Sie liebt ihn
Ihre Augen leuchten, wenn sie lacht. Und ihre Grübchen amüsieren sich gleichzeitig darüber.Sie lacht viel, denn sie spielt gerne mit dem Kind in ihr. Und wenn sie weint, dann sieht man das Meer in ihren Augen und ihre Tränen glitzern, wenn sie an ihrer weichen Haut herunterkullern. Sie weint viel, denn sie denkt zu viel nach. Seine lockigen Haare fallen in seine Stirn, wenn er sich hinunterbeugt, um seine alten Schuhe zu binden. Und auf seiner Nase taumeln sich viele kleine Sommersprossen. An seinem linken Knie hat er eine Narbe, die erinnert ihn an seine Kindheit. Er möchte später viele Kinder haben und ihnen Liebe schenken, damit die sich nicht nur durch eine Narbe an diese Zeit erinnern. Er plant viel, wenn er durch die Gegend läuft und träumt. Dann träumt er mit offenen Augen, sieht nichts und läuft gegen Wunder. Sie liebt ihn. Sie hat sich in jede seiner Sommersprossen verliebt, als er mitten auf der Brücke gegen sie lief. Seine Augen waren offen und doch verschlossen. Er sah sehr traurig aus, doch seine Haut sehnte sich nach Salz. Sie wollte ihn mit salzigen Lippen küssen und immer wieder gegen ihn laufen. Denn er roch nach Sternenlicht. Er lief gegen sie. Doch hatte er ihre Augen nicht gesehen. Er sah auf seine Füße. Und stolperte über die Liebe. Das passiert ihm öfters, denn er ist sehr ungeschickt. Seine Gedanken hielten ihn gerade gefangen. Keine Chance. Jeden Tag lief sie zu der Stelle, wo sie ihm begegnet war. Sie sprach zu der Sonne und schickte jeden Regentropfen auf die Suche. Die Hoffnung spiegelte sich in ihren Augen in einem schillernden Blau. Sie schaute auf das Wasser und spielte mit ihren Haaren. Er hatte auf der großen Wiese eine Sonnenbrille gefunden. So konnten ihn die Sonnenstrahlen nicht mehr fangen. Er ging in schnelleren Schritten und hatte neuerdings größere Falten auf der Stirn. Das kommt vom vielen Denken, sagte die alte Nachbarin. Er lächelte selten, doch seine Sommersprossen lachten manchmal leise. Ihr Haar glänzte im Mondlicht, als sie um Mitternacht auf der Brücke entlanglief. Ihr Herz zeigte ihr den Weg. Sie lief schneller. Er auch. Sein Herz raste. Seine Sonnenbrille fiel herunter. Er konnte sie nicht sehen. Er lief und lief. Seine Füße stolperten über das letzte Wunder, als er sich in die schwarze Nacht stürzte. Die Sommersprossen lachten. Und seine Tränen vermischten sich mit dem eiskalten Wasser. Sie schrie, doch hörte nichts. Ihre Augen waren dunkelblau. Ihre Hände kalt. Ihre Tränen waren eingefroren. Sie lief und lief. Dem Mond entgegen.
- Goodbye Spaniel 09.05.2012
- Altruismus 07.05.2012
- Die Prüfung 29.04.2012
- Einsamkeit _oder_ Zurück in der Zukunft 19.04.2012
- coursework, du blöde sau! 24.03.2012
traurig schön...das stimmt...
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so nach dem motto: wer schmetterlinge fliegen hoeren kann, weiss wie wolken riechen. und sterne schmecken.








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08.09.2005 - 16:45 Uhr
Green_Eyed_Girl