29 Jahre, mehrere Städte, noch mehr Impressionen
Wie sich die Städte in Deutschland unterscheiden. Bremerhaven, Hamburg, Frankfurt, Berlin. In dieser Folge: Hamburg, Teil 11996-1999, Hamburg-Winterhude Warum zieht ein Student nach Winterhude? Weil ich eingeteilt wurde. Ins Studentenwohnheim. Paul-Sudeck-Haus. 3 Blöcke, 1 kotzegrün und 13 Etagen (siehe Bremerhaven/Selbstmorde), 2 himmelblau und 6 Etagen. Hundezwinger müssen in Deutschland mindestens 12 qm haben, für Menschen gilt dieses Gesetz nicht. Mein Zimmer hatte 9. Inclusive Waschbecken. Exclusive Dusche und WC, die waren auf dem Flur. Für 16 Leute. Winterhude ist sehr schön. Auf dem Weg zur Uni mit dem Fahrrad an der Alster entlang – da weiß man wofür man BWL studiert. Wunderbarer Euro-Spar am Mühlenkamp. Noch besserer Toom an der Dorotheenstraße. Da traf ich mich am Wochenende immer mit Heidrun von Goessel beim Äpfel-Wiegen, Denes Törsz zum Brokkoli-Testen, Lotto-King-Karl an der Bier-Theke. An der nächsten Ecke hätten wir mal fast Klaus-Jürgen Wussows überfahren, der gleich ums Eck wohnte und meine Zimmernachbarin als Kindermädchen mit auf die Bahamas nahm. Einmal war im Winterdie Alster zugefroren und wir könnten von der amerikanischen Botschaft bis nach Hause laufen. Über die Kanäle vorbei an den Wohnzimmer der wirklich Reichen. Nicht dieser Poser aus der Isestraße. In 5 Minuten war ich im Stadtpark, die Billig-Variante des Elbstrandes. Im Sommer an die Alster sollten man vermeiden, zu viele Touristen. In Winterhude stehen wunderschöne Stadtvillen, die eine Jahresausgabe von Architektur&Wohnen locker füllen. Davor stehen Polos, Minis, Golfs, höchstens mal ein Peugeot-Cabrio. Der Winterhuder ist zwar reich, aber dezent. Düsseldorfer Kö-Gepose ist hier gleichbedeutend mit dem gesellschaftlichen Tod. In Winterhude ist jeder gesund – oder hat seinen Koks-Konsum zumindest tagsüber soweit im Griff, daß man es ihm nicht ansieht. Was wäre das denn auch für ein Faux-Pas bei Kruizenga in die Auslage zu kotzen? Überhaupt: Immer schön unter uns bleiben, ja? Wir wollen nicht angeben, nicht protzen. Auswärtige müssen uns nicht finden, die stören nur. Also bitte: Diesen Text schnell wieder vergessen. Pssssssst! Nicht so laut! Geniessen Sie diese Strecke. Aber bitte im Herbst, wenn das Laub jeden Schritt dämpft: U-Bahn Klosterstern aussteigen, rechts ins Jungfrauenthal, 2.links in die Parkalle, wieder links in die Innocenciastraße, über die Hochalle bis zur Rothenbaumchausse, wieder links und die nächste rechts in Abteistraße, dann wieder links in den Harvesterhuder Weg. Wir kommen wieder am Klosterstern an, gehen rechts in die Sankt Benedikt-Straße, immer geradeaus, über den Alsteröauf, vorbei an Kruizenga, rechts in die Blumenstraße bis zur Fernsicht. Achtung, der Blick ist überwältigend, nicht vom joggenden Johannes B.Kerner umrennen lassen. Rechts und wieder rechts in die Fernsicht. Immer geradeaus bis zum Fähranleger, der uns auf die andere Alster-Seite bringt. Dann die Alte Rabenstraße geradeaus bis zur Uni. Am Philiogenturm mal kräftig vom Wind durchschütteln lassen, an der Grindelalle in den Bus steigen und zum Dammtorbahnhof fahren. Dort in die S-Bahn steigen und wir fahren bis ...
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hahahahahahahahahahahahaha
ich entschuldige mich für die epochale Häufung von Tippfehlern in den Texten...
Ausrede:
1) Ich war krank
2) Ich habe es auf OpenOffice getippt... und da funktioniert die Rechtschreibprüfung nicht....








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10.01.2005 - 15:47 Uhr
blauesocke