"Na, wie fühlt man sich als kleiner Star?"
Mit dem Flieger nach Köln. Irgendwie bin ich deprimiert.Ich habe keine Lust auf ein Hotel, und ich habe auch keine Lust auf die Konferenz. Immer die gleichen Fragen: »Kannst du dich mit Tanja identifizieren?« Ich muß nachdenken. »Bist du Tanja?« »Nein!« »Die Serie wird in Rostock gedreht, gibt es einen Ost-West-Konflikt?« »Nein!« Und wenn es ganz dick kommt: »Na, wie fühlt man sich als kleiner Star? War Schauspielerei schon immer Dein Traumberuf? Was ist denn deine Lieblingsserie?« Da warte ich nur noch, daß sie mir die Wange tätscheln, wenn ich brav antworte. Genug davon. War ein klasse Abend mit den Leuten aus dem Team. So gegen zwei bin ich nach Hause. Die fünf Stockwerke kamen mir vor, als würde ich die Zugspitze besteigen. Als ich oben war und ins Bett gefallen bin und sich alles um mich herum leicht drehte, hatte ich das Gefühl, auf einem Berg zu stehen und langsam abzuheben. Der Flug ist zu Ende, als mein Wecker mir um 8 Uhr in die Ohren schreit. »Bin irgendwie nicht gut drauf!« (Zitat »Tanja«, Folge 1) Fazit des Tages: – Hotels machen einsam – Milchkaffee ohne Schaum ist langweilig – Hardy ist die beste Medizin – Taxifahrer sind bestimmt gute Drehbuchautoren – Helium macht süchtig
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