29 Jahre, mehrere Städte, noch mehr Impressionen
Wie sich die Städte in Deutschland unterscheiden. Bremerhaven, Hamburg, Frankfurt, Berlin. In dieser Folge: Frankfurt09/04 – 11/04, Frankfurt/Main Frankfurt am Main, Mainhattan, Bankenstadt und viele andere bekloppte Synonyme, die man nie wieder lesen will. Fakt ist: Frankfurt ist nicht so schlimm, wie viele behaupten – ich eingeschlossen. Es hat seine charmanten Ecken. Wenn man in Bornheim lebt, dann lernt man sie sogar kennen. Einfach mal die Berger Straße komplett runtergehen, von der U-Bahn Bornheim-Mitte bis zu den alten Wallanlagen. Und dann ist man ja auch schon fast in der Innenstadt. Dort sollte man aber schnell wieder umdrehen und dieselbe Strecke zurück gehen. Die Berger Straße mit ihren vielen Bars und Restaurants, kleinen Läden und etwa 3 Dutzend Eiscafés hat Charme. Ich war ja nur 3 Monate da, habe mir aber sagen lassen, das Umland wäre auch ganz schön. Gar nicht schön ist die Innenstadt mit ihren Hochhäusern. Die vielen häßlichen 50-er-Jahre-Bauten. Die immer und überall unfreundlichen Verkäuferinnen und VGF-Mitarbeiter. Schön wiederum, daß alles so nah ist, egal wo man hin will, es dauert nie lange. Die Hanauer Landstraße, vermutlich Frankfurts gefährlichste Straße, mit ihren vielen Autohäusern, New-Economy-Firmen und den entsprechenden Leuten. Das Lola Montez und die Sandbar. Aber Frankfurt hat auch einen gehörigen Minderwertigkeitskomplex. Deshalb muß es sich mit albernen Superlativen schmücken wie „höchste Werbe-Etats Deutschlands“. Ziemlich nichtssagend.
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11.01.2005 - 09:20 Uhr
anneliese