29.06.2003 - 15:45 Uhr

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It's over

Text: ShesSoHigh

Ist es wirklich schon soweit? Ist es wahr, dass irgendwann „No Distance Left To Run“ ist?

Ist es wahr, dass Beziehungen einfach eines Tages zu Ende gehen, auslaufen, wie ein Langstreckensportler, der ans Ziel kommt? Dass es einfach vorbei ist ohne den großen Knall? Nur keine Distanz mehr zu bewältigen? Kennt man sich wirklich eines Tages zu gut, ist sich zu vertraut, verschwinden eines Tages die Schmetterlinge? It’s over, you don’t need to tell me? Ist es wahr, dass die Liebe sich ändert, dass das „verliebt sein“ in „Liebe“ übergeht, dass die Liebe aber eines Tages mit Vertrautheit, Gewohnheit tauscht? Dass man beides oft lange vertauscht? Dass man trotzdem liebt. Ist es die Angst? Habe ich Angst? Ich habe Angst, aber wovor, vor der Einsamkeit? Davor, dass du weg bist, weg aus meinem Leben, aus meinem Umfeld, du, den ich doch so … liebe? Aber anders. Ich weiß es nicht. Ist es Angst, weil ich plötzlich allein bin, nachdem du mich fast drei Jahre jeden Tag begleitet hast, in meinen Gedanken? Ist es Angst, das zu verlieren? Dieses Gefühl, dass jemand da ist, der mich so liebt wie ich bin, der mich kennt, der weiß, was ich für ein Mensch bin, ist es nur die Angst? Ich weiß nicht, ob ich bereit bin es aufzugeben, dich aufzugeben. Was dann, was bleibt mir? Wir hatten noch so viel vor. Wir wollten die Welt sehen, London, Rom, Paris, Berlin. Hawaii. Wir wollten das alles zusammen erleben. Geht das? Ist es die Angst, das alles zu verlieren, unsere Träume? Ist es wahr, dass man sich am Ende nur noch etwas einredet? Ist es wahr, dass Fisch und Widder nicht zusammen passen? Ist es wahr? Rede ich mir etwas ein? Warum kriege ich mein Bauchkribbeln woanders, nicht bei dir? Ist die Liebe der Gewohnheit gewichen? Es klappt nicht mehr richtig, wir reden kaum noch, wenn ich reden möchte willst du nicht, du redest nicht mit mir. Du erzählst nur. Es klappt nicht mehr, wir haben kein Verständnis füreinander. Ich bin einfach anders als du. Und ich möchte auch nie sein wie du. Ich möchte nie dein Leben führen. Das will ich nicht. Niemals. Wir hören uns nichtmehr zu, aber ich glaube, wir brauchen das auch nicht. Wir haben ohnehin nichts mehr zu reden. Ich meine reden. Richtig reden. Nicht nur erzählen. Es fehlt mir so. Wann haben wir uns schon was zu sagen? Nicht im Club, nicht im Kino, nicht beim Essen, einfach nie. Nie nie nie. „Ich liebe dich“ ist mechanisch geworden, automatisch. „Ich liebe dich“ – „Ich dich auch“. Wirklich? Ich bin mir nichtmal sicher, ob du mich tatsächlich liebst. Warum redest du dann nicht mit mir? Hast mir nichts zu sagen? Deine emails werden immer weniger von Jahr zu Jahr, Monat zu Monat. Die Telefonate stiller. Die Stunden zu zweit auch.


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optimist
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Mag ich Mag ich nicht

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29.06.2003 - 19:56 Uhr
optimist

Ist es eine Frage des Alters, dass noch so geniale Beziehungen in die Brüche gehen, irgendwann? Ist es vielleicht gut so, dass man in jungem Alter zwar vielleicht DEN Menschen fürs Leben finden sich aber nicht ewig an ihn binden kann? Wird man mit den Jahren reifer, um wirklich sein Leben mit dem anderen zu planen? Oder ist es eine individuelle Sache, gibt es Menschen, die nie auf immer zusammen sein werden, wollen?
Meine Beziehung ist auch gerade "zu Ende gegangen", ich stelle mir die gleichen Fragen wie du.

joelline
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Mag ich Mag ich nicht

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29.06.2003 - 19:56 Uhr
joelline

traurig... -

ja, das kenne ich... irgendwann geht einem der gesprächsstoff aus und man merkt, wie sich der andere verändert hat.. dass er schreckliche eigenschaften hat und wahrscheinlich ähnlich fühlt und denkt wie man selbst...

