The Arcade Fire live in Hamburg
Ein Konzertbericht.Viel geschrieben wurde über sie in den letzten Monaten. Die Liste der Referenzen ist lang und reicht von David Bowie über die Pixies bis hin zu den Talking Heads. Das Debutalbum der brennenden Spielhalle "Funeral" wurde zurecht allseits bejubelt und entsprechend hoch war natürlich die Erwartungshaltung vor ihrer ersten Clubtour durch die deutschen Landen. Schon vor fast sechs Wochen erwarb ich meine Konzertkarte und zählte seitdem ungeduldig die Tage bis zum Konzert am 18. Mai. Die Hamburger Morgenpost rief - und alle Spexabonnenten waren gekommen, um den Hamburger Club Knust im Schlachthof zu füllen wie lange nicht mehr. Beeindruckend schon das Vorprogramm. Unter dem Namen Final Fantasy vermochte es der offensichtlich ebenfalls videospielaffine Violinist Owen Pallett, der später auch die Hauptband verstärkte, mit seiner sehr eigenwilligen Performance das Publikum zum Staunen zu bringen. Seine Lieder begleitete er auf der Geige mit kürzeren, sehr eingängigen Melodiefragmenten, die er jeweils mit einem Delay loopte. Nur selten erleben geneigte Konzertgänger ein so einnehmendes Entrée. Dann kamen sie. Die Bühne des Clubs war für acht Künstler fast ein wenig zu klein. The Arcade Fire eröffneten wie auf ihrer LP mit "Neighborhood #1 (Tunnels)" und waren vom ersten Ton an präsent. Während die Band durch ihr Werk führte, wurden die Instrumente fleißig untereinander ausgetauscht, Gitarren, Violinen, E- und Kontrabass, Akkordeon, Xylophone, Keyboards. Neben einem herkömmlichen Drumset dienten große Trommeln, ein Motorradhelm, Armbanduhren und selbst Bestandteile der Bühne der Kapelle als Schlagwerk. Kurze Momente, in denen die Bandmitglieder musikalisch weniger gefordert waren, wurden genutzt, dem Publikum ein paar angedeutete Kampfszenen zu präsentieren. Gut eingespielt war das Ensemble und Win Butlers Stimme war auch nach einigen Tourwochen noch kraftvoller als auf der Konserve. Seine zierliche Ehefrau Régine Chassagne hatte dagegen schon etwas größere Mühe sich durchzusetzen, wenn sie ihre helle Stimme erhob. Neben den vertrauten Songs von "Funeral" erklangen auch einige Tracks ihrer Demo-EP ("No cars go", "I'm sleeping in a submarine"). Nach gut anderthalb Stunden endete das Konzert mit einem furiosen Finale "Neighbourhood #3 (Power Out)" und "Rebellion (lies)". Laut war es und sehr schön. Mit der Zugabe "In the backseat" klang ein phantastischer Abend aus. Mehr ging nicht, die Band hatte sich voll verausgabt und alles gegeben. The Arcade Fire haben ihr Hamburger Publikum komplett verzaubert und dieser Abend voller musikalischer Glückseligkeit wird den meisten Konzertgästen noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben. Von dieser Gruppe aus Montreal werden wir ganz sicher noch viel Gutes hören und wer die Gelegenheit hat, ein Konzert von ihnen zu erleben, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Hoffentlich bis bald...
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so eine dumme ankündigung auf der startseite
bin von der Platte mehr als begeistert und würde sie gern live erleben, nachdem ich diesen Artikel gelesen hab, noch dreimal mehr!








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20.05.2005 - 15:53 Uhr
lottachen