Bremen
Bester Plattenladen: LonelyPlanetBoy (ehemals Überschall) am Sielwalleck Bester Platz für Rendezvous: Das Dach des Goethe-Theaters bei Sonnenauf- und -untergang. Zwar nur für Schwindelfreie, aber der Blick über Bremens Dächer allein ist schon Grund genug, romantische Gefühle entstehen zu lassen. Bester Club: Urban Jazz Groove/Lagerhaus, Lila Eule. Familiäre Atmosphäre und keine Beck’s Gold trinkenden „Schlachte“- Schickis. Soundtrack zur Stadt: „Haltepunkt“/ Mark Scheibe bzw. Die Feinen Herren Buch zur Stadt: „J.B. Cool und der König von Bremen“ von Jürgen Alberts Unwahrer Mythos: Dass Bremer das reinste Hochdeutsch sprechen. Obskurster Brauch: Im Herbst machen Bremer „Kohl-und-Pinkel-Fahrten“. Eine Gruppe Menschen trifft sich, lädt einen Bollerwagen voll mit Korn, Wodka etc., läuft durch die Kälte und betrinkt sich. Danach wird eingekehrt und es gibt (Grün-) Kohl und Pinkel (Wurst) zu essen. Stadtteil, den man kennen muss: Schwachhausen – allerdings nur des Namens wegen. Wichtigster Satz: „Einmal bidde Curry-Brat und Pommes-Schranke, Frau Gänslein!“ Die legendäre Imbissbude auf dem Ziegenmarkt vereint gemütliche Dixi-Container-Atmosphäre mit exklusivem Ausblick auf das Steintor. Satz, mit dem man sich zum Deppen macht: „Wie heißt denn das Viertel?“ Das „Viertel“ (Steintor/Ostertor) heißt einfach Viertel. Was man niemals tun sollte: Asia-Antiem-Mittagstisch verpassen, freitags und samstags zwischen 8 und 1 im Bermuda-Dreieck (Capri-Bar, RumBumpers, HeartbreakHotel, Urlaub) sein – Provinzalarm. Das sagen die anderen: „Das kann man nicht wirklich essen!?“ (gemeint ist Kohl und Pinkel) Schlimmste Phrase: „Dreimal ist Bremer Recht.“ Wird in jedem Zusammenhang gebraucht und hat keine wirkliche Bedeutung. Unnütze Information: Dass Beck’s wegen des Verkaufs an Interbrew jetzt eigentlich gar nicht mehr aus Bremen kommt. Das vergisst man aber lieber. Wann sind alle Einwohner besoffen: Oft. Aber niemals bei der „Viertel-Nacht“, dem Kneipenfestival im Ostertor/Steintor (sprich: Viertel). Das wäre Solidarität mit Nah-Touristen aus Achim, Oyten oder OHZ (Osterholz-Scharmbeck)^. Dämlicher Superlativ: Torwart Oliver Reck von Werder Bremen hat in der Bundesligasaison 87/88 den Rekord von 641 Minuten (7 Spiele und elf Minuten) ohne Gegentor aufgestellt. Der ist jetzt zwar veraltet, aber den neuen Rekord von VfB Stuttgart-Keeper Timo Hildebrandt (884 Minuten) hat wieder ein Bremer (Charisteas) beendet. Die verhassten Provinzler: OHZ. Aber eigentlich brauchen Bremer keine Provinzler, um zu hassen. Falscher Stadtteil reicht schon. Uni-Fach, das es nur dort gibt: Internationales Politikmanagement, angewandte Freizeitwissenschaften. Lebenswerteste Sache, die die Stadt hervorgebracht hat: Becks, Bremer Babbler (Pfefferminzlutscher), Bremer Knipp (Hafergrütze, fettig gebraten mit Schweinefleisch). Einwohner: 681.722 Einwohner mit Bremerhaven, 550.392 ohne. Wie viele Freibäder: 5 Hochrangigstes öffentliches Verkehrsmittel: Straßenbahn und Bus. Ansonsten eigentlich nur Fahrrad. Wie viele Eisdielen: 29 Wie viele Parks: 18 Durchschnittsmiete: 8 Euro/ Quadratmeter Durchschnittstemperatur: Von Juni bis August liegen die Höchsttemperaturen durchschnittlich bei 22 Grad. November bis März zwischen null und acht Grad. Sonnenstunden im Jahr: 1532 Stunden (2002) Fußballclub: Werder Bremen, Roter Stern, Stahl Eisen- Charkow (Ukraine) 09.04.2010
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allerdings moechte ich behaupten, dass zumindest letzten sommer der beste ort fuer ein date der werdersee bei nacht war. fuesse im wasser baumeln lassen und in der heissesten nacht des jahres sternschnuppen gucken...
und dass mir keiner behauptet, becks sei nicht bremisch; ich verbringe jeden abend im pub damit, londonern zu erklaeren, dass das was sie gerade trinken aus der gleichen stadt kommt wie ich!
es ist schön da
geschätzte 250000 einwohner.
Immer gut, zu jeder Jahreszeit, ist auch ein Spaziergang im romantischen Knoops Park, der allerdings in Bremen-Nord gelegen, vielen Innenstädtern und Touris unbekannt.
Besoffen sind alle Einwohner auch in der Freimarktszeit!
und ich finde auch: unter den studenten ist bremen ein kleindorf. nur klatsch und tratsch und man sieht immer nur die gleichen leute, also abends beim weggehen, in der uni und in der straßenbahn.
15.11.2003 - 14:33 Uhr
neve
also bitte. in münchen ibt es eine U (=untergrund)-bahn, die durchschnittliche häusergröße ist mindestens doppelt so groß wie in hb, münchen hat mehr als doppelt so viel einwohner. und ist etwas weltoffener und großstädtischer als bremen. wenn man mal von stoiber absieht.
aber die einzig wahren städte deutschlands sind sowieso nur münchen, hamburg und leipzig.
obwohl ich dat ja so richtig nich glauben kann als gebürtige duisburgerin... "einma currywurst pommes, bitte" das kommt doch nicht aus bremen, oder?!?
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14.11.2003 - 18:17 Uhr
Sommerfrische
Dreimal ist Bremer Recht.
....spielt soweit ich weiss auf die tumbe und penible Eigenart der Bremer an. Man muss ihnen alles dreimal erklären, bis sie es begreifen, und sie müssen eine Sache dreimal ausprobieren, um sicher zu sein, dass es klappt.
...hat überhaupt nichts mit den Eigenheiten der Bremer selbst zu tun (die beileibe nach meiner Erfahrung weder tumbe noch penibel sind), sondern ist vielmehr ein Sprichwort, das wohl auf die Stadtgeschichte Bremens zurückgeht. Einer Quelle nach (siehe Link) führte Bremen seine stadtbremischen Häfen dreimal zu neuer Blüte - daher rührt angeblich der Ausspruch, der noch heute im bremischen Sprachgebrauch verwendet wird. Bedeutet im Prinzip ''aller guten Dinge sind drei'' .