New York
Bester Plattenladen: Other Music, 15th E 4th Street – der kleinste gemeinsame Nenner. Bester Platz für Rendezvous: Seit „E-Mail für dich“ wieder offiziell das Dach des Empire State Buildings. Besser aber: Sixpack einpacken, Feuerleiter hoch und aufs eigene „rooftop“ setzen. Vielleicht auch grillen. Bester Club: Der alte Silberrücken „Limelight“ wurde wegen Drogen-Exzessen geschlossen. Seitdem ist sich die Fachpresse uneinig. Angebot-Overkill. Große Verwirrung.Ausgehtipps in New York von der Band Radio 4:
Hi Fi (169 Ave A, Manhattan): Indierock aus der Jukebox und Livekonzerte, war früher als "Brownies" bekannt
Daddy's (437 Graham Ave, Brooklyn): Besitzer dieser Bar sind die Rogers Sisters (die B52's des Punk). Hier gibt’s den obskursten Musik-Mischmasch der Stadt.
Happy Birthday Hideout (338 Flushing Ave, Brooklyn): Großes Loft mit Konzerten, Performances und billigem Büchsenbier. Hier hängt die Avantgarde rum.
Somethin' Else (294 Fifth Ave, Brooklyn): Gut sortierter Plattenladen von Radio 4-Sänger Anthony. Soundtrack zur Stadt: The Rapture, „Echoes“ Buch zur Stadt: J. D. Salinger, „Catcher in the Rye“ Unwahrer Mythos: Im November 1965 fiel in Manhattan der Strom aus. Exakt neun Monate später folgte dann ein Babyboom. Diese rührende Geschichte steht in jedem Reiseführer; leider stimmt sie nicht, denn die meisten Leute steckten damals im Fahrstuhl fest, ganz allein. Obskurster Brauch: Bei der Thanksgiving-Parade fliegen riesige Luftballons über die 5th Avenue. Spiderman, Bugs Bunny und Kermit der Frosch. Das ist nicht nur sehr hässlich, sondern auch gefährlich. 2002 riss sich einer der Luftballon-Giganten los. Es gab Schwerverletzte. Stadtteil, den man kennen muss: Veränderlich und schwankend. Je nach Wetterlage und Mietpreis. Wichtigster Satz: „When you come over this bridge, you will never have to cross a bridge again.” Traditioneller Willkommensgruß für Zugereiste. Satz, mit dem man sich zum Deppen macht: „Take it easy!“ Was man niemals tun sollte: Musical sehen, Hotdog essen, Treppen steigen. Das sagen die anderen: „Alles ist so riesig hier. Man fühlt sich klein und unbedeutend.“ Schlimmste Phrase: „New York, New York, it’s a hell of a town.” Unnütze Information: New York liegt auf dem selben Breitgrad wie Neapel. Die exakten Koordinaten: 40° 42' nördliche Breite und 74° westliche Länge. Wann sind alle Einwohner besoffen: Am Vorabend von Thanksgiving. Denn am nächsten Tag drohen Familienharmonie und -streit. Dämlicher Superlativ: Die meisten Ratten der nördlichen Hemisphäre. 70 Millionen. Auf einen Einwohner kommen also neun Ratten und eine halbe. Die verhassten Provinzler: Bridge-and-Tunnel-People, Kurzzeit-New-Yorker aus New Jersey, die mit dem Auto nach Manhattan kommen, um auch mal ein bisschen „crazy“ zu sein. Uni-Fach, das es nur dort gibt: Diplom Spin-Doctor. Al Gore lehrt Journalismus an der Columbia University. Ein gutes Vorbild. Lebenswerteste Sache, die die Stadt hervorgebracht hat: Die Vereinten Nationen. Einwohner: 8,2 Millionen Wie viele Freibäder: Keine. Als Kompensation gibt es einen wunderschönen Strand. Am Jones Beach auf Long Island flattert die US-Flagge im Wind, fast wie bei „Baywatch“. Hochrangigstes öffentliches Verkehrsmittel: Die U-Bahn. Schnell, laut, heiß geliebt: Am Times Square steht ein Graffiti an der Wand, eine Hymne auf das Verkehrsdrehkreuz: „Oh New York City, Times Square, Home of the 1,2,3,7,9,N,R,F,V-Trains, Center of the Universe.“ Wie viele Eisdielen: Keine authentischen jedenfalls. Dafür 1500 Starbucks-Filialen. Mindestens. Wie viele Parks: 1700 Durchschnittsmiete: Hoch. Ab 700 Dollar bekommt man vielleicht ein Zimmer in der „Nähe“ (15 Kilometer Umkreis) von Manhattan. Durchschnittstemperatur: 11° Celsius Sonnenstunden im Jahr: -- Fußballclub: New York City Metrostars
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