Das Mädchen, der Junge
Eine wahre Geschichte übers Freunde werden, Freunde sein und Freunde bleibenEs war einmal ein Mädchen... Sie hatte viele Freunde, viele gute und auch ein paar ganz wenige besonders gute. Und es war ein Junge, eigentlich schon ein Mann, doch in seinem Herzen immer noch ein kleiner Junge. Das Mädchen mochte diesen Jungen anfangs nur, weil sie glaubte, den Freund des Jungen zu lieben. Und weil sie die wenigen besonders guten Freunde des Jungen den sie liebte auch kennen und mögen wollte, bemühte sie sich, den Jungen kennen zu lernen. Sie lernte, dass er nur wenige Leute wirklich und wahrhaftig mochte und doch hatte sie immer das Gefühl, er hätte sie gern. Sie lernte, dass er von niemandem gemocht werden wollte und sie lächelte darüber und sagte ihm nie, dass sie ihn trotzdem gern hatte. Doch der beste Freund des Jungen redete irgendwann nicht mehr mit dem Mädchen und der einzige, der ihr blieb war der Junge, den sie mittlerweile besser kannte, als den, den sie zu lieben geglaubt hatte. Dann fand der Junge ein Mädchen, das er liebte und das Mädchen merkte, dass sie eifersüchtig auf die andere war, doch sie glaubte nicht daran. Sie glaubte, sich für den Jungen zu freuen, obwohl sie das andere Mädchen nicht leiden konnte. Sie schimpfte auf das andere Mädchen und ärgerte sich, dass der Junge sie beinahe wegen ihr vergaß. Eines Tages dann meldete sich der Junge nicht mehr bei dem Mädchen und sie fand nach einiger Zeit heraus, dass das andere Mädchen den Jungen verlassen hatte. Dem Mädchen tat der Junge sehr leid, weil er die andere geliebt hatte und sie versuchte, ihn zu trösten. Weil sie ihn gut kannte, wusste sie, was sie sagen musste um ihm zu helfen, denn obwohl der Junge immer dachte, sein wahres Selbst vor allen verstecken zu können, war sich das Mädchen sicher, hinter seine Maske sehen zu können und den kleinen Jungen in dem Mann zu sehen, der er zu sein versuchte. Der Junge erzählte dem Mädchen wie schlecht es ihm ging aber er sagte auch, dass er nicht wollte, dass irgendjemand wusste, wie es ihm wirklich ging. Das Mädchen lächelte darüber, dass er zu stolz war zuzugeben, dass er mit ihr reden wollte und sie lächelte darüber, dass er zu stolz war zuzugeben, dass er sie gern hatte. Denn sie merkte, dass er sie gern hatte und sie freute sich darüber, denn sie hatte ihn auch sehr gern. Der Junge versuchte mit allen Mitteln, das andere Mädchen zu vergessen und das Mädchen versuchte, ihm dabei zu helfen. Irgendwann hatten sie es geschafft und der Junge war wieder so, wie er immer gewesen war, nur war das, was zwischen ihnen war nicht mehr das, was es gewesen war. Nach außen hin war es für sie so, wie es sein sollte, denn er behauptete immer noch, sie nicht zu mögen und sie behauptete das gleiche, nur merkte sie, dass es anders war. Sie bemerkte, dass sie Freunde geworden waren, bessere als sie jemals geglaubt hätte, dass sie sein könnten. Sie wusste, dass er immer noch unmöglich war. Er hatte ihr gesagt, dass sie ziemlich komisch war. Aber trotzdem hatten sie sich gegenseitig einen Platz unter ihren ganz wenigen besonders guten Freunden freigeräumt.
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15.08.2004 - 15:32 Uhr
albinokaninchen