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Durchs Schlüsselloch bei ...

Beim Bewerben, ganz wichtig, wollen wir den Personalchef beeindrucken. Davor müssen uns das Unternehmen und der Job beeindrucken. In unserer Serie "Durchs Schlüsselloch bei ..." erzählen Abteilungsleiter, Geschäftsfüh­rer und Personalchefs, wie es ist, in ihrem Unternehmen zu arbeiten, und was sie von uns erwarten.

Hier erzählt Christian Kabusch von seinem morgendlichen Gang zum Kaffeeautomaten und dem Unterschied zwischen Karriere und einem Rezept für Schokokuchen. Kabusch ist verantwortlich für das Recruiting in zwei der vier Sektoren von Siemens.

Herr Kabusch, was machen Sie als Erstes, wenn Sie morgens ins Büro kommen?
Mein Weg beginnt bei meiner Kaffeetasse, führt zum Kaffeeautomaten und dann zurück zu meinem Team. Da frage ich die Stimmung ab, kümmere mich um Probleme, tausche mich mit den Mitarbeitern aus - der erste von vielen Kontakten pro Tag.

Was steckt darüber hinaus hinter Ihrer Bezeichnung als Head of Recruiting-Center?
Mein Team und ich sind Teil des Fachcenters Talent Acquisition. Dort werden alle bundesweiten Recruiting-Aktivitäten von Siemens gesteuert und gebündelt. Innerhalb dieses Fachcenters leite ich die Aktivitäten für die Sektoren Industry und Infrastructure & Cities. Unser Job ist das bewerberorientierte Managen aller Stellenbesetzungen, aber auch die professionelle Darstellung von Siemens als Arbeitgeber auf Events.

Anhand all dieser Begriffe wird deutlich, dass Siemens in diversen Branchen und international tätig ist. Für welche Bewerber ist das Unternehmen dadurch interessant?
Ich drehe das mal um: Siemens ist für niemanden uninteressant, weil das Unternehmen einfach so vielfältig ist. Wir haben natürlich klassi­sche Jobs in den Bereichen Elektrotechnik, IT oder im Maschinenbau, auf denen ja der Schwerpunkt in einem Technologiekonzern liegt. Aber auch für Juristen, Betriebswirte bis hin zu Medizinern ist Siemens interessant.

Was erwartet einen Berufseinsteiger bei Siemens?
Siemens besticht mit einer unheimlichen Vielfalt von technikbegeisterten Mitarbeitern, bei denen die Augen funkeln und die in den verschiedensten Branchen Pioniere sind. Wir haben hier eine Atmosphäre des Miteinanders und der Offenheit. Andererseits merkt man natürlich auch, dass Siemens ein Großkonzern ist und dass bei einzelnen Projekten gleich mehrere Entscheidungsträger involviert sind. Ich empfinde das als absolut positiv, weil so Entscheidungen sehr fundiert getroffen werden - was manchmal aber auch etwas länger dauern kann.

Was leistet Siemens, um die Mitarbeiter langfristig zu binden?
Ganz viele verschiedene Dinge: vielfältige internationale und interdisziplinäre Entwicklungsmöglichkeiten, Weiterbildungsmaßnahmen und Förderprogramme. Nehmen Sie meinen eigenen Lebenslauf: Ich selbst bin erst vor einem knappen Jahr aus dem Sektor Industry aus der Technik zu Corporate Human Resources gewechselt, also kein klassischer Personaler. Neben meiner jetzigen Tätigkeit studiere ich berufsbegleitend Betriebswirtschaft, wobei mich das Unternehmen unterstützt. Darüber hinaus gibt es soziale Einrichtungen wie etwa Siemens- Kindergärten. Es gibt diverse Gesundheitsmaßnahmen - von Fitnessstudios über Seminare bis hin zu Fachvorträgen -, aber auch Sportgruppen an den einzelnen Standorten, bei denen sich Siemens-Mitarbeiter zusammenschließen können. Nicht zu vergessen flexible Arbeitszeiten, Telearbeitsplätze, Home Office - also eine große Bandbreite.

Aber einen Kickertisch haben Sie bestimmt nicht im Büro stehen.
Na klar! An einzelnen Standorten können Sie Kicker spielen. Bei uns in Erlangen gibt es in der Kommunikationsecke auch eine Wii als Bestandteil unserer modernen Arbeitsumgebung.

Auch in Sachen Karriere läuft es bei Ihnen ja rund. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?
Es gibt für die Karriere kein Rezept wie für einen Schokokuchen, das ist das Gute an ihr. Sonst wär's ja zu einfach. Tatsächlich kommt es immer auf die Aufgabe an, die man hat. Man braucht eine Herausforderung, bei der man Leistung erbringen kann. Mein Tipp dazu wäre: Über den Tellerrand hinausschauen, sich in unterschiedliche Themen einbringen und das Ganze proaktiv angehen, um einfach auch sichtbar zu werden.

Das klingt so, als würden die Mitarbeiter Siemens gern die Treue halten. Oder sind Sie mit Ihren 16 Jahren Betriebszugehörigkeit eher die Ausnahme?
Wenn ich meinen Ausbildungsweg zurückblicke, dann sind viele Kolleginnen und Kollegen, die mit mir eine Ausbildung gemacht haben, noch oder wieder bei Siemens. Ich glaube, wer einmal bei Siemens war und diese Vielfalt des Unternehmens kennengelernt hat und die Möglichkeiten, die es dort gibt, der kommt immer wieder zurück.

Um Karriere zu machen, sind heute auch Mobilität und Flexibilität notwendig. Gilt das auch für Siemens?
Für das ganze Unternehmen nicht zwingend. Wenn ich natürlich die persönliche Intention habe, mal ins Ausland zu gehen, dann sind das Muss-Kriterien. Wenn ich mich aktiv in einem Service-Umfeld bewege, als Service-Ingenieur, als Service-Techniker für verschiedene Branchen, dann ist das genauso ein Muss-Kriterium. Dann muss ich mobil sein, weil sonst lässt sich das nicht vereinbaren. Letztendlich geht es aber nicht nur um die Flexibilität ins Ausland zu gehen, sondern auch an die verschiedenen Standorte in Deutschland, weil Siemens ja nicht nur in Erlangen und München sitzt, sondern das Unternehmen ist in der ganzen Bundesrepublik verteilt. Also wenn ich mich bewusst für so einen Job entscheide, dann muss ich es mitbringen. Aber es gibt auch Jobs, die das nicht zwingend erfordern. Ich würde die Frage aber um das Thema der geistigen Flexibilität ergänzen. Aufgrund der Vielfalt des Unternehmens und der vielen neuen Herausforderungen und der diversen Jobangebote, die es dort gibt, muss ich schon bereit sein, mich zu verändern.

Würde man eine weltweite Umfrage zum Thema "typisch deutsch" starten, hießen wohl viele Antworten: Siemens. Was ist Ihrer Meinung nach an Siemens typisch deutsch?
Typisch deutsch sind an Siemens Regeln, Richtlinien und Prozesse, die notwendig sind und konsequenter Weise auch gelebt werden müssen. Typisch deutsch ist auch das Thema der Bodenständigkeit, der langen Tradition. Die Marke Siemens steht für Verlässlichkeit, für Qualität, aber auch für Innovationen. Es handelt sich bei Siemens um ein innovatives, ein schnelles Unternehmen, das sich stetig wandelt und neue Herausforderungen mit sich bringt. Qualität, Innovationen unter dem Rahmen der Beständigkeit sind typisch deutsche Dinge, die man auch der Siemens AG nachsagen kann.

Mehr Informationen unter www.siemens.de/career