03.10.2005 - 17:38 Uhr

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Wir

Text: KleinOrangenmaedchen

Ich liege in deinen Armen und frage mich, wie ich mich jetzt eigentlich fühlen sollte. Müsste. Und ob es normal ist, dass es sich anders anfühlt als noch vor ein paar Monaten.

Ich habe dich schon länger nicht mehr so nah neben mir gefühlt, wohnst du doch so verdammt weit weg. Und jetzt fühlt es sich so leer an in meinem Herzen. Ich stehe auf und gehe ein paar Schritte. Muss nachdenken. In meinen Augen glitzert es und es schmeckt ganz leicht nach Salz auf meinen Lippen. Ich mag dich küssen und nicht mehr so viel denken müssen. Ich mag wieder mit dir auf dem Bett liegen, deine Blumen in den Augen pflücken und deine Wimpern streicheln. Ich rufe dich. Du kommst. Ist es nicht toll, wenn man jemanden hat, der kommt, wenn man ihn ruft? Ich betrachte deine Hände und rieche an deinen Haaren. So viele Erinnerungen. Mit dir. Wir beide zusammen – wie füreinander bestimmt. Doch ich frage mich, ob unsere Liebe so stark ist, dass sie Veränderungen aushält. Denn ich verändere mich. Ich lebe. Du liebst mich, das weiß ich. Und es ist ein tolles Gefühl, geliebt zu werden. Doch ich bekomme immer wieder Angst, dass ich dir irgendwann nicht mehr genug Liebe zurückschenken kann. Hey, du bist doch bei uns der Kapitalist. Der mit den Zahlen. Ich bin die mit den Worten. Und Träumen. Und Bildern. Eigentlich passen wir doch gar nicht zusammen. Sehnsuchtsvoll seufze ich und denke an mein passendes Puzzleteil. Ich spiele gerne. Du auch. Ich greife nach deiner Hand und wir halten uns fest. So fest. Ich möchte dich drücken und nicht mehr loslassen. Deine Liebe spüren und meine damit ein bisschen wachkitzeln, damit sie nicht einschläft. Du schaffst es, wenn du so schön lächelst und für mich da bist. Und manchmal so tust, als ob du mich verstehst. Verstehst du mich? Ich verstehe, dass du es schwer hast mit mir. Auch wenn du mich leicht auf den Schultern tragen kannst. Könnte ich dich in meinen Armen tragen, würde ich dich vielleicht in meine Welt führen können. Und dann würden wir uns berühren und das gleiche Lied anstimmen. Summen im Wind. Ich lächle dich an. Du lächelst zurück. Wir gehören zusammen, auch wenn du meine Worte oft nicht verstehst. Ich bin ja auch sehr verträumt, hm? Ich möchte für dich da sein. Dann stehen wir am Bahngleis und der Zug wird gleich abfahren. Aber er wird unsere Liebe nicht mit wegnehmen. Nein, die lebt in unseren Herzen. Auch wenn die nicht so perfekt aufeinander passen. Perfekt ist eh blöd. Ich küsse dich und möchte dich noch ganz oft küssen. Denn unsere Lippen, die wissen, wie man gut zusammen tanzen kann. Von denen können wir lernen. Beim nächsten Mal. Und übernächsten. Fahr vorsichtig, ich brauche dich noch. Lächeln. Glitzer in den Augen. Ich mag wieder zu dir. Gemeiner Zugführer. Pass auf unsere Liebe auf. Ich winke. Du winkst. Wir verstehen uns.


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wiedi
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Mag ich Mag ich nicht

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05.10.2005 - 20:43 Uhr
wiedi

wow.

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ist jetzt-Userin und hat diesen Beitrag verfasst.

//her mind, was a very big house, we got lost there for hours until august fell//