Herz sucht Kopf
Seit Tagen mache ich mir Gedanken. Ich meine, ich denke immer sehr viel oder gar zu viel nach, aber dieses Mal ist es irgendwie was Anderes. Ich denke an ihn und dann wieder an ihn.Ich fühle mich wie zwischen zwei Gärten, die beide wunderbar duften, jedoch nach ganz gegensätzlichen Blumen und Farben. In dem einen kenne ich mich blendend aus, habe schon jeden kleinsten Winkel genauestens erkundet. Schöne Ecken gefunden und unangenehmere Löcher. Der andere lockt nur so und leuchtet vor Abenteuern, neuen Düften und wunderbaren Naturschauspielen. Meine Gedanken nageln mich fest an einem Steg zwischen den zwei Grünanlagen. Wage ich ein kleines Schrittchen in die neue Richtung, sehne ich mich in die Vertrautheit zurück. Ich habe Angst, das Leben von ihm zu zerschlagen. Ich habe Angst, einen dunklen Brunnen in meine Seele zu graben. Ich habe Angst, nicht mehr ich sein zu können. Mein Herz spricht in Rätseln. Manchmal flüstert es laut und manchmal schreit es ganz leise. Es will leben. Es ist ein Hotel und umfasst ziemlich viele Gäste. Er hat eine große Suite mit weichem Bett und Spiegel gemietet – oder gekauft? Und der andere ist noch am Einchecken. Ich möchte eine Empfangsdame einstellen, die meine Liebe regelt. Es melde sich doch bitte jemand. Mein Kopf raucht und ich habe kalte Hände. Ich beobachte viel und mein Mund erzählt komische Dinge. Meine Augen leuchten und ich bin neugierig. So gierig. Auf das Leben. Und die Liebe. Und dich. Und mich. Ich möchte seufzen und die Augen öffnen und in die richtigen Augen blicken. Früher habe ich mir immer gewünscht, dass zwei wie sie um mich kämpfen. Wie zwei Ritter um die Prinzessin. Doch wäre nicht ich die mit dem Schwert, das wild und fest, am Schluss das Herz des Verlierers aufspießt? Ich mag keine Gewalt. Ich mag Sterne. Und den Regen. Und Wunder. Gibt es die nicht immer wieder? Kann ich denn nicht mit beiden leben. Den einen in der Suite lieben und den anderen im großen Schlossgarten treffen und lieb haben. Sonst trafen sich die Töne von Herzmelodie und Gedankensymphonie immer irgendwo. Manchmal ergab es ein wunderschönes Lied und ebenso oft, spielte ich in der Luft. Doch jetzt spielen sie nicht gemeinsam. Sie wissen beide nicht, was sie wollen. Doch ich weiß, was ich will. Leben, lieben und lieb haben. Ihn in dem einen Garten und ihn in dem anderen. So etwas lässt sich doch sicher für eine Prinzessin einrichten. Dafür küsse ich sogar einen Frosch.
- Ein bisschen Freiheit vor 21 Std.
- Der grosse Arztroman: Neukölln Bipolar II vor 23 Std.
- 5:40, Hellhellblau 24.05.2012
- Neukölln Bipolar disorder 23.05.2012
- Text schreiben Gruppe gründen 22.05.2012
Jaja, die Frösche, sie haben schlimme Überraschungen auf Lager. ;)
auf dich und mich und die liebe. prost. und um mit dem herrn baumeister zu sprechen: yo, wir schaffen das... :-)








0
10.10.2005 - 20:52 Uhr
Dead_Man