enthaltenen Beiträge.
"...Ich kenne den Film nicht, das gebe ich zu. Es bleibt erstmal nur das Interview........"
"....Zur guten Thematisierung gehören beide Seiten. Aber vielleicht ist der Film besser als das Interview......"
Das sind zwei Statements von mir, hier auf derselben Seite, sollten also nicht schwer zu finden sein :-)
Was soll also der Vorwurf:
"...Fraglich ist ebenfalls wie es Ihnen möglich ist den Film vorab schon so zu zerreissen wo Sie Ihn und noch nicht mal die Filmemacher selber fertig gesehen haben...."
*kopfschüttel*