01.06.2005 - 12:01 Uhr

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Frau-TV

Text: verena-stehle

Illustration: karen-ernst Zwei Frauen kommen aus einem Haus, reißen sich die Kleidchen vom Leib und hüpfen nackt in den türkisfarbenen Swimmingpool. Später stehen sich dann gegenüber, mit klatschnassem Haar, das Wasser perlt auf ihren erhitzten Körpern ab, sie versinken in einem tiefen Kuss, fassen ihre erstklassig geformten Brüste an, liebkosen ihre apfelblütenknospenartigen Brustwarzen und hauchen erregende Worte. Dabei werden sie heimlich durch den Gartenzaun beobachtet – von einem überaus hübschen Mädchen, das die Szene sichtbar genießt. So, hier drücken wir erst mal auf "Pause". Porno oder großer Anspruch? Schon klar Jungs, dass euch diese Vorstellung den Sabber in die Mundhöhle treibt. Aber Contenance, denn es gibt vielleicht bald noch viel mehr davon – und zwar nicht nachts in schmuddeligen Pornostreifchen. Nein, das ist ganz legaler Stoff, den man noch nicht mal vor seiner Freundin rechtfertigen muss, weil die bei den Nackedei-Szenen selber feuchte Handflächen bekommt. Der kribbelige Quotenkracher aus den USA heißt "The L-Word". Das steht – klar – für "lesbian". Derzeit wird die zweite Staffel auf dem US-Kabelsender Showtime ausgestrahlt. Im Mittelpunkt stehen acht befreundete und zudem sehr schöne Frauen, die in erster Linie entweder schon lesbisch sind oder im Lauf der Serie konvertieren. Den Produzenten war nach eigenen Angaben Authentizität ganz wichtig: Die Rollen wurden weitgehend mit homosexuellen Frauen besetzt. Dass das männliche Geschlecht reges Interesse an der Serie haben wird, ist klar. Aber eigentlich soll es in "The L-Word" nicht nur darum gehen, Männerfantasien zu bedienen. Es soll auch eine bisher vernachlässigte Gruppe zeigen. Lesben-Serie sucht Sendeplatz "The L-Word" ist schon jetzt auf weltweitem Eroberungsfeldzug unterwegs: Die erste Staffel läuft bereits in Großbritannien, Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea, Island, Israel und Südafrika. In Frankreich werden die lesbischen Liaisons Mitte Juni auf dem Bezahlsender Canal Plus zur besten Sendezeit gestartet. Nur in Deutschland hat sich noch kein Sender für die schlüpfrig-revolutionäre TV-Sensation erwärmen können: VOX findet die Zielgruppe lesbischer Frauen zu speziell, der Kultursender 3sat hat ein zu kleines Budget und ZDF kauft prinzipiell kaum ausländische Serien ein. Das deutsche Lesbenmagazin L-Mag hat nun eine Unterschriftenaktion gestartet: Am 1. August soll ein jetzt schon beachtlicher Mailberg vor die Pforten eines privaten Senders gekippt werden, um diesen zu Einkauf und Ausstrahlung der Serie zu bewegen. Schöne Lesben für mehr Homosexualität im TV Keine Frage, das Frauenbild entspricht nicht den gängigen Stereotypen, die wir in Deutschland von Lesben haben. Die Figuren in "The L-Word" sind eine Mischung aus "Melrose Place"-Biestern und tratschenden Frauen, wie sie in "Sex and the City" vorgeführt wurden. Sie haben alle sehr oft Sex, lässige Berufe, schöne Domizile und fahren mit dem Cabrio durch die Straßenschluchten von Los Angeles. Ein Konzept, das vielleicht auf den ersten Blick besonders auf Heteromänner zugeschnitten sein mag. Aber mal ehrlich: Wer möchte im Fernsehen auf scheinbar von Lesben geschützte Markenzeichen wie ausrasierte Stiernacken, asymmetrische Haarschnitte oder Birkenstocksandalen stoßen? Noch viel wichtiger als der äußere Schein ist aber doch: Gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen ist in der Fernsehlandschaft bisher deutlich unterrepräsentiert, wenn nicht sogar nicht-existent. Zwar hatte Samantha aus "Sex and the City" eine Folge lang ihre homosexuelle Seite entdeckt, spätestens um 22.05 Uhr mitteleuropäischer Zeit war das Gesicht der Geläuterten aber wieder in einem entblößten Männerschoß versunken. "The L-Word" ist also ein wichtiger Meilenstein in der TV-Geschichte: Lesbische Charaktere im Scheinwerferlicht – mit ihren ganz realen Alltagssorgen wie Coming Out, Verstecken der Sexualität oder Kinderwünsche. Und die heterosexuellen Figuren dort, wo man sonst die Lesben findet – nämlich im Hintergrund.