potzblitz
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2003 - 00:28 Uhr
potzblitz

immer wieder -

weiß du hörst das nicht gerne, aber so ähnlich wie dir ergeht es mir auch, was mich jetzt auf den gedanken bringt, dass es nicht unbedingt einmalig ist, was in der liebe passiert, sondern dass es immer wieder dasselbe ist, nur mit immer anderen hauptdarstellern...du hast keine andere wahl: entweder du versuchst ihn/sie als reinen menschen zu erhalten, manchmal geht sowas, das tut schon weh die ersten monate, aber es kann sich daraus eine wunderbare freundschaft entwickeln...oder eben es ist alles so wie du es vielleicht ahnst: ihr habt euch voneinander entfernt ohne es zu wollen oder rechtzeitig zu merken, ihr seit an einem punkt angelangt wo worte nur noch schall und rauch sind, es nur noch erzählungen gibt, keine guttuenden gespräche zwischen euch beiden mehr, es fühlt sich einfach alles ausgelutscht an, und es ist wirklich nur noch die angst vor der einsamkeit und die mächtige macht der gewohnheit, die dich so lähmt in deiner entscheidungskraft...das alles passiert dir nicht als einzigem, das sollte dir hoffnung geben, denk nie du bist alleine mit diesen gefühlen, es gibt so leute wie mich da draußen vor deiner tür, die im allerselben moment die allerselben gedanken und gefühle haben, leider kannst du sie fast nie sehen oder hören, aber sie sind da, ganz bestimmt...wenn du viel humor hast kann dir das was helfen, die liebe ist grausam genug, verlier deshalb nie den humor, wenn er auch noch so grausam ist oder was weiß ich, aber ohne humor geht gar nix...was soll ich noch sagen? du wirkst auf mich wie ein ziemlich kluger mensch, da hast du vielen was voraus, auch wenn dumme natürlich manchmal glücklicher sind...aber die zeiten ändern sich, immerzu und du bist garantiert mit an bord, versprochen!

wolkenprinzessin
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2003 - 16:01 Uhr
wolkenprinzessin

wie der optimist... -

ich stelle mir momentan die gleichen Fragen wie er...wenn auch eher mit einer gewaltigen Prise an Pessimismus. Das Gefühl, DEN EINEN gefunden zu haben, mit dem man zusammen durchs Leben gehen will, ist das GRößte und Schönste was einem passieren kann. Doch was, wenn dieser Mensch auf einmal nicht mehr die Gefühle für dich hat? Was soll man machen, wenn DER EIne, mit dem man 1 1/2 Jahre zusammen war, dich einfach nicht mehr will...? Es ist so hoffnungslos. Meine Gefühle für ihn sind immer stärker geworden (auch wenn es mir eine Zeit lang nicht bewusst war), aber seine sind geschrumpft, so klein geworden, dass man sie mit der Lupe suchen muss? Wie ungerecht ist das!? Wo macht DAS einen Sinn?
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man noch einmal einem Menschen begegnet, der einen genauso liebt wie man ihn?
Wie soll man es schaffen, sich auf einmal zu entlieben? Wie lange dauert es, bis die Traurigkeit, die sich durch meinen ganzen Körper gefressen hat, verblasst ist?


Potzblitz hat Recht, ich denke ich sollte mich auf die suche nach meinem Humor machen. Der hat sich schon lange nicht mehr blicken lassen...

polly
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2003 - 22:15 Uhr
polly

Schöner Song, "No distance left to run". Soviel Wahrheit in ein paar Zeilen.
Es ist schwer, sich von der Sicherheit zu verabschieden, in der man ist. Gerade, wenn man so schöne Pläne zusammen hatte. Sowas kann einen selbst sehr fertig machen und irgendwann hilft einem die permanente Selbst-und Problemanalyse auch nicht mehr weiter. Keine Entscheidung wird dir leicht fallen, aber ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass du dir die Antwort schon selbst gegeben hast.

CommonSense
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Mag ich Mag ich nicht

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13.07.2006 - 17:21 Uhr
CommonSense

Erinnerungen... *

BlueGreen
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Mag ich Mag ich nicht

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06.10.2006 - 09:39 Uhr
BlueGreen

Hm. Einen Menschen zu finden, den man liebt ist etwas wunderbares. Aber eine Liebe, eine Beziehung bedeutet immer auch Arbeit. Wenn man den anderen für selbstverständlich sieht und jeden Tag einfach so dahinplätschern lässt, dann stellt sich freilich irgendwann Gewohnheit ein. Eine Liebe sollte nicht das Ausruhen auf den eigenen oder auf den Gefühlen des anderen sein.

dieklautja
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Mag ich Mag ich nicht

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22.12.2006 - 21:28 Uhr
dieklautja

Und dann? Geht der ganze Mist von vorn los. Gibt es auch Menschen, die sich nicht ihr ganzes Leben lang im Kreis drehen?

flyingroo
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Mag ich Mag ich nicht

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27.03.2007 - 10:53 Uhr
flyingroo

"Die Telefonate stiller.
Die Stunden zu zweit auch"

Sehr traurig. sehr schön.

skyjay
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Mag ich Mag ich nicht

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05.04.2007 - 23:33 Uhr
skyjay

ich glaube,



du hast recht...

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