wolkenhaarmädchenmärchen
Sie nimmt die Welt in ihren kleinen Teilen und legt sie sich zurecht und baut sich kleine Bilder und schneidet aus den Wänden und Tapeten die braunen Stellen immer aus.Während sie so sitzt und bastelt, schlurft draußen Gewitter vorbei und betrachtet sie und bewundert immer wieder ihre kleinen blonden Stellen im Haar. Jetzt, wo der Sommer kommt. Und ohne den Blick zu heben, schneidet sie weiter. Mit Glitzerpapier. Und klebt es über die Löcher in der Wand. Bis an den Rand. Bis auf den Boden. Bis sie sich selbst nicht mehr sieht. Und das Gewitter nicht. Und den Donner nicht. Und nicht das Fenster, das sie vergaß zu schließen. Und erschrickt mit großen Augen, wenn es wirbelt im Zimmer, sich aufbäumt und bläst und sie im Sturm aus Rot und Blau und Grün und Gold das Oben und Unten verlernt. Ward sie das Mädchen mit den Wolkenhaaren in diesen Momenten. Nie wieder ward sie sie los. Gab es nun keinen Grund mehr, das Fenster zu schließen. Bittet sie den Wind nun öfter hinein und trinkt Tee mit ihm. Hat sich seinen Namen gemerkt und die Tür abgeschafft. Zeigt sie ihm öfter die Löcher in der Wand und lacht dann. Bis an den Rand und mit Glitzerpapier.
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ok, das war etwas infaltionär, aber was klar werden sollte: versteck dich doch nicht immer hinter diesem "sie". es muss ja nicht mal um dich gehen, trotzdem würde diese perspektive manchmal so viel ehrlicher erscheinen.
oder muss es zwangsläufig autobiografisch sein, weil es hier eigentlich um tagebücher geht?
ach, aber du machst das, was du kannst ja auch gut. du reihst nett klingende worte aneinander -DEIN nett- baust abstrakte alltäglichkeiten, die einen schlucken lassen. wie toll würden wir uns verstehen, hättest du meine jugendkulturgedanken nicht so fehlinterpretiert.
sondern eine von den figuren, die carmina malt.








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02.05.2004 - 20:44 Uhr
lil_kad