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herrkaiser
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 12:25 Uhr
herrkaiser

Frau-TV -

...gibt doch ne lesbenserie: hinter gittern auf rtl...

siegstyle
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 12:37 Uhr
siegstyle

Frau-TV -

was haben disse hochglanzlesben mit der wirklichkeit zu tun? war mal hier mit ner lesbischen freundin auf ner party i so36. und die kampflesben da, waren irgendwie alle männlicher als ich...die sind jetzt vielleicht auch nicht repräsentativ. aber diese us-lesbendarstellung hört sich für mich wien feuchter männertraum an.

ps: ich bin dafür, dass das hier unbedingt läuft. natürlich nur, um die rechte lesbischer frauen zu stärken.

louis82
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 13:17 Uhr
louis82

1.6.2005 12:37:56 -

Aber hallo bin ich dafüa!!!!!!!! (bidde aber erst ab september wenn ich weider tv hab).

suedstern
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 13:19 Uhr
suedstern

1.6.2005 12:37:56 -

Die Serie läuft übrigens auch in Schweden und ganz Stockholm ist mit Plakaten dafür gepflastert. Komisch, dass Pro Sieben da noch nicht zugegriffen hat. Wäre sicher ein Quotenrenner.

dearest
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 13:29 Uhr
dearest

1.6.2005 13:19:21 -

versteh ich auch nicht.

freaky
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 14:09 Uhr
freaky

Frau-TV -

Ja, ich dachte auch an RTL2 oder Pro7.

Bin auf jedenfall auch dafür ;-)

siegstyle
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 14:23 Uhr
siegstyle

Frau-TV -

BILD hat heute auchen lesbenduo im nest. das war doch hier am ende nichen stich ins lesbennest...

strecken... und einreiben. Und strecken und einreiben!“

Heißer AXE-Snake-Peel-Werbespot
sorgt für Rubbelfieber

Von JAN RUDOLPH

Heiße Bilder aus dem Rubbel-Spot – klicken Sie hier

Schon mal was von Stacey Sunshine und Michelle Moist gehört?

Das sind die beiden heißen Frauen, die sich – nur mit Bikini bekleidet – unter der Dusche gegenseitig mit einem Peeling einseifen. Im Internet ist der heiße Videoclip des „Deutschen Wohlfühl Kanals“ längst Kult.

Die beiden Bikini-Schönheiten machen Werbung für das neue „AXE Snake Peel“, das erste Shower-Peeling für Männer. Im Werbespot haben Männer allerdings nichts zu suchen. Stacey und Michelle schrubben und rubbeln in der Nachtschleife des DSF sowie überlebensgroß in den größten Kinos Deutschlands. Wir zeigen Ihnen die besten Bilder aus dem Spot der für echtes Rubbelfieber sorgt – klicken Sie hier...

Der Spot:
Das kleine Werbefilmchen ist aufgebaut wie eine Dauerwerbesendung auf einem Tele-Shopping-Kanal. Schön trashig, bunt und mit vieel Haut. Vor einer Pool-Kulisse mit echtem Porzellanjaguar zeigen die zwei Mädels im Bikini, wie man sich so richtig professionell einschrubbt. Und wie man(n) sieht, können die beiden das wirklich gut.

Genau 745 „Workout“-Folgen lief für Stacey und Michelle alles glatt. Immer schön der Anweisung folgen: „Strecken... und einreiben. Und strecken und einreiben...“ Doch dann gerät in Episode 746 alles etwas außer Kontrolle. Assistentin Michelle reibt Stacey hilfsbereit den Rücken ein – und kann sie sich kaum noch beherrschen. Michelle reibt und küßt Stacey – die fühlt sich ziemlich bedrängt. Am Ende hört man dann nur noch im Hintergrund: „Michelle du Miststück. Du bist sowas von unprofessionell!“.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 14:35 Uhr
alcofribas

1.6.2005 14:23:40 -

riecht alles doch nach klischeealarm.

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 14:55 Uhr
ein_oxymoron

1.6.2005 14:35:53 -

acht wunderhübsche freundinnen und zuuufällig (werden) alle lesbisch und haben ganz viel spaß miteinander... um authentizität bemüht. muahahaha, ganz klar.

meisenfrollein
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2005 - 15:52 Uhr
meisenfrollein

1.6.2005 14:55:59 -

mein gott, das ist doch nur fernsehen....wer will sich denn da noch über klischees aufregen?! "the L-word" ist meiner meinung nach nicht besser oder schlechter als die meißten anderen serien...
aber kennt jemand "queer as folk"? das könnten sich die deutschen fernsehsender auch gut mal anschauen...

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