Kohlen-Paule
Text: zyndywonka
Pummelig-puschlig, coolster Zocker-Gang, dicke Eier, aber liebenswürdig und tofte im Umgang nur zurzeit leider ziemlich übelriechend pupsend: mein Kater. P. hatte vor Jahren einen sehr schlimmen Autounfall, wurde herb überrollt und hat sich wie durch Marienhand selbst geheilt. Aber irgendwie scheint seine Verdauung gelitten zu haben. Jetzt kommt es grad vor, dass er herzhaft niest und justament im selben Augenblick seinen Schließmuskel nicht kontrollieren kann. Tjo, wenn "was dahinter" ist, machts Klätsch und die Soße liegt schön hinter ihm verteilt und recht kunstvoll (aber auch extrem übelkeitserrengend) arrangiert, wenn nicht, dann entweicht ein echter Katerpups. Und der kann was! Kurz vor der drohenden Ohnmacht, dem unausweichlichen Atemstillstand (meinem, nicht dem des lieben Herrn Viech) wird mir wirklich richtig schlecht, denn der Pups steigt einer schwefligen Wolke gleich leicht auf, hängt als Damoklesschleier über dem Küchenboden und lässt sich auch durch hektisches Terassentürenaufreißen nur schwer vertreiben. Ein Monster, das Ding. Tja, und dann muss Herr Paule erstmal auch frische Luft schnappen gehen und seinen Paschaplatz an der Heizung und in Reichweite des Kühlschranks verlassen - zwangsweise.
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23.02.2006 - 11:22 Uhr
DonLoewi