19.12.2005 - 19:00 Uhr

0 6 Über Twitter weiterempfehlen

Angst und Schrecken zu Weihnachten

Text: hannes-kerber

Bücher gibt es viele. Auch gute. Doch der schwierige Teil beim Schenken ist es, das richtige Buch für den richtigen Menschen zu finden. Der Textmarker gibt Tipps für den Weihnachtseinkauf. Fünfter Teil einer Serie.
Für wen? Für den Onkel, der immer mit seiner wilden Jugend angibt. Angestrichen: Nein, dies ist keine gute Stadt für psychedelische Drogen. Die Realität ist zu verdreht. Wo steht das denn? In Hunter S. Thompsons großem Roman „Angst und Schrecken in Las Vegas“. Und manchmal weiß man wirklich nicht, ob Las Vegas selbst oder die Drogen den Auftrag des Journalisten Raoul Duke (alias Hunter S. Thompson) so schwer, im Prinzip unmöglich machen: Er soll einen Artikel über das „Mint 400“, das größte Motorradrennen der Welt, schreiben. Raoul Duke und Dr. Gonzo, Anwalt und Freund, besuchen das berühmte Kasino Circus-Circus – „das Circus-Circus ist das, was alle mit Durchblick Samstag nachts täten, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten“ –, zerstören Hotelzimmer, nehmen alle Drogen, die es gibt, fahren Autos zu Schrott und nehmen an einem viertägigen Seminar für Staatsanwälte über „Narkotika und gefährliche Drogen“ teil. Ein großes Buch, das großartig verfilmt wurde, über die Suche der letzen Flüchtlinge vor der Love Generation, den letzten Ausläufer der Großen-San-Francisco-LSD-Welle, nach dem Amerikanischen Traum. Ein Buch, das 1971 erschienen, eine ganze Generation geprägt hat. Hunter S. Thompson beschreibt Duke im letzen Satz als „einen Mann auf seinem Weg, und gerade krank genug, um total selbstsicher und zuversichtlich zu sein“. Am 20. Februar 2005 nahm sich der Autor das Leben. Steht im Bücherregal zwischen: Zwei weiteren Klassikern der 60er- und 70er-Jahre: Bernward Vespers Autobiographie, dem deutschem Drogenepos „Die Reise“, und dem Skandalbuch „Pimp“ von Iceberg Slim, über seinen Aufstieg zum berühmtesten schwarzen Zuhälter von Amerika. Angst und Schrecken in Las Vegas von Hunter S. Thompson, 304 Seiten, 8 Euro 95. Erschienen im http://www.randomhouse.de/heyne/" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag.


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
hannes-kerber
Mehr Texte zum Label
Textmarker
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
6 Kommentare

speichern
paloalto
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

19.12.2005 - 20:38 Uhr
paloalto

Als Dein Anwalt rate ich zum Kauf.

Auch wenn es schon etwas abgegriffen ist.

oelfeld
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

20.12.2005 - 13:42 Uhr
oelfeld

wenn du toll bist, schenkste noch den film dazu. und ein drogenpaket zum zudröhnen beim kucken oder so

louis82
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

20.12.2005 - 13:53 Uhr
louis82

Oh mein Gott.... der Typ.... ist ein verdammmter Drogenfahnder!!

Film gefallen? Buch lesen!

oelfeld
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

20.12.2005 - 13:56 Uhr
oelfeld

wir können hier nicht halten! das ist fledermausland!

BatMan
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

20.12.2005 - 16:02 Uhr
BatMan

das buch ist wirklich der hammer. halt ein klassiker.

jugendbeweger
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

21.12.2005 - 23:26 Uhr
jugendbeweger

kommt in verbindung eines koffers vollgepackt mit der persoenlichen drogensammlung gleich noch besser an


Speichern

Jetzt-Mitglied

hannes-kerber unbekannt

hannes-kerber

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.


wer a sagt, muß gar nichts.